SightCity Podcast (DE)

Der deutschsprachige Teil unseres zweisprachigen Messe-Podcasts mit Fachvorträgen, Interviews und Innovationen für mehr Inklusion.

SightCity Forum 2026: 3 Dinge, die dein iPhone wirklich kann: Wenn VoiceOver zu deinem Werkzeug wird

21.09.2026 25 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Jürgen Fleger von ApfelFleger erzählt beim SightCity Forum drei persönliche Geschichten – von peinlichen Schul-Hilfsmitteln über ein lautes Braille-Notizgerät im Studium bis zum ersten Mac – und zeigt, wie aus Hilfsmitteln irgendwann selbstverständliche Werkzeuge werden. Ein Forumsbeitrag von der SightCity 2026, ganz ohne Folien. 

Begrüßung & Vorstellung: Jürgen Fleger von ApfelFleger 
Jürgen Fleger gründete 2010 die Firma ApfelFleger und hat seitdem viele hundert Menschen im Umgang mit iPhone, iPad und Mac geschult. Der Vortragstitel stand schon im Programm; als er ihn ausarbeitete, merkte er aber: Die eigentlich spannende Geschichte ist nicht die Technik selbst, sondern der Weg dorthin. Besonderheit des Vortrags: keine Folien, keine Bildschirmpräsentation – nur Erzählung.

Der Titel und sein wahres Thema: Was macht Technik mit einem Menschen? 
Untertitel des Untertitels: „Eine persönliche Reise von peinlichen Hilfsmitteln zu selbstverständlicher Technologie." Fleger erklärt: Viele interessieren sich für Technik nicht wegen der Technik selbst, sondern wegen der Momente, in denen plötzlich etwas möglich wird, das durch Blindheit oder Sehbehinderung vorher schwierig war. Kein klassischer Technikvortrag mit App-Aufzählung, sondern drei kurze Geschichten aus seinem Leben.

Geschichte 1: Die peinlichen Hilfsmittel der Schulzeit 
Mit 14 Jahren kam Fleger, zuvor vollsehend, an eine Sehbehindertenschule – neu, fremd, weit weg von zu Hause. Die dort bereitgestellten Hilfsmittel (ein großes Bildschirmlesegerät, ein höhenverstellbarer Schultisch, dicke „Pickellupen") empfand er als klobig und hässlich. Weil er mit 14 einfach normal sein wollte, benutzte er sie kaum – die Hilfsmittel fühlten sich für ihn wie ein Stigma an, nicht wie Unterstützung. Im ersten Zeugnis stand die Bemerkung „Jürgen benutzt seine Hilfsmittel nicht", die seine Eltern unterschreiben mussten.

Geschichte 2: Das Braille-Notizgerät an der Uni 
Einige Jahre später, an der Universität, war Fleger schon erfahrener im Umgang mit Hilfsmitteln, aber auch blinder – Vergrößerung half nicht mehr. Als Antwort auf die Frage, wie er sich im Studium Notizen machen könne, bekam er ein elektronisches Braille-Notizgerät (etwa DIN-A4-groß, mit laut klackernden Plastiktasten). Er lernte, im Seminar leiser zu tippen, um nicht zu stören – und hatte zum ersten Mal das Gefühl: Das ist ein Werkzeug, mit dem ich etwas schaffen kann.

Geschichte 3: Der erste Mac und die Revolution in der Hosentasche
Jahre später, längst routiniert am Computer, arbeitete Fleger mit einem Kopfhörer im einen Ohr (Screenreader) und dem anderen Ohr beim Dozenten – auch das ein ständiger Kompromiss zwischen Technik, Abstürzen und Abhängigkeiten. Die große Veränderung kam mit seinem ersten Mac: Stolz, ihn eingerichtet zu haben, aber ratlos, wie er ihn um halb ein Uhr nachts wieder ausschalten sollte. Rückblickend erkennt Fleger: Alle drei Lebensphasen – der 14-Jährige, der Student, der Berufstätige – finden ihre Lösung heute gebündelt in einem einzigen Gerät in seiner Hosentasche.
Was ein Smartphone wirklich können muss 
Für die meisten Menschen reichen ein paar grundlegende Funktionen: telefonieren, Nachrichten lesen und schreiben, Orientierung, Notizen machen. Zwei Beispiele aus dem Alltag: Als Fleger versehentlich eine Station zu früh in Duisburg ausstieg, löste ein Videoanruf per Smartphone binnen Sekunden ein Problem, das früher eine Katastrophe gewesen wäre. Und: Wo blinde Menschen traditionell sehr viel Gedächtnisleistung investieren müssen, entlastet ihn die Technik heute durch Diktierfunktionen, KI-gestützte Umwandlung von Sprachnotizen in Text oder To-do-Listen und sogar automatisch formulierte E-Mails.

Drei Kernbotschaften zum Mitnehmen 
Man muss nicht alles am Smartphone können – ein paar wenige Funktionen reichen für den Anfang aus. Gute Technik schafft Platz im Kopf, dafür ist sie gedacht. Und: Ein iPhone ersetzt keine Fähigkeiten, sondern hilft, sie wieder zu nutzen – bei Orientierung, beim Festhalten von Gedanken, und dabei, entspannter durch den Tag zu gehen. Am Ende geht es nicht um Technik, sondern um Erleichterung im Alltag.

Publikumsfragen: Lernangebote, Android und Braillezeile 
In der Fragerunde geht es um Lernmöglichkeiten bei ApfelFleger (auch online für iPad und Mac, beim iPhone aus didaktischen Gründen meist nur in Präsenz), um Android-Geräte (Bedienungshilfen und der Screenreader TalkBack existieren, Fleger empfiehlt aber aus eigener Erfahrung das iPhone-Ökosystem), um Punktschrift am iPhone über die virtuelle Braille-Tastatur sowie darum, wie man gleichzeitig telefonieren und Notizen lesen kann.

Weitere Informationen: https://sightcity.net/f032007

Über die SightCity
Die SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net

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Website: https://www.sightcity.net
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Transkript

herzlich willkommen zum Mitschnitt des Forums vom 28.05.2026 3 Dinge die dein iPhone wirklich kann wenn Voiceover zu deinem Werkzeug wird Referent Jürgen Fleger viel Spaß mit dem Vortrag Bis dann. vielleicht sind Menschen im Raum die mich nicht unbedingt schon Kennen deswegen sage ich ganz kurz was zu Mir Mein Name ist Jürgen Fleger ich hab 2.010 die Firma ApfelFleger gegründet weil ich mich um alle ihre Äpfel kümmere und zwar aber nur die elektronischen also keine echten Äpfel obwohl ich manchmal damit verwechselt werde witzigerweise in Hotels aber genau das war also 2.010 seitdem hab ich viele hunderte wenn ja vielleicht nicht so sogar noch mehr Menschen geschult wie man iPhone iPad und den Mac bedient und hab Mir so einen recht guten ruf aufgebaut die die mich nicht Kennen müssen das jetzt einfach glauben so der Titel von dem Vortrag den sie im Programm lesen konnten war 3 Dinge die dein iPhone wirklich kann wenn Voiceover zu deinem Werkzeug wird als ich den Titel für diesen Vortrag abgegeben habe da hatte ich eigentlich einen eher technischen Vortrag im Kopf als ich das dann ausgearbeitet hab hab ich aber gemerkt die spannendere Geschichte ist eigentlich gar nicht das iPhone selbst die Technik sondern der Weg dorthin ist die Frage was macht Technik eigentlich mit einem Menschen und wie werden aus Hilfsmittel irgendwann Werkzeuge für jedermann ich kann Mir vorstellen dass viele von ihnen sich damit identifizieren können weil es vielen Menschen einfach so geht irgendwann machen die Augen nicht mehr mit und dann braucht man gescheite Werkzeuge und dann gehören diese Hilfsmittel irgendwann plötzlich zum Leben ganz selbstverständlich dazu deshalb will ich eine kleine Ergänzung zum ursprünglichen Titel vornehmen ich hab einen Untertitel des untertitels hinzugefügt sozusagen eine persönliche Reise von peinlichen Hilfsmitteln zu selbstverständlicher Technologie und es gibt noch eine Besonderheit für die Menschen im Raum die sehen können es wird keine visuelle Präsentation auf der Leinwand geben ich will sie gerne einladen sich auf mich zu konzentrieren auf das was ich sage auf ihre Vorstellungskraft und die Gewohnheit auf optische Reize zu fokussieren die einmal für 30 Minuten zu unterbrechen so Lange darf ich maximal hier reden sonst werde ich von der Bühne gefegt ja und am Ende werden sie aber trotzdem verstehen was das iPhone wirklich gut kann also das werde ich einhalten ja viele Vorträge hier beschäftigen sich ja mit Funktionen mit Gesten mit Apps und mit Einstellungen und Techniken und das ist auch alles sehr sehr wichtig aber wenn wir ehrlich sind dann interessiert uns die Technik doch eigentlich oder die meisten Menschen nicht wegen der Technik selbst sondern wegen der Momente in denen plötzlich etwas möglich wird in denen ich plötzlich etwas kann lösen kann was vorher schwierig war durch die Blindheit durch die Sehbehinderung die ja in vielen Fällen auch noch relativ neu ist sag ich mal ja und ich höre zum Beispiel oft ne das ist Mir viel zu kompliziert ich bin nicht Technik affin genug ja da sind wir quasi hingekommen dass Menschen glauben das kann Mir sowieso nicht helfen weil ich hab von Technik keine Ahnung und ich weiß nicht wie das geht ja ja und genau deshalb wird es jetzt kein typischer technikvortrag hier keine App Schlacht wo ich Ihnen noch ne App und noch ne App und noch ne App zeige sondern ich Mach das mal ganz Anders und sie können garantiert was für sich hinterher mitnehmen versprochen danke ja ich erzähle ihnen einfach 3 kurze Geschichten aus meinem Leben kein großes Ding aber sie machen doch am Ende einen Unterschied danke die 1. Geschichte die ich erzählen will handelt vom dazugehören ich war 14 Jahre alt als ich zum 1. mal auf eine sehbehinderten Schule Kam alles war neu und völlig ungewohnt für mich ich war vorher sehnt vollsehend ich war weit weg von zu Hause und manchmal hab ich mich auch alleine und einsam gefühlt so in dieser neuen Situation im Internat ich war vorher auf ner Regelschule und plötzlich hab ich da Hilfsmittel bekommen das kannt ich überhaupt nich vorher ja da war so n großer Kasten großes Bildschirm Lesegerät wie die heißen wo Mir der Text vergrößert wurde es gab n ganz besonderen Schultisch weil damals war ich noch sehbehindert und dann konnte man die Höhe verstellen so dass ich mich nich so bücken brauchte und so und und es gab so dicke Lupen das waren wir nannten die sogar Pickellupen ich weiß nicht wer wer diesen Begriff kennt das waren so ganz bestimmt wie hoch ist das 5 Zentimeter 6 Zentimeter oder so so aus Glas so und alles wirkte auf mich damals den vierzehnjährigen Jürgen klobig und ehrlich gesagt ziemlich hässlich ja und ja weil das so hässlich war wollte ich das gar nich haben denn ich wollte mit 14 das können sie vielleicht noch sich erinnern ich wollte eigentlich nur 1 ich wollte normal sein ja und nicht zu dem behinderten gehören ja und diese Hilfsmittel fühlten sich für mich aber gar nicht wie Unterstützung an das war 1 Stigma 1 Schild das Allen zeigt dass ich behindert bin also was hab ich gemacht ich hab sie nicht benutzt danke ja und obwohl ich sie natürlich gebraucht hätte ich musste aber erst noch lernen dass Hilfe annehmen nicht nichts mit Schwäche zu tun haben muss oder mit Schwäche zu tun hat nein ja in meinem 1. Zeugnis dort in der Schule stand dann auch ne Bemerkung Jürgen benutzt seine Hilfsmittel nicht ja und das mussten meine Eltern unterschreiben ja damit die das gesehen haben ja die 2. Geschichte die ich jetzt erzähle dreht sich um etwas mehr Freiheit innen wie außen es waren paar Jahre später an der Uni da war ich schon viel weiter mittlerweile mit den mit den Hilfsmitteln ich kannte mich besser aus aber ich war auch viel Blinder Vergrößerung hat nix mehr gebracht so und an der Uni stellten sich Mir die Fragen beim studieren wie anderen Studenten mit Sehbehinderung natürlich auch wie mache ich Mir denn jetzt eigentlich Notizen wie komme ich an Texte in Büchern heran und wie halte ich Schritt ohne den anderen sehenden Studenten hinterherzulaufen inhaltlich sozusagen als Antwort bekam ich 1 elektronisches Braille-Notizgerät das war ungefähr DIN A 4 groß und es war ziemlich laut beim tippen die Tasten es waren so Plastikdinger ne die haben da ordentlich geklackert und es war auch ehrlich gesagt schon wieder nicht besonders hübsch ne ja und damit hab ich aber dann im Seminar gesessen und hab versucht leise mitzuschreiben indem ich nich so fest drauf gehämmert hab und es ging irgendwie ging es irgendwie ja es war zwar auch wieder n Kompromiss ich hatte aber zum 1. mal das Gefühl da is 1 Werkzeug mit dem kann ich was schaffen ja und die 3. Geschichte die ich erzählen will die handelt von meinem 1. Mac und von einer Revolution in der Hosentasche so das war jetzt schon viele Jahre später und ich war längst rutiniert am Computer ich hab ganz selbstverständlich Sprachausgaben genutzt und beim Titten tippen auf dem Laptop damals noch hatte ich ich hab 1 Kopfhörer in einem Ohr und hab damit dem Screenreader zugehört und das andere Ohr hatte ich beim Dozenten zum Beispiel nimm mal jetzt mal einen der Schritte die Ausbildung beim Hessischen Rundfunk die ich da mal gemacht hab hab ich dann mit dem anderen Ohr dem Dozenten zugehört und es ging so und doch war Technik oft wieder 1 Kompromiss Abstürze Einschränkungen das gab's und auch Abhängigkeiten natürlich ja das wurde allmählich besser so von der Techniker die Technik hat sich natürlich weiterentwickelt aber es wurde auch komplizierter ja ja und dann Kam die große Veränderung in meinem persönlichen Leben ich hab Mir einfach n Mac gekauft Mac das sind die Computer von Apple und ApfelFleger heißt ja nicht umsonst so sondern ich kümmere mich nur um Apple Geräte danke ich hab das Gerät eingerichtet und konfiguriert und ich war stolz wie Oskar weil ich das hingekriegt hab und die Uhr zeigte halb 1 Uhr nachts ja und ich wusste dann nicht wie ich das Ding wieder ausschalten kann ich hab wirklich gedacht super Jürgen läuft der bleibt jetzt wahrscheinlich für immer an ja ja und wenn ich Mir jetzt diese 3 Situationen anschaue den Jungen Jürgen den Studenten Jürgen und mich später Jürgen ja dann wird Mir heute was klar all diese Probleme trage ich heute gelöst in meiner Hosentasche in einem einzigen Gerät und das kann ich sogar einfach hochhalten für die die es sehen können das is n iPhone ja ja da hab ich diese ganzen Sachen die sich da über Jahre entwickelt haben die hab ich da drin gelöst bei Mir ja und was glauben sie eigentlich was braucht man wirklich von so einem Smartphone das können ja auch andere Geräte ich bin nun mal jetzt n iPhone Mensch aber was braucht man wirklich von so nem Gerät meistens sind das doch nur n paar basale Dinge die uns schon weiterhelfen man will telefonieren können mit so nem Ding ne dafür is es ja mal gedacht gewesen man will gerne Nachrichten lesen und auch schreiben können ja man braucht Orientierung man möchte gerne n bisschen mehr wissen was ist denn um mich rum und ich möchte Mir gerne Dinge aufschreiben können das sind die Dinge die ich brauche n kleines Beispiel vielleicht was Mir neulich passiert is ich bin in Duisburg nach Duisburg gefahren und ich weiß nich warum ich war wahrscheinlich irgendwie unaufmerksam ich bin eine Station zu früh ausgestiegen ja ja war schon Duisburg aber trotzdem eine vorhauptbahnhof und es war Menschen leer dort ich hab rechts und links Autos vorbeirauschen gehört und gedacht das kann ja nicht der Bahnhof sein ja und früher wär das ne Katastrophe gewesen da hätte ich überhaupt nicht gewusst was mache ich denn jetzt kein Mensch den ich fragen kann fremd hier nur rasende Autos rechts und links und wie ist es heute mit dem Kasten in meiner Hosentasche ist es nur noch 1 kleines Problem es war 1 Videoanruf mit dem Smartphone und schon war das Problem gelöst bei jemand konnte durch die Kamera gucken und konnte Mir sagen ah du bist bei dem und dem Bahnhof das ist eigentlich he nur 1 ganz kleiner und da steigt sonst keiner Aus und n anderes Beispiel was Mir neulich passiert ist früher musste ich Mir unglaublich viel merken und ich weiß nicht wer hier blind im Raum ist ich kann das nicht sehen aber blinde Kennen das ich hör immer wieder den Satz ihr blinden könnt euch auch unheimlich viel merken genau und wir sind musikalisch unheimlich empathisch und spüren viel mehr als alle anderen wer schon länger blind ist weiß wovon ich da rede und das war natürlich jetzt ironisch gemeint aber tatsächlich ist es so dass viele blinde sich ne ganze Menge merken können das ist schon so dass das ganz gut geht aber das hat natürlich auch n Preis ne insbesondere in der heutigen Welt wo sich so viel so schnell verändert das kostet mich Energie denn Informationen ändern sich oder werden komplett überflüssig ja und dann muss ich sie auf meiner internen Festplatte hier oben wieder löschen und das kostet Energie ja ja und für so etwas gibt es heute die Technik ich schreibe heute Dinge auf oder spreche sie 1 und finde sie auch wieder und mit künstlicher Intelligenz kann ich Mir sogar aufgesprochene Audios in Text umwandeln lassen und hinterher eine To Do Liste draus formen lassen das macht das Ding von alleine oder neulich hat's hat's Mir ne E Mail aus meinen Gedanken gemacht die ich die ich jemandem schreiben wollte an ne offizielle Stelle und da war Mir das ganz lieb dass das so auch offiziell klang viel offizieller als der Ärger den ich darüber im Bauch hatte ja ja und die Folge oder eine Folge davon ist Mein Kopf ist heutzutage freier geworden für das Wesentliche ich muss keine schweren Blindenschrift Schreibmaschinen mehr mit Mir rumschleppen Gott sei Dank jetzt wenn man draußen ist wäre ist das halt schon echt n n n Ding gewesen und ich kann die Notizen am iPhone auch wieder rausholen und lesen sogar während eines Telefonates das ist ne unglaubliche Erleichterung für mich und wenn ich das iPhone gut beherrsche dann hilft es Mir auch noch musikalisch zu werden oder empathisch zu sein oder sonst irgendwie was ich hab nämlich viel mehr freie Zeit und bin wieder entspannter und es gibt eben nicht das was viele bestimmt auch Kennen dürften so dieses peinliche könntest du mal für mich machen kurz stattdessen kann ich mit diesen Geräten ne Selbstständigkeit erreichen in ganz unspektakulären Momenten im Prinzip danke aber für mich bedeuten die trotzdem ganz viel danke und wenn sie jetzt heute 3 Dinge aus meinem Vortrag mitnehmen dann können das vielleicht die folgenden sein sie müssen nicht alles können am Smartphone danke 1 paar wenige Funktionen reichen für den Anfang durchaus Aus und gute Technik schafft Platz im Kopf dafür ist sie gedacht danke ich für mich persönlich trage heutzutage nich einfach n Smartphone bei Mir in der Tasche ich trage Lösungen mit Mir herum für Probleme die mich viele Jahre begleitet haben und genau deshalb geht es am Ende wie ich gesagt hab zu Beginn gar nicht um Technik sondern um Möglichkeiten danke Mein iPhone ersetzt keine Fähigkeiten die ich hab aber es hilft Mir sie wieder zu nutzen es hilft Mir mich zu orientieren es hilft Mir Dinge festzuhalten und manchmal hilft es Mir auch einfach einen Moment entspannter durch den Tag zu gehen und genau darum bin ich der Meinung geht es am Ende beim Thema Technik gar nicht um Technik es geht um Erleichterung im Alltag vielen Dank vielen Dank fürs Zuhören bis zum nächsten mal ja und jetzt sind natürlich noch ist noch bisschen Zeit glaub ich zu für Fragen oder Frau Kampf ganz genau Herr Fleger jetzt können sie loslegen erstmal vielen Dank für den Vortrag ist auch mal 1 ganz anderer Vortrag sonst kenn ich sie immer nur dass sie irgendwelche Tastenkombinationen zeigen darauf hatte ich schon mich schon irgendwie eingestellt aber das war heute mal wo ganz Anders also auch die Angst davor nehmen dass man die Technik benutzt oder das wollten sie rüberbringen genau wollte rüberbringen dass Technik einfach dazu da ist genau dass man wieder Momente erleben kann ja und und nicht nur dass man Tasten Kombis lernen muss sondern man hat wieder Zeit für das Leben ja ja aber trotzdem muss man die Tasten kommen bis er können also ich meine so nicht schlecht aber ganz ohne aber geht es nicht man braucht halt nicht so viele wie wie mit Moment ja hallo ja man braucht nicht so viele wie manche denken es reicht erstmal der Anfang weil viele haben Angst davor ja und lassen es dann weg ja ja aber man kann anfangen und ganz Klein und schon bringt es einem was und wo Fang ich das an wo lern ich das wenn ich jetzt wirklich damit anfange mich darauf jetzt ne Steilvorlage für ApfelFleger ha ha ha natürlich bei Mir ha ha ha ja aber es es gibt ja bundesweit ganz viele Leute die das lernen möchten und aber sie haben recht natürlich bei ihnen klar ich wollte nur so sagen ja genau also es ist schon so dass klar wenn man dabei Unterstützung haben möchte beim lernen aber auch da braucht man keine Angst vor zu haben dann kann man das bei ApfelFleger bekommen und wie gesagt für alle Apple Geräte können sie gerne sie an uns wenden wir haben n stand hier 2 O 18 und dann können wir auch gerne uns noch unterhalten ja darüber bei klar es kann natürlich Hilfen geben beim lernen aber ich möchte erstmal diese Furcht davor nehmen ich kann das gar nich ich bin zu doof dafür hör ich manchmal ja ja kann man ich weiß nicht Business oder kann man sowas auch über Videokonferenzen machen oder online Angebote oder machen sie's oder kann man das darüber lernen es kommt auf das Gerät an ja bei bei den beim iPhone für ganze Einsteiger also die noch gar nix können beim iPhone da geht es leider nicht online weil da muss ich ganz auf die Hand führen um die Gesten zu zeigen und wenn man aber über andere Geräte spricht zum Beispiel das iPad oder den Mac Computer das sind jetzt nicht die Geräte die man in der Regel unterwegs dabei hat aber da kann man das prima online machen ja da Mach ich das auch ganz viel online und die Technik ist so gut geworden das ist überhaupt kein kein Thema mehr ich kann mich dann auch bei Mac zum Beispiel auf das Gerät draufschalten und kann das aus der Ferne dann mitsteuern ja ja genau und beim iPhone wie gesagt da empfiehlt sich schon am Anfang weil ich die fingergästen oft noch wirklich physisch zeige ja hm meine Frage nicht jeder hat ja noch n Apple wie ist das bei den Android Geräten also wenn ich jetzt so 1 habe da muss ich nicht zu ihnen kommen ne dann genau dann kann ich nicht weiterhelfen Android hat natürlich auch mittlerweile die sogenannten Bedienungshilfen so nennen die das auch bei Apple heißt das Bedienungshilfen und die Bedienungshilfen bei Android sind wenns um blinde Menschen geht also die Sprachausgabe nennt sich TalkBack meiner Meinung nach nicht immer noch nicht ausreichend dass es Mir Freude machen würde die zu bedienen und und trotzdem ist es so man kann da durchkommen wenn man das will und man man kann damit zurechtkommen dabei kann ich dann allerdings nicht helfen ja dann frag ich mal jetzt hier in die Runde wer von ihnen hat denn n Apple Gerät und nutzt es auch oh sie würden sich jetzt freuen ihr Herd geht auf Herr Fleger ich spüre es sie spüren es oder genau alles Apple Leute ja ja haben habt haben sie denn noch fragen weil ja das ist es war jetzt n sehr persönlicher Vortrag diesmal dieses Jahr das ist so aus Mir herausgewachsen wir haben im Chat noch n paar Fragen wenn's im Moment gerade hier im im Plenum keine gibt natürlich über über solche Sachen sprechen ja gerne Moment ja und umso mehr wenn ich das von der BG zugesagt bekomme und ich zu ihnen kommen kann und Mir von ihnen 3 Tage zeigen lassen kann wie das weitergeht mit meinem Handy das ist unfassbar was da noch alles zu machen ist ja hervorragend freut mich Glück nach oben gell sehr schön ich hab noch ich hab im Chat noch grade 2 Fragen dann komm ich noch zu ihnen danke ich habe das breitschreiben am iPhone bis heute nicht hinbekommen ich schon hallo ja die Frage oder ist das nur das war die Frage ah das ist nur n Kommentar quasi das war n Kommentar ja also für die die es nicht wissen man es gibt Braillezeile und die besteht ja aus 6 Punkten je nachdem welcher Punkt da ist das bedeutet dann einen Buchstaben je nachdem welche Kombination und jetzt gabs immer die Möglichkeit auf 6 Tasten die nebeneinander waren konnte man tippen und dann erschienen auf Papier hinten die entsprechenden Punkte die man gedrückt hatte so Apple hat dieses System virtualisiert und ich kann eine virtuelle Punktschrift Tastatur einblenden und kann dann damit Blindenschrift schreiben und auf dem Bildschirm erscheint aber ganz normaler Text ganz normale schwarzschrift wie Blinde das nennen und ja das ist gewöhnungsbedürftig wie alles was man was man lernen will aber also das ist hervorragend ich schreib damit schneller als viele sehende Menschen mit ihrem Smartphone mit den Daumen ich bin aber langsamer als die Tochter meiner Partnerin die is 18 und he die Geschwindigkeit da komm ich nich mit mit dem Daumen die is aber auch sehend ja ja okay Herr Fleger noch eine Frage wie kann man mit dem iPhone gleichzeitig telefonieren und Notizen lesen indem man das iPhone dann beim telefonieren vom Ohr wegnimmt in dem Moment schaltet das iPhone standardmäßig zumindest in den Einstellungen wenn das so eingestellt geblieben ist um auf den Lautsprecher und dann spricht Voiceover mit Mir dann höre ich quasi beides das geht das Voiceover ist dann bisschen leiser aber wenn man jetzt keine starke Hörbehinderung hat geht das immer noch gut und dann kann ich mit dem iPhone ganz normal arbeiten ich kann die App schließen in der ich gerade bin das ist dann in der Regel die Telefon App weil weil ich ja telefoniere und dann bin ich auf dem Bildschirm von den mit mit meinen ganz normalen Apps und kann die öffnen und bedienen ich sollte nur keinen 2 Finger Doppeltipp zum diktieren machen weil dann leg ich nämlich auf und das will ich ja in dem Moment nicht das wär schlecht ja genau oder wenn ich Kopfhörer trage dann ist das ganze noch einfacher dann hör ich ja sowieso Voiceover und das Telefonat das geht prima noch eine letzte Frage aus dem Chat und dann komm ich noch mal zu ihnen die ich hab hab sie schon im Blick dass sie sich gemeldet haben ich habe einen Moment ich habe 1 iPhone und habe nur gute Erfahrung damit oh ich benutze Mein Gerät seit 3 Jahren und bin froh dass ich es benutzen kann Samsung gar nicht klar deswegen für mich ist iPhone eine wirklich gute Lösung na also das muss ich noch aus dem Herzen sprechen oder ja natürlich genau genau so jetzt die letzte Frage noch noch eine ich hab noch ne Ergänzung gerade was ich was ich vorhin auch sagen wollte ist ja ich hab hier halt so n so n iPhone jetzt was ich gerade hochhalte ja das ist halt für mich überhaupt nicht mehr Globi klobig und hässlich und so sondern das ist jetzt echt schöne Technik heutzutage die richtig viel kann und genau das wollte ich doch dazu sagen danke in im Sinne dieses Beitrags grade gerne und jetzt noch ne Frage ausm Publikum jawohl Matthias laufer ist Mein Name ich lerne grade Voiceover auf dem iPhone ja und hab aber auch n Apple ja MacBook Air ja wird die Bedienung ähnlich sein über das Pad oder muss ich dafür irgendwelche Tasten wieder lernen ja also die Tasten da werden sie nicht drumrum kommen der Punkt ist man kann die meisten Voiceover Gesten vom iPhone auch auf dem Trackpad verwenden das das das Betriebssystem ist aber wesentlich komplexer als beim iPhone und deswegen brauche ich auch ne komplexere steuerungsmöglichkeit und ja dazu gehören Tastenkombinationen oder wenn man ja wenns n MacBook ist dann bleiben nur Tasten Kombis ansonsten wenn man ne große Tastatur hätte an nem Desktop Gerät dann kann man auch den Nummernblock benutzen anstatt Tastenkombinationen aber ohne das wird es nicht ganz gehen wir hoffen der Vortrag hat ihnen gefallen Mehr Informationen finden Sie unter sightcity.net/F032007. vielen Dank und bis zur nächsten SightCity tschüss