SightCity Forum 2026: „Netzwerk berufliche Teilhabe – arbeitsmarktnah und innovativ", drei Vorträge in einem Mitschnitt
28.08.2026 76 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Drei Vorträge aus dem Block „Netzwerk berufliche Teilhabe" auf der SightCity 2026: Zwei Fachleute aus der beruflichen Rehabilitation diskutieren, ob KI die Grundkompetenzen blinder Anwenderinnen und Anwender überflüssig macht – ihre Antwort fällt deutlich aus. Rainer Brell vom BFW Würzburg zeigt ein NVDA-Add-on, das unzugängliche Programmoberflächen von einer KI beschreiben lässt. Und Jürgen Fischer vom BFW Mainz erklärt, warum Orientierungs- und Mobilitätstraining für blinde Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten über den Praktikumserfolg entscheidet. Aufgezeichnet am 27. Mai 2026.
Vortrag 1: Von Screenreadern zu smarter Unterstützung (00:00:30)
Ein Jahr nach ihrem Vortrag zur digitalen Barrierefreiheit stellen sich die beiden Referenten die Anschlussfrage: Hat KI das Thema erledigt? Vorgestellt wird zunächst, was die einjährige Grundreha überhaupt vermittelt: Brailleschrift, Screenreader-Bedienung (in dem Fall JAWS), Zehnfingerschreiben, Office-Anwendungen, LPF (lebenspraktische Fähigkeiten), Orientierung und Mobilität sowie berufliche Schlüsselqualifikationen. Zielgruppe sind Berufstätige, die nach Erkrankung oder Unfall zurückkehren, sowie Menschen vor einer Umschulung.
KI als Querschnittsthema in der Grundreha (00:07:15)
Offiziell steht KI in Lehrplan und Verfahrensanweisung noch gar nicht – genutzt wird sie trotzdem, von Ausbildenden wie Teilnehmenden, jeder nach eigenem Ermessen. Die Kernfrage: Inselthema oder Querschnittsthema? Die Grundreha ist bereits vollgepackt, und bis Teilnehmende überhaupt eine gewisse Souveränität in den Grundkompetenzen haben, vergehen drei bis sechs Monate.
Wichtige Unterscheidung im Vortrag: KI auf dem Handy als privates Entertainment einerseits – KI als Werkzeug im Job andererseits. Im Beruf geht es um Datenverarbeitung, nicht um Wetterabfragen. Und: Auch die KI-Oberfläche selbst muss barrierefrei sein, sonst nützt das beste Modell nichts.
Ein eigenes Kapitel ist der Datenschutz. Das BFW Halle hat dafür eine KI-Richtlinie für die ganze Firma. Im Unterricht werden zwar keine sensiblen Daten verarbeitet – aber niemand kontrolliert, was Teilnehmende privat hochladen.
Vier Themenfelder: Prompting, Quellen, Datenschutz, Fehlertoleranz (00:15:55)
- Prompting – Je besser die KI mit Informationen gefüttert wird, desto besser das Ergebnis. Konkreter Tipp: der KI eine Rolle geben und sie ausdrücklich auffordern, kritisch zu sein. Sonst geht sie einem „um den Bart" und führt in eine Sackgasse.
- Quellenprüfung – Auch blinde KI-Nutzende müssen Quellen nachverfolgen und prüfen können: Gibt es das überhaupt, oder ist es aus der Luft gegriffen?
- Datenschutz – Nicht nur die Frage, welche Personendaten man hochlädt, sondern auch: Wo läuft die KI, in welchem Land steht der Server?
- Fehlertoleranz – Einschätzen können, ob das Ergebnis plausibel ist, und ein Gespür dafür entwickeln, wann die KI anfängt zu spinnen.
Fazit der beiden: An der Notwendigkeit von Tastatur-, PC- und Screenreader-Beherrschung hat sich nichts geändert – die Anforderungen an die Grundkompetenzen steigen eher.
Praxisbeispiele: Barrierefreies Dokument und Bewerbungstraining (00:23:43)
Das erste Beispiel ist ein Eigentor mit Lerneffekt: Ein KI-Modell erzeugte aus einem nicht barrierefreien PDF ein optisch perfektes Dokument mit Überschriften – nur enthielt es beim Prüfen mit JAWS keine einzige echte Überschriftenformatierung. Erst nach einem präzisen Prompt (Überschriftenformatierung, beschriftete Tabellenkopfzeilen, definierte Listen, ARIA-Labels) kam ein wirklich screenreaderfreundliches Dokument heraus. Ohne Grundkompetenz wäre der Fehler unbemerkt geblieben.
Das zweite Beispiel: Bewerbungstraining mit KI. Wer nur „ich habe mich als Sachbearbeiter beworben" eingibt, bekommt beliebige Fragen. Erst mit dem Link zur Stellenausschreibung und geschwärzten Lebenslaufdaten wird das Training realistisch. Der zweite Referent berichtet von einem Übungsgespräch mit Gemini in der Rolle einer Arbeitgeberin im öffentlichen Dienst – auf die Vorgabe „sei streng" hin bis zu Notfall- und Recovery-Szenarien, mit anschließendem Feedback: fachlich gut, aber zu ausweichend bei konkreten Beispielen.
Empfohlene Werkzeuge aus dem Vortrag: Notebook LM von Google für quellenbasiertes Arbeiten (mit Quellenangabe und Sprung ins Dokument), Moodle in Verbindung mit KI für die Kurserstellung – wobei ausdrücklich nur eigene, verlässliche Quellen hochgeladen werden, sonst kommen etwa Tastenkombinationen für englische Tastatur-Layouts zurück.
Wünsche zum Abschluss: KI als Querschnittsthema fest in den Reha-Verlauf einbauen, Ausbilderinnen und Ausbilder schulen – und Arbeitgeber sollten den Datenschutz nicht als pauschales Ausschlusskriterium vorwegschieben, denn es gibt DSGVO-konforme und offline laufende Modelle. Ausblick: KI-Agenten, die Aufgaben selbstständig im Namen der Nutzenden erledigen.
Vortrag 2: KI als Taststock der digitalen Welt (00:39:30)
Rainer Brell betreut am BFW Würzburg das Projekt NVDA nachhaltig. Er stellt das kostenlose Add-on KI-Assistent Pro vor, das man über den NVDA-Store installiert und mit einem KI-Dienst verbindet (im Beispiel Gemini per API-Schlüssel).
Kurzer Marktüberblick: Gemini von Alphabet/Google, Claude von Anthropic, Copilot von Microsoft, Grok – alles US-Anbieter; in Europa Mistral aus Frankreich als derzeit DSGVO-konforme Option.
[Demo] Gezeigt wird die Praxissoftware THEORG für Physiotherapie-Praxen und Masseure – in Deutschland weit verbreitet, für Screenreader aber praktisch unzugänglich: Tab und Shift-Tab bewegen nichts, die Anmeldemaske meldet nur „Eingabefeld leer". Das Add-on macht ein Foto eines Bildschirmausschnitts, schickt es an die KI und lässt sich zurückbeschreiben, was dort zu sehen ist – inklusive Hinweisen auf unterlegte Buchstaben als Shortcuts und darauf, was in welches Feld gehört. Die Live-Demo scheitert an der Internetverbindung, der Ablauf wird deshalb verbal erläutert.
Wichtige Einordnung des Referenten: Das ist ein Workaround, um über eine Barriere hinwegzukommen – kein Weg, dauerhaft mit einem Programm zu arbeiten. Dafür ist die KI nicht geeignet und sollte nicht zum Einsatz kommen.
Zweites Beispiel: die Beschreibung eines YouTube-Musikvideos von Udo Lindenberg, Szene für Szene, mit der Möglichkeit von Folgefragen (bis hin zum Automodell und dessen PS-Zahl). Übertragen auf den Arbeitskontext: Erklärvideos, Imagefilme, E-Learning-Inhalte. Weitere Funktionen des Add-ons: Spracheingabe zu Text, Transkription von Audio-Mitschnitten (etwa Meetings), Übersetzung, Bilderkennung und die Erklärung von PDF-Dokumenten – im Beispiel ein Organigramm der Stadt Würzburg, dessen Zuordnungen die KI sauber auflöste.
Vertiefung: Podcast NVDA HAWAI („Hilfsbereite Anwender werden andere intensiv informieren") – dort ist das Add-on ausführlich in zwei Stunden vorgestellt, mit Links in den Shownotes.
Vortrag 3: Orientierungs- und Mobilitätstraining (00:55:32)
Jürgen Fischer ist seit gut 30 Jahren Lehrkraft am BFW Mainz, wo behinderte und nicht behinderte Menschen seit über 60 Jahren gemeinsam Ausbildungen im Gesundheitsbereich absolvieren, und führt Orientierungs- und Mobilitätstrainings durch.
Drei Fachbegriffe erklärt er vorab: Leitlinie (tastbare Bodenstrukturen, auch eine Hauswand oder eine Bordsteinkante), markante Stelle (Litfaßsäule, Brunnen, Ampel mit Signalton) und innere Landkarte (mentales Bild einer räumlichen Situation).
Im Interview berichtet ein blinder Auszubildender in der Physiotherapie: Mobilitätstraining gab es zu Beginn der Ausbildung und noch einmal vor dem Praktikum. Entscheidend für ihn ist die mentale Karte im Kopf – dadurch konnte er sich sicherer und selbstständiger bewegen und musste im Praktikum nicht damit beschäftigt sein, wo er hinmuss. Er nutzt eine Mischung aus Leitlinien, Gehör und taktiler Wahrnehmung über Füße und Langstock. Sein Fazit: Ohne Mobilitätstraining wäre es nicht gelaufen – im Praktikum bekam er schon in den ersten Tagen viel Lob für seine Orientierung.
Herausforderungen in Kliniken und Praxen – und Fazit (01:07:59)
Was den Klinikalltag für blinde Therapeutinnen und Therapeuten schwierig macht:
- Komplexe Raumstrukturen – gewachsene Bauten mit uneinheitlichen Anbauten, die Physiotherapie oft im Keller mit ganz anders gestalteten Gängen
- Wechselnde Einsatzorte – Chirurgie, Orthopädie, Gynäkologie, Ambulanz, wechselnde Behandlungskabinen und Patientenzimmer
- Menschen unterwegs – Personal und Patienten, wobei die Rücksichtnahme beim Therapeuten liegt, nicht bei den Patienten
- Bewegte Gegenstände – Visitenwagen, Hygienewagen, Lagerungsmaterial, Rollatoren stehen jeden Tag woanders
- Geräuschkulisse – Störgeräusche machen die akustische Orientierung unzuverlässig
- Zeitdruck – Zwanzig-Minuten-Takte, Gespräche mit Arzt und Pflegepersonal, gleichzeitige Patientenversorgung
- Gleichzeitige Kommunikation – im Kontakt bleiben, Platz machen und sich trotzdem weiter orientieren
Daraus folgen die Anforderungen an das Mobilitätstraining: Strategien zur Raumerkundung liefern, den Aufbau der inneren Vorstellung unterstützen und Sicherheit für die konkreten Wege schaffen. Fazit: Orientierungs- und Mobilitätstraining ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung und Berufsausübung, fördert Selbstvertrauen und Eigenständigkeit und verbessert die berufliche Handlungskompetenz.
Kontakt und Links
Kontakt und Links
- Podcast NVDA HAWAI (Projekt NVDA nachhaltig, BFW Würzburg)
- BFW Mainz – integrative Ausbildungen im Gesundheitsbereich
- Vortragsseite: https://sightcity.net/F031006
- SightCity: https://sightcity.net
Über die SightCity
Die SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net
SightCity Kontakt (Allgemein)
E-Mail: info@sightcity.net
Website: https://www.sightcity.net
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Transkript
Mitschnitt des SightCity Forums vom 27.05.2026
hierbei handelt es sich um drei Vorträge aus dem Block
Netzwerk berufliche Teilhabe
arbeitsmarktnah und innovativ
zum Titel der einzelnen Vorträge
hören Sie immer eine Zwischenansage
Thema: Von Screenreadern zu smarter Unterstützung
was kann KI wirklich
leisten und wo braucht es weiterhin Grundkompetenzen
Referent Frank Tebe
viel Spaß mit dem Vortrag
hallo hallo Frank
wir unterhalten uns jetzt oh das ist n bisschen
ja ja
genau ein Jahr ist es her
da haben wir
fast an der gleichen Stelle fast zur gleichen Zeit
hier gesessen
allerdings am Freitag war das glaube ich
hatten auch schon nen netten Vortrag über viel Technik
über sehr viel Technik halt und
irgendwie fragen wir uns heute noch ist der Vortrag
vom letzten Jahr eigentlich hinfällig
weil das Thema KI ist ja in aller Munde
letztes Jahr haben wir noch uns die Frage
gestellt digitale Barrierefreiheit alles ganz einfach
da haben wir versucht ja diese Frage zu beantworten
anhand von ein paar Beispielen und heute
stehen wir hier von
Screenreadern zu smarter Unterstützung heißt es so schön
war jemand von euch letztes Jahr
bei unserem Vortrag
zufällig dabei wo es in Barrierefreiheit ging
wahrscheinlich nicht
Barrierefreiheit ist ja eine echte
Herausforderung da ging es also um digitale
Barrierefreiheit ja
und der letzte Vortrag alles ganz einfach als
Fragezeichen war natürlich so n bisschen ironisch
gemeint und wir haben damals gezeigt
so einfach ist es eigentlich nicht ja
und jetzt hat uns das Jahr fast so überholt ja
und jetzt merken wir auf einmal Mensch KI
macht das jetzt eigentlich dieses ganze Thema
digitale Barrierefreiheit überflüssig
muss ich jetzt auf einmal
mich da überhaupt nicht mehr drum kümmern
brauch ich vielleicht nicht mal mehr
einen Screenreader bedienen können und
ja wie ist das mit der KI
also die KI war im letzten Jahr also bei mir
so weit weg also mir gings eigentlich darum
so n bisschen die Strukturen
die Grundkompetenzen zu vermitteln
damit wir überhaupt digitale Barrierefreiheit
gewährleisten können darum ging es ja
so und heute kann man sich fragen hat sich das erledigt
löst die KI das alles von allein
und die Frage stellen wir uns heute eigentlich genau und
kleiner Spoiler
mit der Barrierefreiheit da kann die KI
schon helfen aber es
geht ja auch um die Grundkompetenzen
und dann sind wir ja ganz schnell bei dem Thema
Grundrehabilitation
sagt Ihnen sicher was
und du machst so was für das Berufsförderungswerk
Düren
was läuft in der Grundreha ab damit wir uns erst mal
bringen uns mal auf den gleichen Stand
und dann gucken wir in Richtung KI
also das Ziel ist ja die Selbstständigkeit in
in der Ausbildung im Beruf und im
Alltag letztendlich also für Blinde und hochgradig
Sehbehinderte
Menschen halt
und unsere Zielgruppe sind natürlich berufstätige
die nach Erkrankung oder Unfall in ihrem Beruf
zurückkehren wollen
so wie Menschen vor einer
vor einer Umschulung halt
und welche Inhalte vermitteln wir da
na das ist natürlich Brailleschrift
die Screenreader-Bedienung
also eigentlich
explizit JAWS jetzt in diesem Falle Zehnfingerschreiben
das Office
Programm die ganzen Anwendungen die eigentlich im
alltäglichen Workflow im Job uns da begegnen
was haben wir noch mehr
LPF natürlich lebenspraktische
Fertigkeiten und Fähigkeiten Orientierung und Mobilität
und auch der Ausbau beruflicher schlüsselqualifikationen
so das ist bei uns das Thema oder
sind die Themen in der Grundreha
das hört sich aber nach ner Menge an also
die dauert wie lange ein Jahr ein Jahr
ja so ist das bei uns auch und ich denke mal ich
ich guck jetzt mal in
in Richtung Jürgen so ist das sicher auch in in
Würzburg ja dass die Grundreha ein Jahr dauert
ist vollgestopft mit mit viel
Stoff und vielen Dingen die man da lernen muss und ich
hab bei uns in Halle
tatsächlich auch manchmal die Erfahrung gemacht
dass Leute gerade so in den 1.
zwei, drei Monaten
auch ein bisschen Angst haben Mensch ich schaffe das jetzt
ja auch nicht mir
läuft die Zeit davon ich krieg das ja auch nicht mehr hin
wenn ich mir jetzt vorstelle dass wir da jetzt noch mit KI
reinhauen ist das nicht noch was zusätzliches
schafft ihr das mit im Unterricht wie
knuspert ihr das da
es ist ja im Lehrplan oder in der in der
verfahrensanweisung oder in der in der
verlaufsbeschreibung ist es ja noch gar nicht vorgesehen
letztendlich aber trotzdem ist KI
mittlerweile alltäglich und Sehende nutzen es
als Tool als Werkzeug letztendlich
und warum sollen seheingeschränkte oder blinde
Menschen das nicht auch nutzen können halt
aber es bedarf ja auch einer gewissen Technik
halt genauso wie ich lernen muss mit dem Screen
mit dem umzugehen
muss ich auch lernen mit der KI umzugehen letztendlich
also ich kann ja nicht sagen bitte KI
löst mir das Problem
jetzt mal hier und mach mir das Dokument barrierefrei
sondern die KI will auch schon explizit wissen
ja was sie zu tun hat
und dann bring ich ja
nachher noch ein, zwei Beispiele
an in den Vorführeffekt hatten wir
eine Vorbereitung unseres Gespräch
auf unser Gespräch hier
und deswegen
stellt sich die Frage
bedarf es eigentlich noch der Grundkompetenzen
oder können wir der KI einfach sagen
lösen wir das Problem mach es barrierefrei als solches
und wenn wir immer sagen die KI ja das
hört sich so an als ob das sozusagen eine Sache ist
die man jetzt bedienen lernen muss so wie ein Word
oder sowas ja
dabei ist das ja und das wissen glaub ich die meisten
hier ne ganz ganz
vielschichtige vielfältige Sache
und da muss man ja auch mal sagen
und dann sind wir schon wieder bei dem Thema
Barrierefreiheit auch der Oberfläche
also ich muss ja auch die KI
erst mal barrierefrei die muss mir barrierefrei
angeboten werden damit ich sie überhaupt bedienen kann ja
das heißt also auch da muss man
ja sicher auswählen in der Grundrehabilitation
auch als Ausbilder
was mach ich da wo welche KI
benutze ich wie bediene ich die und so weiter und so fort
also ich kann mir vorstellen dass das schon
auf der einen Seite n
n zusätzlicher Stoff ist den ich vermittle ja aber
vielleicht Holt man
ja auch wieder
so n bisschen Zeit rein weil die KI da ist ja das
das I steht ja für Intelligenz
und wie ist das Mikro ich weiß nicht hört ihr mich
ja gut ich hör mich ja so immer mal so abgehakt irgendwie
wenn ihr mich hört dann ist das in Ordnung ja
ja ja also
die diese Oberflächen sind auch nicht so einfach
also ich kann mir
vorstellen die muss man auch trainieren ja dann im
in der Grundreha zum Beispiel
ja ja immer die grundsätzliche Frage stellt sich ja
wie wie behandeln wir das Thema
behandeln wir das als Inselthema
und ne als richtiges eigenständiges Fach
oder als Querschnittsthema das heißt als
zum Beispiel jetzt
in der Grundreha
als Lernbegleitung die KI als Lernbegleitung
so da könnte man natürlich sich jetzt fragen
jetzt noch mehr Stoff halt ne also
weil die Grundreha ist schon ziemlich
vollgepackt auch wenn wir 12 Monate Zeit haben
ne bevor überhaupt die Grundreha greift
vergehen drei bis sechs Monate bis der Teilnehmende
ne gewisse
Souveränität im Umgang der Grundkompetenzen
überhaupt gewonnen hat
so und da kann man sich die Frage stellen
packen wir das jetzt noch extra mit rein
ne auch wenn es n Querschnittsthema ist aber das
der Stoff wird ja immer immer umfangreicher
das heißt die Grundreha wird ja immer vollgepackter
was fällt denn jetzt da hinten rüber
und die Frage
haben wir uns ja gestellt und das versuchen wir jetzt hier
auch bisschen zu erläutern
vielleicht muss man da auch noch mal unterscheiden zwischen
KI die wir zum Beispiel aufm Handy nutzen ja also
zum Beispiel
sagt es keinem weiter wenn ich Auto fahre und müde bin
dann mache ich manchmal Gemini an und sage der
das Handy liegt auf dem Beifahrersitz das läuft alles mit Freisprech
also ich bin immer im
juristisch sicheren Bereich
aber ich sage zu Gemini sowas wie
ach ich fahr grad mit dem Auto und ich bin müde
ich ich brauch jetzt irgendeinen zum quatschen und dann
können können wir da ein Gespräch führen wir können vielleicht
kann ich da fragen ich möchte zur SightCity
erzähl mir doch mal welche Stände
da für mich alles interessant sein könnten
ich arbeite im Berufsförderungswerk dann würde
die mir das die ganze Zeit erzählen
und ich könnte
mir das vielleicht merken oder nicht und das ist so
mehr so schnodderig auf der privaten Ebene
die Berufsförderungswerk machen
auch berufliche Rehabilitation
und das ist jetzt mal ne andere Nummer
ja mir nützt es jetzt überhaupt nichts wenn ich als
Teilnehmer oder rehabilitantin oder rehabilitant bei uns
sage ja ich kann ja mit Gemini mir
das Wetter vorhersagen lassen oder irgendwas
ich muss es ja am Ende im Job nutzen
und das ist ja eigentlich
das was dann auch die Leute bei uns
mit erlernen müssen und die müssen da eben die vor
und Nachteile und eben auch die die
Skills und die und die Wege wie wie komm ich zum Ergebnis
was nützt im Job hab ich immer sowas wie Daten die ich
hin und her schieben muss ich muss was
in der Datenbank machen
muss Daten auswerten et cetera
und ich ich glaube so geht ja
ja sicher auch in der Grundreha ran
das da quatschen ja nicht alle durcheinander
mit ihrem Handy
wenn KI dann nicht als als Entertainment sondern
wirklich als Tool als Hilfsmittel genau letztendlich
ich mein worum geht es in dem Job so was
was hab ich zu tun das heißt ich muss
ich meine was macht JAWS
JAWS liest Informationen aus so ich bekomme sie
ich meine dafür
muss natürlich auch ne gewisse Voraussetzung da sein dass
JAWS oder der Screenreader
allgemein dass ich mich da gut durch navigieren kann
dass ich ne Struktur habe das is ja genau das Ding weil
und der Sehende sieht
ein gut strukturiertes Dokument
mit Überschriften die groß sind
die einen gewissen Absatzabstand haben und so weiter
mit Aufzählung und Listen das is ja ne visuelle Struktur
die haben wir Blinden ja eben nicht
das heißt wir müssen ja
gucken dass wir
dass wir diese Struktur
uns visualisieren obwohl wir sie nicht sehen halt
und darauf kommt's ja an und das war ja das Thema
im letzten Jahr diese
unsichtbare Struktur
die wir durch den Screenreader ja letztendlich
klarmachen können halt so und die KI
hilft uns ja diese Informationen
auszulesen zusammenzufassen
so aber dann geht's
ja im Job auch weiter ich muss ja nicht nur Informationen
auslesen ich muss sie auch verarbeiten können
das heißt ich muss Daten verarbeiten
ne wenn wir schon von EDV
arbeiten oder Workflow sprechen das heißt elektronische
Datenverarbeitung
und nicht nur die Information aufnehmen
so und da wie kann denn da die KI als Hilfsmittel
zum tragen kommen diese Frage stellen wir uns ja genau
und ihr nutzt das als Lernbegleitung sag ich jetzt mal
wir offiziell nutzen wir das noch gar nicht
im Moment nutze ich als Ausbilder das ja weil es mir hilft
halt ne wenn es
darum geht zum Beispiel
Dokumente barrierefrei aufzuarbeiten
also wir setzen es zum Beispiel ein
da ich auch als Vermittlungsfachkraft unterwegs bin
und wir trainieren
natürlich auch
wenn wir in der Bewerbungsphase sind wenn's darum geht
n Vorstellungsgespräch zu führen ich hab Teilnehmer
die haben seit 30 Jahren
kein Vorstellungsgespräch mehr geführt
so das üben wir natürlich
aber die wollen sich auch gerne zu Hause vorbereiten
und haben zum Beispiel auch ein Vorstellungsgespräch
mittels ChatGPT
Gemini und Co geübt
so ne und hat auch gleich n Feedback bekommen wohlgemerkt
ne also
da setzen wir es ein und das ist ja auch das Thema heute
dass wir es offiziell auch einsetzen dass wir
das auch wirklich zum Thema machen im Moment nutzt jeder
das als Tool nach seinem Ermessen
und das ist glaube ich ganz wichtig
und das hat vor und Nachteile
also ich glaube wir müssen alle
wir sind alle in so ner Situation
wir müssen auch n bisschen spielen dürfen damit
wir müssen das
alle erstmal kennenlernen wir müssen uns daran gewöhnen
und auch der der Ausbilder die Ausbilderin
die wir stehen ja alle vor
von neuen Herausforderungen da auf der anderen Seite
ist das natürlich auch nicht ganz ungefährlich
muss man auch klipp und klar sagen wir haben
BFW Halle wir haben zum Beispiel ne
tatsächlich eine KI-Richtlinie für die ganze Firma
da gibt es natürlich im Unterricht schon
besondere Situation
dass man sagt okay
im Unterricht da werden
in der Regel keine sensiblen Daten also
keine Daten die datenschutzrelevant sind verarbeitet aber
wenn ich jetzt das natürlich mit Allen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern mache
wer sagt denn mir also
dass die das nicht
einfach von sich aus machen und Sachen hochladen in die KI
wo wir sagen würd ich lieber nicht machen
das heißt also bei der KI
wir spielen ja
aber ab einem bestimmten Punkt sage ich
muss man sich auch
über die gefahren bewusst sein man muss also wissen
und auch auseinanderhalten was macht Copilot
was machen
meinetwegen ich weiß ihr nutzt
Moodle auch mit in in Verbindung mit KI
ja was machen die Sprachassistenten und so weiter also und
wie bewege
ich mich so dass ich auch
rechtssicher bin nicht dass ich auf einmal
sage ich sitz hier in der Klasse
mit Lieschen Müller Fritzchen Schulze und
Peter Schnickenfittich wir
alle sind blind und wir machen hier ne berufliche Reha
schwupp bin ich schon mit einem Bein
na ja ich will jetzt nicht sagen im Knast
aber auf jeden Fall
in der in der datenschutzfalle ja
das heißt also
an der Stelle Obacht
man muss aber die Technik auch irgendwann
halbwegs beherrschen und entsprechend auch kanalisieren ja
ja
die KI als als Querschnittsthema in der beruflichen Reha ja
du sagst immer die ist schon da
die KI ihr müsst sie nur noch nutzen oder sowas in der Art
ja und dann fragt man sich wie binde ich die KI
auch wirklich strukturell ins Konzept ein
letztendlich ne und was passiert wenn wirs nicht tun
so ne ich mein die KI ist ja bereits da
ja das heißt immer schön KI KI
letztendlich sind es die wir nutzen das sind Sprachmodelle
also die Large Language Models so
ne und wenn die
sich da ihre Antworten zurecht
bastelt aus irgendwelchen Tokens
und und aus dem Kontext heraus
das klappt ja alles wunderbar und erkennt auch
Text in in einem
Dokument wo gar kein Text enthalten ist sondern nur Bilder
teilweise oder in der Regel auch besser als irgendwelche
OCR-Anwendungen
sag ich mal die nur
zeilenweise irgendwie die Texterkennung haben
fasst die KI
sämtliche Informationen zusammen und zwar nach meinem
nach meinem Bedürfnis
also ich sage fasse mir dies und jenes zusammen
ne und da muss man sich jetzt mal die Frage stellen
ja die KI ist bereits da
teilnehme teilnehmende nutzen sie ja auch
aber auf privater
Ebene die holen sich dann den eigenen Account
ne und versuchen damit zu üben und wenn es
dann heißt es ja ich habe hier mal ein Bewerbungsschreiben
aufgesetzt hab ich mit KI gemacht
so dann Kam da natürlich dann ne Bewerbung raus die
eigentlich am Job-Ziel vorbeigeschossen ist
weil er auch dementsprechend nicht die
entsprechenden Informationen der KI mitgeteilt hat
um ne wirklich
auf die Stellenausschreibung wirklich konzipierte
Bewerbung auszugeben
halt ja und da gibt es im Prinzip
vier große Themenfelder auf die man achten muss
ja und die wir natürlich auch in der
Grundrehabilitation
vermitteln und wo wir auch unsere Leute da sensibilisieren
das 1. und das habt ihr sicher auch schon mal gehört
dieses Wort ist glaub ich auch neu mehr oder weniger
eingezogen mit der KI das Prompting
also einen Prompt schreiben
das heißt also je besser ihr die
KI mit Informationen füttert je besser ihr
ihr sagt was ihr von ihr erwartet
desto besser ist auch das Ergebnis
das ist der 1.
ganz wichtige Punkt den man immer beachten muss
also ihr müsst auch die KI
zum Beispiel in
in eine Rolle versetzen das kann man im
prompt machen also sowas wie zum Beispiel
dass man ihr auch sagt sei kritisch
ansonsten sagt ihr immer ah eine sehr gute Idee
und wird euch immer um den Bart
gehen und ihr habt das Gefühl ihr macht alles richtig
aber das führt euch unter Umständen auch in ne Sackgasse
und da muss man eben
der KI sagen sei kritisch sei ausführlich
begib dich in die Rolle einer Agentur
eines Arbeitgebers
eines weiß nicht was das ist das Erste das Prompting
ja die zweite Geschichte ist die Quellenprüfung
es gibt ganz verschiedene KI Produkte
und die geben euch die hauen euch irgendwas raus
und wenn ihr das weiter
verarbeiten wollt müsst ihr auf jeden Fall ja wissen
wo kommt das eigentlich her
das heißt auch der blinde
KI Benutzer muss irgendwo in der Lage sein
ne Quelle nachzuverfolgen zu prüfen und zu gucken
gibt's das überhaupt
oder ist das einfach aus der Luft gegriffen ja
der dritte Punkt
den hatte ich schon erwähnt eigentlich das ist der
Datenschutz das ist das was dann auch am Ende
justiziabel sein kann wenn man da
grobe Fehler macht
und das ist wirklich nicht
wie soll ich sagen
ja
das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen
also Datenschutz
gerade hier in Europa und bei uns ganz wichtig
und damit meine ich jetzt gar nicht nur dass ich nicht
irgendwelche Personen
Daten hochlade da ist schon die Frage
wo wird denn die KI
wo wo läuft denn die auf welchem in welchem
Server wo steht der Server in welchem Land
ja und wenn ich ebend als Firma irgendwo was mache
dann möchte ich unter Umständen nicht
dass meine Daten in USA
verarbeitet werden sondern ebend irgendwo in Europa
das ist Datenschutz
und als letzter auf
der vierte große Punkt auf den man dann auch achten muss
ist ebend auch einzuschätzen
ist das was die KI
da jetzt sagt auch plausibel also die Fehlertoleranz
ich darf ihr also nicht alles abnehmen
ich darf nicht glauben
bloß weil da ja künstliche Intelligenz dran steht dann weiß
die alles und ich nehm das alles so unkontrolliert hin
das heißt also
auch da muss man lernen auch als
Teilnehmerin oder Teilnehmer bei uns und bei euch
sicher auch wie kann ich
wie wie merke ich
oder wie entwickle ich auch ein Gespür dafür
wann die KI anfängt zu spinnen die vier Dinge sind alle
für sich so vier große Parts ja also
da schließt sich der Kreis
auch wieder ne wie kann ich denn die Fehlertoleranz
da auch minimieren
letztendlich so da sind wir ja wieder beim Prompting
wenn ich der KI nicht explizit sage
wenn du dir nicht sicher bist
dann gib auch kein Ergebnis aus dann sag's mir lieber
anstatt hier so rumzuraten und aus dem Content
aus irgendwelchen Token mir dann eine Antwort zu geben
und deswegen
wie wichtig es ist mit diesem Tool umzugehen
halt ne ich mein auch die Eingabe
wie bei Google früher wie war es
wenn ich n vernünftiges
Suchergebnis haben will ja dann heißt es ne such mir bitte
keine Ahnung ein Pizzaladen in Hamburg
so dann hab ich erstmal
irgendwie gefühlt 10.000 Ergebnisse halt
wenn ich aber sagen will ne
such mir bitte ein Pizzaladen in unmittelbarer Nähe von
mit dem und dem Angebot
und haben die zufällig auch noch n
Lieferdienst dann hab ich doch viel eher das Ergebnis
als wenn ich sage ich durchwühle erstmal 10.000 Ergebnisse
so das ist ein
ein spannendes Thema weil auch
die klassische Google Suche will gelernt sein
ne viele kennen die Google Suchparameter als
Beispiel gar nicht das heißt
ich möchte jetzt verschiedene Produkte haben schließe
aber die und die Marke aus
das kann man ja mit den Suchparametern machen
ne oder such nur auf dieser einen Webseite
mir das und das raus
so das wissen die wenigsten halt
und genauso muss ich ja mit der
KI auch umgehen weil sie mir ja auch Ergebnisse ausspuckt
das hat
aber auch eine gewisse Anforderung an die Ausbilderinnen ja
auf jeden Fall
ich meine man muss mal eins sagen die Grundreha das ist eh schon
kein leichtes Ding ja also
die Ausbilder
es gibt auch keinen Ausbilder
der sich nicht mit
JAWS auskennt und Grundreha macht insofern wenn jemand
gibt es
nein bei uns nicht okay bei uns natürlich auch nicht ja
ja ich bringe mich ja jetzt nicht aus dem Konzept
bei uns sind alle Top
nein natürlich es ist
sie wissen selber wenn jemand neu anfängt
zum Beispiel ne Ausbilderin die braucht schon ne Weile um
um sich da einzufuchsen
aber bei der KI
ist es das gleiche ja alleine die
paar Sachen die wir jetzt gesagt
haben wenn ich das alles noch umsetze in
in Verbindung mit dem Screenreader
immer nachher vielleicht auch noch n bisschen was
das ist schon eine Hausnummer
und da müssen
natürlich unsere Ausbilderinnen sich auch dolle vorbereiten
deshalb ist das schon
ein dickes Brett was man da bohrt ja
ja und das heißt auch die Ausbildenden
ja
die müssen sich da mit dem Thema beschäftigen
halt so und dann stellt man sich ja die Frage
so wie ist es denn jetzt mit den Grundkompetenzen bestellt
so brauch ich sie alle noch
die ich in der Grundreha vermittelt bekomme
sind sie eigentlich in der
in der ganzen Fülle noch notwendig
um mittels KI meine Ergebnisse zu bekommen
und na ja das ist ja
vorhin hab ich ja schon mal so bisschen angedeutet es gibt
n Unterschied zwischen
privat privater Nutzung und professioneller Nutzung ja
und und da muss man einfach so sagen
wenn ich jetzt und das mach ich ja im Berufsalltag
natürlich muss ich
meinen Screenreader beherrschen um eine Applikation
zum Beispiel zu bedienen
natürlich muss ich den
Screenreader beherrschen um auch eine KI-
Applikation zu bedienen
natürlich muss ich das alles beherrschen
um zum Beispiel Daten in eine KI
reinzuladen und das Ergebnis auch wieder abzuholen
und die Daten dann weiter zu verarbeiten die KI
ist eigentlich aus meiner Sicht nur wie so ein
vielleicht wie so n wie so
wie so eine Assistenzkraft die was entgegennimmt verarbeitet
und mir in einer schöneren Form wiedergibt aber ich komm
nicht umhin
das dann selber zu verinnerlichen zu lesen und weiter zu
verarbeiten das heißt also
eigentlich hat sich aus meiner Sicht an
der Notwendigkeit der
Grundkompetenzen
sprich Tastaturbeherrschung PC-Beherrschung
Screenreader-Beherrschung oder von mir aus
auch Großbildausgabe Sprachausgabe und solche Dinge
hat sich eigentlich überhaupt nicht geändert
vielleicht ist es sogar
eher so dass die Anforderung noch gestiegen ist
so sehe ich das nämlich also die Anforderungen
an den Grundkompetenzen die wir in der
Grundreha vermittelt bekommen
die werden steigen ja
und nicht wie es heißt
ja die KI das hört man ja oft von Teilnehmenden oh die KI
löst das für mich ich hab das mit KI
gemacht und dieses und jenes
so das Ergebnis ist auch dann da
es sind Informationen da
aber sie sind halt nicht professionell
halt und deswegen glaub ich auch gerade um die KI
zu bedienen und um
auch das Ergebnis zu überprüfen letztendlich
da bedarf es ja auch an
gewissen Kompetenzen halt
hast du da Fallbeispiele mal so was bei euch
oder was du vielleicht auch selber schon
erlebt hast
wir sind ja nicht ganz unvorbereitet hier reingegangen
so und dann hab ich ja hab ich
dir voller Stolz ein KI-Modell vorgestellt
oh ich habe ein Modell gefunden da
lädst du einfach jetzt n nicht barrierefreies Dokument hoch
also keine keine Überschriften nichts
reiner Text war sogar noch als Bild im PDF
und hochgeladen
und dann hat er mir was Schönes ausgegeben
unser Gesprächsleitfaden wunderbar
mit Überschriften alles und dann habe ich dir doch voller
hab ich dir doch erzählt oh guck mal hier der
schmeißt mir alles barriere- oder screenreaderfreundlich
aus
sagen wir es mal so vorsichtig ich habe mich noch nichts
zu sagen getraut
bitte ja okay ich habe mich da nichts zu sagen getraut weil
weil es nicht screenreaderfreundlich war
es war
es war wunderbar visuell mit Überschriften alles oh ne
sah auch eigentlich nach
Überschriftenformatierung aus also nach einer schönen
Absatzformatierung
und dann gehe ich da mit JAWS drüber und merke
hm keine Überschriften im Dokument vorhanden
ja warum denn nicht ja weil ich
weil ich der KI nicht gesagt habe bitte gib mir ein
screenreaderfreundliches Dokument
mit einer sauberen Überschriftenformatierung
bitte beschrifte mir die Tabellenkopfzeilen
bitte mach eine schöne Aufzählung
am besten noch mit ner definierten Liste
die noch einen Namen hat mit ARIA-Labels und und und
so erst dann hat sie mir ein
screenreaderfreundliches Dokument zum Download
angeboten und das passte dann halt auch also selbst ich
der sich mit diversen Modellen beschäftigt ne
die mir die Arbeit erleichtern sollen damit ich
screenreaderfreundliche Dokumente
auch weitergeben und weiterleiten kann habe einen Fehler
gemacht indem ich der KI
nicht sauber gesagt habe
mach das mal bitte
also das war der
der Vorführeffekt der hängt mir heute noch hinterher
und du hättest es nicht rausgekriegt wenn du nicht
den Screenreader
bedienen könntest
könntest oder beziehungsweise wenn du nicht wüsstest
auf was kommt's bei barrierefreien Dokumenten an
also die Grundkompetenz sozusagen die du natürlich hast
hat dir an und für sich
an der Stelle geholfen um zu merken oh da stimmt noch was
nicht ganz genau
ganz genau und darum
bedarf es eben weiterhin an diesen Grundkompetenzen
und ich glaube sogar noch ein bisschen mehr als sonst
du hattest vorhin noch so ein Beispiel erwähnt das würde
mich noch mal genauer interessieren und zwar
das mit dem Vorstellungsgespräch
kannst du dann noch sagen wie ihr das einbaut
weil das ist ich muss mal sagen im
Berufsbildungswerk ne das ist immer ein Thema
Vorstellungsgespräch
Bewerbungstraining
das ist das A und O
und da nutzen wir
da freue ich mich über jede Hilfe
sage ich jetzt mal die wir kriegen können
die wir bekommen können und wenn du das mit KI
machst da bin ich jetzt gespannt
ja was braucht die KI um mich vernünftig ausfragen zu können
so das heißt die KI
stellt mir ja fragen wie beim Vorstellungsgespräch
ich bin auch bei diversen
Vorstellungsgesprächen
dabei weil immer Fragen zu irgendwelchen
Hilfsmittel aufkommen und so weiter und dann kennt man halt
auch die Fragen
und was braucht die KI
so und dann kommen dann
Teilnehmer an die dann privat mit ihrem privaten Account
oh ich hab hier mich schon vorbereitet auf
das Vorstellungsgespräch
dann hab ich gefragt
ja welche Informationen hast du ihr denn gegeben
so damit sie auch genau
ne speziell auf die Stellenausschreibung spezifische Fragen
stellen kann so ich hab gesagt
ich hab mich als Sachbearbeiter beworben so da und da
mehr nicht was für Fragen könnten da auf mich zukommen
also so weit hergeholt irgendwie und ich muss sie
füttern das heißt ich habe hier erst mal die Webseite mit meiner
Stellenausschreibung die ist ja öffentlich
hab ihr den Link gegeben
so guck dir mal bitte die Stellenausschreibung an ja KI
ne und
meiner Freundin ChatGPT sage mal meine Freundin ChatGPT
aber die hab ich
mittlerweile abgesägt weil ich einen neuen Freund gefunden habe
und
und dann hat sie sich erstmal
die Stellenausschreibung angeguckt so so dann braucht
natürlich die KI auch die Lebenslaufdaten von dem Bewerber
so ich habe Mittel und Wege mit Acrobat Pro
das auch zu schwärzen
dass die Informationen
auch für die aus dem Dokument raus sind
aber der Teilnehmer nicht wenn er
dann n wortdokument hat dann möge er seinen Namen bitte
daraus löschen
und dann hab ich nur die Lebenslaufdaten letztendlich
auch die mit hochgeladen
da könnt ich ja jetzt mein
der KI Fragen
kennen Sie Max Mustermann
wahrscheinlich kommt er
da die ganzen Teilnehmer ja wahrscheinlich
übrigens das mit den Bewerbungen
du hattest mir das ja schon im Vorfeld gesagt
ich hab das mal selbst probiert
auch mit eurem Auto Sie können es sich vorstellen Langeweile
meine Freundin heißt Gemini
und ich hab die dann gefragt und
und hab zu der gesagt pass auf du bist eine
Arbeitgeberin
Arbeitgeberin im öffentlichen Dienst und ihr schreibt eine IT-
Stelle aus ich komme selber ursprünglich aus der IT
und und dann hab ich gesagt und sei
streng mit mir im Bewerbungsgespräch
und dann hat die losgelegt und hat mit mir
Bewerbungsgespräch geführt das ging
richtig ans Eingemachte das ging soweit dass die von mir
so sagen wir mal Notfall-Szenarien solche
Recovery-Szenarien
abgefragt hat was stellen sie sich vor
die Server fallen aus was würden Sie tun und so ja
und irgendwann hat die dann gesagt
wie haben sie dann früher reagiert
da in so ner Situation
und da hab ich und ich hatte
dann langsam die Lust
verloren weil die hat mich
genervt muss ich ehrlich sagen die hat immer
wieder gefragt ich ich habe
eben gesagt sie soll streng sein sie war sehr streng
so und dann habe ich irgendwann gesagt na ja das wie
wie ich das früher gemacht
habe das kann ich jetzt natürlich nicht sagen
das steht ja auch unter
Datenschutz da kann ich keine andere Firma verraten na
gut und da hat sie sich dann irgendwann zufrieden gegeben
wir haben uns dann getrennt ja virtuell und danach
bin ich noch mal rein
sage da jetzt will ich auch mal ein Feedback haben ja
wie war ich denn und da hat die dann gesagt also fachlich
war ich also ganz gut erstmal oh ein Glück ja und aber
ich bin zu sehr ausgewichen ich hätte doch ein paar
ein paar konkrete
Dinge von der vorherigen Firma
bei so Problemlösung hätte ich doch mehr bringen müssen
und das fand ich dann schon ziemlich Heavy von so ner
von so einer ich sage jetzt wirklich mal so einer blöden KI
dass sie das so
dahin kriegt ja
ja es ist aber es ist trotzdem das ist erstaunlich was dabei
rumkommt
und wie einen das doch triggert auch letztendlich genau
so und ja aber es hilft es hilft weil sie sie
sie legt das alles offen so und sagt hier erstmal
was Phase ist da ist man zwar erst mal geplättet
aber als Ausbilder würde ich's wahrscheinlich genauso machen
ja so aber da kommen wir ja zu dem Thema
zurück so das ist ja
dann ne Lernbegleitung
wenn wir die KI als Thema als
Querschnittsthema noch irgendwo mit einbauen
dann muss ja irgendwas
hinten rüberfallen
haben wir aber festgestellt
dass wir an den
Grundkompetenzen aber nicht rumschrauben sollten ne und
aber es hilft auch den ausbildenden
aber es nimmt Arbeit ab ich muss zwar weiter immer
Skills mir aneignen um die KI dementsprechend zu füttern
aber so lernt der Teilnehmende
selbst den Umgang mit der KI
sag ich mal und als
Lernbegleitung
also als Querschnittsthema muss das da unbedingt mit rein
wir sind ja so n kleines bisschen mit
also eigentlich nicht ein kleines bisschen
aber schon mit Zeitverzug angetreten ja
und ich möchte auch nicht zu sehr unsere Nachfolgenden
frustrieren
lass uns mal so ein Fazit ziehen
auch wenn wir eigentlich noch n bisschen mehr Zeit hätten
ich will vorher noch kurz eins sagen
wir hatten ja gesagt
Quellen beurteilen und und
und solche Dinge dass das eines der hauptsächlichen Sachen
sind
da will ich ein Produkt mal erwähnen zum Beispiel Notebook LM
von Google
ja es hat fast jeder einen Google-Account das kostet erst mal nichts
und mit Notebook LM kann ich eben zum Beispiel ganz gezielt
Dokumente
ja ich sag jetzt mal hochladen
ich sage mal ein
extremes Beispiel
ich mach auch so Videobearbeitung
das mache ich mit Da
Vinci Resolve ich weiß nicht ob das einer kennt
und da gibt es bestimmt ich
ich denke mal so um die 6.000 Seiten
Beschreibung alles in Englisch so ein bisschen
Englisch kann ich auch aber in der 6.000 Seiten da
verläuft man sich
da lad ich die da einfach hoch
ich kann dann in Notebook LM
ne deutsche Frage stellen und krieg ne deutsche Antwort
mit ner konkreten Quellenangabe wenn ich dann nur mit der
Maus drüber gehe dann springt er mir sofort
in das Dokument
da bin ich natürlich
wieder dann im englischen aber das versteh ich dann schon
soweit
und damit ist man also mit solchen Modellen da kann man
wirklich sehr sehr eingrenzen
wie weit die Suche geht ja
wenn ich jetzt in ChatGPT
einfach sagen wir mal der Sache freien Lauf lasse
ja dann ist es natürlich
bisschen schwieriger
aber da kann ich auch Dokumente hochladen
muss ich mal dazu sagen ja
aber da ist Notebook
LM und ich finde auch diesen gesamten Google-
Kosmos sage ich jetzt mal an der Stelle mit Gemini
Notebook LM und Nano Banana sagt Ihnen vielleicht auch was
das funktioniert an für sich ganz gut aber
und die andere Seite ist
ich hab's noch nicht mit blinden
probiert muss ich ehrlich sagen Notebook LM die Oberfläche
sieht ziemlich
die hat also mehrere
Bereiche und so weiter
ist eines der Dinge die ich sicher jetzt in den nächsten
Wochen mal probieren werde
also kann ich nur empfehlen ne wir
haben ja auch Moodle ist ja bei uns auch ein Thema
ist auch schon am Start
sage ich mal wenigstens was das
Arbeitsmaterial betrifft und auch dort so
so wie bau ich die Kurse auf
dann hab ich auch dementsprechend meine Quellen hochgeladen
weil ich genau wusste
weil ich genau wusste das sind verlässliche Quellen
denn wenn ich die Quellen einfach in den Orbit schicke
bei einem KI-Modell
dann schmeißt er mir auf einmal Tastenkombinationen raus
die auf ein englisches Tastatur-Layout sich berufen
und das ist natürlich auch wieder fatal
so die ersten Erfahrungswerte die ich gemacht habe
ah ich muss ja auch sagen
ich möchte das gerne mit einer
ja in der deutschen Sprache und mit dem deutschen Tastatur-
Layout möchte ich gern die Tastenkombinationen haben
also diese Erfahrungswerte hab ich dann auch gesammelt halt
ne und hab meine eigenen Quellen
hochgeladen ich mein wir haben ja auch unsere Fachliteratur
unsere eigene
und hab hab die hochgeladen
und hab mir wunderbar formulierte
Kurse da rausgegeben halt
und auch noch formatiert wie ich es haben möchte
ne ich geb die
mir also ich lasse die immer als HTML-Code ausgeben
weil ich da die Moodle-Kurse nicht mit dem Texteditor
fülle
sondern rein im HTML-Code weil ich dann viel besser
die Formatierung auch erkennen kann
und da kommt ne saubere Struktur raus
wenn ich ihr sage wie sich die Struktur zu bauen hat
ausschließlich
basierend auf den Quellen die sie von mir bekommen hat
wenn du dir jetzt was wünschen dürftest so zum Abschluss
also ich meine
jetzt nicht den Weltfrieden den wünschen wir uns alle
aber ich meine jetzt so als
persönliche Geschichte so für
im im Reha in der Reha Praxis
ja es gilt einiges anzupassen Grundkompetenzen
sollten auf gar keinen Fall
hinten rüberfallen aber man sollte schon ja
ich würde mir wünschen dass wir das schon in den Verlauf
so schnell wie möglich mit einbauen halt
ne also das sollte unbedingt als
Querschnittsthema schon mit eingebaut werden
es sollten zwingend
sollten die Ausbilder
auch geschult werden das würde ich mir wünschen dass das
noch mehr angeschoben wird
ich würde mir
ich weiß es ist kein Wunschkonzert aber dann lass mich
noch einen Wunsch äußern dass auch die Arbeitgeber
sich diesem Thema widmen
und nicht immer das Thema Datenschutz vorweg schieben
sondern es gibt Modelle
die sind DSGVO-konform wenn sie offline laufen
und es gibt ja mittlerweile auch Portale
das fand ich ganz spannend was du mir gezeigt hast
mit so n Art Provider
KI-Provider oder wie man das nennt
ist es ja glaub ich ja sowas in der Art
ne die einen dabei helfen wirklich n Workflow
mit Hilfe der KI zu verwirklichen
die der Sehende
später sowieso
nutzt warum sollen denn wir sie auch nicht nutzen dürfen
so das wäre mein Wunsch dass wir schon dieses Thema
als weiteres Hilfsmittel
unbedingt in den Verlauf
mit reinbringen sowohl für Teilnehmer
als auch für ausbildende
ja und auch für mich ich sehe das so ähnlich
wir brauchen auf jeden Fall alle diese
diese diese Skills diese
diese Dinge die wir in der Grundreha erlernen
mehr denn je um genau diese
Sachen die wir jetzt besprochen haben
um auch davon zu profitieren und ich bin ja auch bei uns
verantwortlich für das Reha-Management und
bin eben sehr
nah dran an diesen Dingen
am Arbeitgeber
an der Vermittlung und so weiter
und ich bin davon überzeugt und
ja also hundertprozentig davon überzeugt dass diese
dass die Kenntnis über KI
die sichere Beherrschung von solchen
Workflows von solchen Tools und so weiter
einem Arbeitnehmer oder einer Arbeitnehmerin also riesen
Vorteile bringt also auch im Bewerbungsprozess
also ich glaube
wenn man grade
wenn man auch als blinder Mensch
sich bewirbt und zeigt
im Bewerbungsprozess hier ich kenne mich damit aus ich kenne
ich kenne komplexe Tools ich kann damit
schnell und sicher umgehen ja
dann ist das was wo
wo unsere Leute dann auch wieder die Nase vorn haben können
denn im Moment
ist es so zumindest im Osten
der Bundesrepublik aber ich glaube
so groß ist der Unterschied nicht dass die
beschäftigungsquote
ja im behindertenbereich immer noch etwas
geringer ist als im nicht behindertenbereich ja und
ja das kann man damit da kann man vielleicht n Stückchen
Land wieder gut machen ja wenn
wenn das Thema KI
also richtig schön implementiert wird
in diversen oder in vielen Workflows die Sehenden nutzen es
warum wir nicht auch
das heißt wir nutzen alle das gleiche Tool
letztendlich und brauchen
nicht speziell
noch mal extra
neue Hilfsmittel klar wir sind hier auf der größten
Hilfsmittelmesse Europas es bedarf
immer noch einiger Hilfsmitteltechnologien aber wenn wir
vom Thema KI sprechen dann benutzt
zukünftig der Blinde das gleiche
Tool oder die gleichen Werkzeuge wie die Sehenden so
und das ist doch das was wir eigentlich wollen
die nächste Herausforderung aber da das machen wir dann im
in der nächsten Messe
nein das war Spaß
mal sehen was das nächste Mal läuft
aber die nächste Herausforderung ist tatsächlich
auch mit KI
Agenten was zu machen ich will es einfach nur mal
da so reinhauen
dieses das wird kommen
alles was wir jetzt machen
besprochen haben sind eigentlich
relativ einfache Prozesse
wir geben also eine Aufgabe
kriegen eine Antwort verarbeiten die ein Agent
ist praktisch wie ein Mitarbeiter im Hintergrund
der dann sogar Dinge
in meinem Namen
unter Umständen macht der schickt
Mails raus der löscht Mails der ordnet mir meinen
ungeordneten Schreibtisch der natürlich virtuell
auf meinem in meinem Rechner sich befindet
und dann wird's natürlich extrem spannend und da finde ich
ist das so wie wir jetzt herangehen
dieser Einstieg wenn man den von Anfang an mitmacht dann
da hat man glaub ich auch ganz gute Karten dann die Agenten
zu verstehen denn eins muss man sagen man muss da mitgehen
also man muss das auch langsam erlernen verstehen
um dann eben immer den nächsten Schritt zu machen ja
von daher braucht es noch Grundkompetenzen genau genau
KI als Taststock der digitalen Welt
Referent Rainer Brell
viel Spaß mit dem Vortrag
okay noch mal mein Name Rainer
Brell vom BFW Würzburg ich betreue dort das Projekt NVDA
nachhaltig
und ich will nachdem ich jetzt auch online bin
ein bisschen Butter bei die Fische tun und auch mal zeigen
wie KI in einem Screenreader einem
weiterhelfen kann im beruflichen und im privaten Bereich
da wurde ja eben schon viel gesagt
und das möcht ich n bisschen mit mit Fleisch füllen
und ein paar Beispiele
deswegen brauchte ich auch ne Internetverbindung
denn die KIs die brauchen
noch ne Internetverbindung
obwohl es auch nicht mehr ganz stimmt
es gibt auch
also mittlerweile Modelle die man auf den Computer
laden kann diese
LLMs diese großen
Sprachmodelle die kann man schon auch auf einen Computer laden
sind dann allerdings nicht ganz so
leistungsfähig und
brauchen auch ne relativ
starke Hardware das ist so ne ganz gute ganz guter Plan B ja
gut ich habe hier ein Add-
on eine Erweiterung für NVDA die Erweiterung heißt
KI-Assistent Pro
die kann man sich
vom NVDA-Store runterladen von einem Marktplatz
installieren kostet nichts das einzige ist man muss die
KI verbinden mit einem Dienst ich habe hier verbunden mein
hier ist meine Anbindung mit Gemini
da geht man einmal auf die Seite von Gemini
holt sich da so einen Schlüssel den trägt man dann in diese
Erweiterung ein und ist dann verbunden
und kann dann seine
seine Tokens sein
Verbrauch dort entsprechend abarbeiten
Frank wurde mal kurz gefragt wie geht Gemini
und Screenreader also mit NVDA
kann man gut die ganzen Seiten von Gemini benutzen
ob das jetzt Notebook LM ist
was ich übrigens auch sehr
empfehle und sehr gerne auch benutz
aber auch andere Seiten wie Claude oder ChatGPT
Copilot und so weiter das ist eigentlich
in der Regel ganz gut zu bedienen mit Screenreadern
aber heute ist mein Thema ein Add-on
eine Erweiterung zu zeigen
wie das wirklich funktioniert und da möchte ich eine
Anwendung aufrufen die nennt man THEORG
THEORG ist eine Anwendung
für Physiotherapie-Praxen Masseure
also für diesen medizinischen Bereich
wird sehr gerne in Deutschland benutzt und
diese Anwendung ist allerdings extremst
barrierearm
um nicht zu sagen
sehr schlecht zugänglich und ich möchte
einfach mal heute zeigen was die KI
leisten kann damit man ein paar Hürden ein paar Barrieren
umgehen kann
also
Gemini ist eine KI
von der Firma Alphabet beziehungsweise Google
also die Google KI kann man
ganz kurz sagen genau und dann gibt es Claude von Anthropic
und entsprechend Copilot
von Microsoft und viele andere wie Grok und so weiter
übrigens alles englische
Firmen in Deutschland oder in Europa gibt es
Mistral aus Frankreich das ist momentan
die KI in Europa die DSGVO-konform ist
sich hoffentlich in den nächsten Jahren noch mehr mausern
wird damit wir auch in Europa da besser aufgestellt sind gut
ich rufe jetzt mal auf
danke so ich geh jetzt mal auf den Desktop
so THEORG Therapie Organisation
Startmenü THEORG
gut jetzt hab ich die Applikation aufgerufen
und wenn ich jetzt mit dem Cursor runtergehe
ja mit Tab oder mit Shift-Tab
da tut sich rein gar nichts
ich kann mit dem Bildschirm erkunden
aber auch da kann ich aus Erfahrung schon vorwegnehmen
man wird nicht alles sehen
diese Applikation dieses Programm ist wirklich
nicht sehr gut
screenreaderfreundlich gemacht
und jetzt kommt eine Funktion die ich jetzt mal auslöse
zum Fokus bewegen
Startmenü THEORG Desktop Fenster
zum Fokus Startmenü THEORG Fenster
so ich drücke jetzt eine Taste scanne
KI-Assistent-Pro-Dialogfeld HTTP-Error 404
das auch noch
okay Schalter Alt plus O
okay dann gibt's hier Internetprobleme dann muss ich das
und leider verbal machen
stark was wäre passiert wenn ich gutes Internet
hier gehabt hätte
diese Erweiterung macht ein
Foto von einem Teilbereich des Bildschirms dieses Foto
wird dann geschickt an die KI
die KI antwortet und analysiert
und was dort zu sehen ist aber das ganze auch so
dass ein blinder Anwender das gut versteht
wir hatten es hin von Prompt Engineering
also von guten Prompts und
es ist nicht nur so dass dieses Bild an die KI
geschickt wird sondern auch
mit den Informationen bereitet das Ganze so auf dass es
für einen blinden gut verständlich ist
wie gesagt
wie der Bildschirm aufgebaut ist
und ich hätte jetzt hören sollen
was alles zu sehen ist aber nicht nur das sondern
es hätte mir auch gesagt
das sind große Buttons
und diese Buttons da ist ein Buchstabe unterlegt und ja
dieser
Buchstabe ist wahrscheinlich ein Shortcut und wenn ich T
drück kann ich das Programm öffnen und
auch die ganzen anderen Buchstaben
würden mir dann erzählt werden ja
und entsprechend
könnte ich mir dann
dieses erste Menü hier
ganz gut erarbeiten
und schon mal weitermachen
ohne dem würde ich jetzt aufhören
und müsste sagen ne hier geht's nicht weiter
hier ist eine
Barriere die kann ich eigentlich überhaupt nicht umgehen
und weil sie einfach so stark ist
und ich drücke jetzt mal ein T
weil das hätte mir auch die KI jetzt gesagt ja und dann
sollte das Programm ne
Startmenü genau T
okay Schalter Startmenü THEORG 16 Punkt 8 und
Eingabefeld leer
so jetzt komm ich auf die nächste Barriere
ja ich geh mal
mit Tabulator durch da habe ich Eingabefeld leer
Eingabefeld geschützt leer
Eingabefeld geschützt leer
okay anmelden Schalter
anmelden Eingabefeld leer und wieder Eingabefeld leer
ich weiß ich kann was eingeben das sagt mir der Screenreader
aber er sagt mir
nicht was ich eingeben kann und hier
kann ich das auch noch mal probieren
mal schauen ob es jetzt geht oder ob ich es auch nur
verbal machen muss
seitenweises verschieben wird nicht unterstützt
zum Fokus bewegen THEORG 16 Punkt 28
HP Content Eingabefeld leer probieren wir das noch mal
scanne KI-Assistent-Pro-Dialog THEORG 16 Punkt 8
also ist heute nicht der technische Tag
und hier würde mir jetzt auch gesagt werden was ich am
Bildschirm sehe von der KI und
und dann kann ich fragen was kann ich jetzt in diesem einen
aktuellen Eingabefeld eingeben
und die KI würde mir sagen ja hier kannst du Benutzername
beziehungsweise Login Name eingeben
und wenn ich entsprechend weitergehe dann ja dann
Eingabefeld geschützt leer bei dem geschützten Eingabefeld
könnt ich auch wieder Fragen
und dann würde mir die KI sagen
ja und dass hier das Passwort einzugeben ist
da kann mir die KI wirklich gut helfen
um solche Barrieren zu umschiffen und aber
man muss eindeutig sagen
das ist jetzt nichts für ne dauerhafte Arbeit
das ist nur ein Workaround um
um einen Schritt weiterzukommen aber nicht
um mit einem Programm
dauerhaft zu interagieren
und dauerhaft mit einem Programm zu arbeiten
das ist absolut nicht der richtige Weg
dafür ist die KI in diesem Fall
nicht geeignet und sollte auch nicht
zum Einsatz kommen danke ja
aber man kann sich dann über kleine Barrieren
mit diesem Trick auf jeden Fall helfen
gut ich schließe das mal hier ja Schalter Alt plus J
nein ja Startmenü THEORG Desktop Liste
na gut dann würde ich jetzt mal was Schönes noch zeigen
weil ich auch nicht so viel Zeit habe die Auswahl
Datei exportieren KI-Kompass Element Ansicht
Komet 13 von 19 okay schauen wir mal
ob da was zu hören ist youtube.com vollständig
ständig die Brille zu wechseln das
müssen sie das hier probieren
so YouTube geht Seite wird geladen
Udo Lindenberg vollständig geladen
genau anklickbar hören wir uns mal kurz ein Musikvideo an
von Udo Lindenberg der jetzt 80 geworden ist und
und so weiter ja also ein klassisches Musikvideo ja
wo gesungen wird aber wo auch ein Video im Hintergrund läuft
und das will ich jetzt auch mal analysieren lassen
Eigenschaften
auch hier und
scanne KI-Assistent-Pro-Dialog
hallo YouTube
dann mal gucken ob das klappt
KI-Assistent-Pro-Dialogfeld also KI-
Kompass gut hier könnte ich jetzt auch dieses Video
analysieren lassen von der künstlichen Intelligenz
und die würde mir dann das komplette Video beschreiben
was passiert am Anfang das ganze schaut dann
Udo Lindenberg
Udo Lindenberg Schieberegler für Suche
KI-Kompass Text Punkt txt
Visual Studio ja KI-Antwort also ich
hab das schon mal vorbereitet für den Plan
B falls die KI
nicht funktioniert
ich lasse mal den Text ein bisschen anlesen das was die KI
geantwortet hätte
KI-Antwort visuelle Beschreibung das Video
beginnt in der Abenddämmerung vor einem imposanten
klassizistischen Gebäude das an ein Gerichtsgebäude erinnert
ein schwarzer Porsche fährt vor
und ein älterer Mann in einem komplett schwarzen Anzug
mit Hut und dunkler Sonnenbrille steigt aus
beim öffnen der Wagentür leuchtet der Schriftzug
No Panik auf dem Türschweller auf
er wird sofort von einer Traube
von Fotografen und Reportern
mit Kameras und Mikrofonen und so weiter und sofort
das ganze Video wird also erklärt
und in diesem
KI-Assistent Pro
Tool könnte ich jetzt auch Folgefragen stellen
mich hat natürlich als jemand der mal
Auto gefahren ist interessiert was ist das für ein Porsche
dann hat er mir auch erklärt dass das ein Porsche 911 GT
irgendwas ist habe ich gefragt wie viel PS
der hat und so weiter all das ist mir dann von der KI
als Folgefragen wunderbar erklärt worden
ja jetzt mag sich der eine oder andere fragen
warum jetzt ein YouTube-Video was bringt das
im arbeitskontext
das kann natürlich auch ein
Erklärvideo von der Firma sein ein Imagefilm
oder irgendwas im E-Learning-Bereich was jetzt nur
visuell
dargestellt ist
das könnte man natürlich auch alles hochladen
und sich beschreiben lassen
also das ist auch n gutes Beispiel dafür
was für faszinierende Dinge heute eine KI
erledigen kann
es gibt noch ganz viele Möglichkeiten mit diesem
Add-on man kann
was ins Mikrofon sprechen und das in Text ausgeben
lassen man kann ein Video oder auch ein Bild
Audio Mitschnitt
der KI geben und bekommt dann eine Transkription zurück also einen
Text
das ist ganz gut wenn man Meetings hat und nicht unbedingt
gerne Protokoll schreibt
dann kann man sich das gut damit erschließen
man kann sich Texte
übersetzen lassen in alle möglichen Sprachen
das ist auch mit eingebaut
oder auch Bilder
erkennen lassen
und Dokumente PDF Dokumente sich erklären lassen
ich hatte bei einem Vortrag mal ein
na
ein Organigramm von der Stadt Würzburg der KI gegeben
das ist immer so n bisschen ne Herausforderung
auch wenn das Dokument
barrierefrei ist kann man oft gar nicht erkennen
welche Posten zu welcher Stelle
zu gehören und das hat die KI
wunderbar zugeordnet ich konnt dann sagen derjenige
ist in der Firma für das und das zuständig
das war eigentlich auch ne ganz tolle Sache um zu zeigen
was die KI so alles rausholen kann aus Dokumenten
wenn man mit ihr gut spricht das ist ja Frank schon
zu Wort gekommen
man muss einfach gucken dass man immer
gute Prompts gute Fragen
stellt dann bekommt man in der Regel auch gute Antworten
und ich kann auch nur immer wieder unterstreichen
man muss die Kompetenz
selber haben und das was die KI ausspuckt
auch kontrollieren zu können
das kann ich nur unterstreichen das ist hier
schon mal gesagt worden das ist absolut wichtig
und natürlich auch diese ganze DSGVO-Konformität
ist absolut wichtig wir haben im BFW
Würzburg auch entsprechende Vorgaben was wir rausgeben
dürfen wie wir es verwenden dürfen
das ist auch wichtig
ich bin zwar eher ein etwas entspannter Typ bei diesen Dingen
aber solang das ganze nach Amerika geht
und die ganzen KIs so ein gutes
Gedächtnis haben
sollte man sich wirklich Gedanken machen was man da
weitergibt
ja weil die Technik hier nicht so hundertprozentig
funktioniert würde ich an dieser Stelle auch
weil wir auch zeitlich nicht so gut aufgestellt sind heute
an dieser Stelle stoppen
Fragen kann ich gerne beantworten falls noch welche sind
ich kann vielleicht im Vorfeld sagen ich habe
dieses Add-on schon mal vorgestellt
in einem Podcast
ich habe auch einen Podcast für dieses Projekt
NVDA nachhaltig das nennt sich NVDA HAWAI
Hilfsbereite Anwender werden andere intensiv informieren ja
da wird das Ganze noch mal ausführlich vorgestellt
da funktioniert auch die Technik
da kann man sich das gut anhören
das dauert allerdings 2 Stunden
ja da sieht man auch mal wie umfangreich dieses
Add-on ist und
NVDA HAWAI einfach eingeben bei Google und
genau die vier Buchstaben und HAWAI genau einfach eingeben
sind ja schon vier Folgen drin kann man viel über Screenreader
bitte
HAWAI NVDA also die vier Buchstaben NVDA und HAWAI
danke
dann ne das nicht das Add-on sondern ein Podcast darüber
wie das Add-on funktioniert
und da sind aber auch Links drin in den Show
Notes also in den begleitenden Informationen zu dem Podcast
wo man sich das
dann runterladen kann und wie das funktioniert
Thema:
Orientierungs und Mobilitätstraining für den Praxisalltag
von Physiotherapeuten und Masseuren
und medizinischen Bademeistern
Referent Jürgen Fischer
viel Spaß mit dem Vortrag
ich begrüße sie
recht herzlich
zum Vortrag Orientierungs und Mobilitätstraining
für den Praxisalltag von Physiotherapeuten und Masseuren
und medizinischen Bademeistern
mein Name ist Jürgen Fischer ich bin
am BFW
Mainz tätig bin dort Lehrkraft schon seit gut 30 Jahren
und führe auch Orientierungs- und Mobilitätstrainings durch
das BFW Mainz gibt es schon über 60 Jahre hier können
behinderte Menschen und nicht behinderte Menschen
gemeinsam integrativ das ist unser grundsätzlicher Ansatz
gemeinsame Ausbildungen im Gesundheitsbereich machen
bei der PowerPoint
die ich hier jetzt im Hintergrund laufen lasse
habe ich immer die männliche Form gewählt
weil ich denke es ist mit dem Screenreader
dann einfach besser zugänglich
ich bitte wirklich
dass alle Personen sich ausdrücklich angesprochen fühlen
ja ich gebe zunächst einen Überblick
über das was in den nächsten 20 Minuten
hier erwartet
ich werde beginnen
mit einem Interview mit einem Teilnehmer
der uns bei uns die Ausbildung zum Physiotherapeuten
macht der ist blind
wir werden gemeinsam die Kernaussagen
zusammenfassen von diesem Interview
dann schauen wir uns an welche
Herausforderungen sich stellen in Kliniken und Praxen
bezüglich der Mobilität
schauen was das
schauen was das letztendlich für Anforderungen an das Mobilitätstraining
selber bedeutet
wenn wir zeitlich gut hinkommen
werden wir noch
ein Interview von einem Teilnehmer
uns anhören der hochgradig
sehbehindert ist der dann auch über seine Erfahrung im
Mobilitätstraining berichten wird
wir ziehen ein Fazit und am Ende
ist Gelegenheit auch für die Teilnehmer die online
dabei sind Fragen zu stellen
wenn im Publikum hier Fragen
vorhanden sind können sie gerne sich melden und jederzeit
nachfragen
jo
das erste Interview
mit dem Teilnehmer der blind ist
teilt sich in verschiedene Fragestellungen auf
und zwar zum einen welche
Mobilitätstrainings finden überhaupt während der Ausbildung
statt und dann was ist die Zielsetzung
für den Teilnehmer bei Mobilitätstraining
dann was ist wichtig bei der Durchführung
welche Strategien werden von der jeweiligen Person
eingesetzt was ist da sinnvoll
und wir ziehen dann noch ein Fazit
ich würde jetzt bitten
dass das erste Interview bitte startet
ja dann sag ich grad noch was dazu
bei den Strategien
werde ich Fachbegriffe verwenden
ich denke die meisten Anwesenden
kennen diese Fachbegriffe und zwar die
den Fachbegriff Leitlinie
hierbei handelt es sich um tastbare
Bodenstrukturen die kennen Sie hier zum Beispiel auf der
SightCity und
warten Sie da einen kleinen Moment
hallo
[Fehlstart der Interview-Einspielung]
kurz ja gut also wir haben den Begriff Leitlinie
das sind tastbare Bodenstrukturen
die Sie hier zum Beispiel auch auf der SightCity sehen
die in den Bodenbelag
eingelassen sind die sind über den Lang-
stock oder auch über die Füße oder über den Kontrast
wahrnehmbar Leitlinie
beim Mobilitätstraining verwenden wir aber auch zum Beispiel
eine Hauswand oder einen Übergang
von einem Gehweg zu einer Rasenfläche oder eine Bordsteinkante
dann bei diesem Thema
Strategien wird der Begriff markante Stelle
benannt werden
das sind letztendlich gut erkennbare Orientierungspunkte
die können unterschiedliche Sinne ansprechen
das kann eine Litfaßsäule sein die
taktil erfahrbar ist
das kann aber auch ein
Brunnen sein der sowohl taktil als auch akustisch
wahrnehmbar ist
oder eine Ampelanlage die mit einem Signalton versehen ist
dann kommt als dritter Fachbegriff die innere Landkarte
hier geht es um eine mentale Vorstellung ein mentales Bild
von einer Umgebung von der räumlichen Situation
und jetzt hören wir uns gemeinsam das erste Interview an
mit einem Teilnehmer der vollblind ist
hallo Herr Hatschi ja ich freue mich
dass Sie heute bei mir sind und
dass Sie bereit sind mit mir ein bisschen über
ihre Erfahrungen im Mobilitätstraining
zu sprechen die machen ja seit gut
anderthalb Jahren hier am BFW Mainz
die Ausbildung zum Physiotherapeuten und sind selber
vollblind und mit
praktisch mit Langstock unterwegs und ja
vielleicht können Sie mir gerade
oder uns ein bisschen schildern in welchem Rahmen Sie bisher
hier innerhalb der Ausbildung
Mobilitätstraining erhalten haben ja erst mal hallo
ich habe
vor anderthalb Jahren mit dieser Ausbildung angefangen
ich kam hier an ich habe
Mobilitätstraining bekommen am Anfang
weil ich mich hier gar nicht auskannte in dieser Einrichtung
ja ich kann mich daran erinnern Herr Fischer
Sie haben mir damals alles erklärt genau also
die Einrichtung genauer gezeigt
und dann habe ich noch mal ein Mobilitätstraining bekommen
bevor ich ins Praktikum gegangen bin
genau also ja
am Anfang und dann vor dem Praktikum ja welche
Bedeutung welche Zielsetzung hatte denn für Sie jeweils
dieses Mobilitätstraining
warum haben Sie das Mobilitätstraining für sich gebraucht
es war wirklich sehr wichtig
am Anfang als ich hier ankam wusste ich
nicht ganz genau wo
wie es hier aufgebaut ist
wie es aussieht das ist sehr wichtig dass ich eine
Vorstellung und Orientierung habe von einer Einrichtung generell
da
da konnte ich mich auch
besser sicherer und selbstständiger bewegen
also in der Einrichtung
und für Praktikum war das
noch wichtiger weil
ich kam da an und man muss ja auch Arbeit liefern
und da war ich ja nicht damit
beschäftigt
okay wo soll ich hin ich wusste ganz genau
okay ich muss dahin ich muss dahin
ich hatte sozusagen alles im Kopf
was ist bei
Ihnen bei der Durchführung eines Mobilitätstrainings wichtig
so dass Sie einen hohen
Nutzen davon tragen
bei mir ist es sehr wichtig dass ich sozusagen
eine mentale Karte im Kopf habe dass ich einen Plan
habe im Kopf dass ich
weiß zum Beispiel wie die Einrichtung aufgebaut ist oder
in der Klinik da wo ich Praktikum gemacht habe damit ich dann
noch ganz genau weiß
wie was aufgebaut ist
dadurch kann ich mich sicherer selbstständiger
und besser bewegen
beim Mobilitätstraining nutzen Sie eher Leitlinien markante
Stellen oder arbeiten
Sie eher über innere Landkarten oder ist es eine Mischung
die Sie vielleicht auch verändern wie würden Sie das für sich
beschreiben
ja das ist tatsächlich so eine Mischung aus beiden es kommt
stark darauf an
wo ich mich befinde manchmal brauche ich Leitlinien manchmal
konzentriere ich mich also verlasse ich mich nur auf Geräusche
manchmal
taktil und zwar über die Füße auch
natürlich auch mit dem Stock aber
ich versuche alles zu benutzen
was ich habe ja genau das ist so eine Mischung
wenn Sie jetzt im Nachhinein auf die Mobilitätstrainings
bisher
zurückblicken die Sie hier am BFW erhalten haben
waren die für Sie von Nutzen
auf jeden Fall
also zum Beispiel wie gesagt am Anfang
wusste ich gar nicht wohin mit mir und danach
wusste ich ganz genau okay es ist so aufgebaut
ich hatte einen Plan im Kopf im Praktikum
genauso direkt schon
am ersten zweiten Tag
kam ich sehr gut zurecht
ich habe tatsächlich auch sehr viel Lob von Mitarbeitern
dort bekommen
dass ich mich schon sehr gut
orientieren kann und das liegt ja daran dass ich
dieses Mobilitätstraining bekommen habe also ohne das
ohne Mobilitätstraining wäre es ja nicht gelaufen
dann bedanke ich mich sehr auch für Ihre positive
Rückmeldung und wünsche
Ihnen noch alles Gute für Ihre weitere Ausbildung danke
tschüss
ja ich werde im Folgenden
die Inhalte noch mal kurz zusammenfassen
ja dann kommen wir jetzt zur Zusammenfassung
von dem Interview
die erste Frage ja
in welchem Rahmen sind Mobilitätstrainings
durchgeführt worden das heißt
zu Beginn der Ausbildung
praktisch um die Einrichtung des Berufsförderungswerks
Mainz kennenzulernen und eine
Vorstellung zu haben wie ist das Gebäude das Gelände
aufgebaut
und dann im Vorfeld von
der Praxis
die Auszubildenden haben bei uns vier Praktika
wenn sie den Physiotherapeuten machen
und in diesem Vorfeld
fahre ich dann immer mit den Teilnehmern raus
und führe praktisches Mobilitätstraining durch
das kann in Kliniken kann aber auch in
Physiotherapie-Praxen sein ja Zielsetzung für
den Teilnehmer war vom
Mobilitätstraining er wollte einen Überblick über die jeweilige
Einrichtung bekommen
er wollte sich dort besser bewegen können ja
er wollte Sicherheit für die jeweiligen Wege bekommen
er wollte Selbstständigkeit erhalten beibehalten
und er wollte sich durch sichere
Bewegungsmöglichkeiten einfach besser
konzentrieren können auf die Arbeit
bei der Durchführung war für Herrn Hatschi wichtig
den Aufbau der Einrichtung kennenzulernen
und eine mentale
Karte für sich zu erwerben ja dass er ein inneres Bild
von dieser Einrichtung in der er dann tätig ist erhält und
Strategien er hat letztendlich gesagt dass er eine
Vielfalt der Methoden
also sowohl mit
Leitlinien als auch mit unterschiedlichen Sinnen
dass es sehr individuell ist und
angepasst an die jeweilige Einrichtung passiert
und dass er mit verschiedenen Sinnen arbeitet
Fazit für ihn war es ist Voraussetzung für eine gelungene
Mobilität in der jeweiligen Einrichtung
und es hat bei ihm
zu vermehrter Wertschätzung Anerkennung für
das wie er die Wege
zurücklegt wie er sich in dieser Einrichtung bewegt
ja das war praktisch das Interview mit Herrn Hatschi
wir schauen uns jetzt an
welche speziellen
Herausforderungen in Kliniken und Praxen denn
vorhanden sind das ist ja genau das was sowohl im Praktikum
als auch nachher
im Berufsalltag auf die Auszubildenden
zukommt
wir haben es zum einen mit komplexen Raumstrukturen zu tun
wenn wir Kliniken anschauen
sind die oftmals so aufgebaut
dass es einen ursprünglichen Bau gibt
und dann wird irgendwann noch mal was drangebaut
und noch mal was drangebaut
das heißt die räumlichen
Strukturen zeichnen sich nicht durch Einheitlichkeit aus
sondern sind sehr unterschiedlich
je nachdem welche Abteilung welcher
Bauabschnitt in dem man sich letztendlich befindet
die Physiotherapieabteilung ist oftmals im Keller unten
da sind die Gänge wiederum anders gestaltet
also es sind sehr unterschiedliche räumliche Strukturen
die auf einen Physiotherapeuten zukommen können
gefordert sind oftmals wechselnde Einsatzorte
schon im Praktikum sollen die an einer Stelle
zum Beispiel in einer Klinik
sowohl auf der Chirurgie tätig sein
als auch Erfahrung in der Orthopädie
bekommen sind vielleicht noch auf der Gynäkologie
haben in der Ambulanz unten mit ambulanten Patienten zu tun
nicht immer in derselben Behandlungskabine
unterschiedliche Behandlungsräume Patientenzimmer
also hier sind sehr vielfältige
Einsatzorte vorhanden
es sind Menschen
unterwegs das heißt es ist Personal unterwegs Ärztinnen
Pflegepersonal
sonstige Mitarbeiter aber auch Patienten
und Patienten bedeutet in diesem Zusammenhang das können
Patienten sein mit Einschränkungen das sind kranke Menschen
die eventuell eine
Geheinschränkung haben mit Gehhilfen Rollator unterwegs sind
die vielleicht eine Höreinschränkung haben eine
Seheinschränkung haben
und darauf muss natürlich der Praktikant
der blinde Praktikant Rücksicht nehmen
es ist nicht so dass die Patienten auf ihn
Rücksicht nehmen
sondern umgekehrt er als Therapeut ist gefordert
und muss auf diese
Patienten Rücksicht nehmen
er ist konfrontiert mit bewegten Gegenständen
bewegte Gegenstände meint in diesem Zusammenhang
dass Gegenstände an
unterschiedlichen Stellen
stehen können der Visitenwagen zum Beispiel auf Station
steht einmal vor dem einen Zimmer
und dann wieder vor einem anderen Zimmer
je nachdem wo die Visite gerade stattfindet
es gibt Hygiene-
wagen die stehen dann vor einem
Patientenzimmer wo vielleicht gerade ein infektiöser Patient
liegt aber auch das kann sich verändern
Therapiematerial
befindet sich nicht immer an der
an derselben Stelle das kann
Lagerungsmaterial sein das kann ein Rollator sein
also das sind sehr große Herausforderungen
für einen Menschen mit Sehbeeinträchtigung
Geräuschkulisse Sie haben es in der Klinik in Praxen
mit Geräuschen zu tun da unterhalten sich Menschen der Arzt
führt ein Gespräch mit einem Patienten mit dem Pflegepersonal
und das heißt
unser Teilnehmer kann sich nicht so ohne Weiteres auf sein
akustisches Wahrnehmen
verlassen es sind Störgeräusche vorhanden
er muss also auch
über seine sonstigen
Strategien Möglichkeiten haben sich zurechtzufinden
ganz klassisch
bekanntlich ist Zeitdruck der im Klinikalltag in der
Physiotherapie-Praxis eine große Rolle spielt wir haben
Zwanzig-Minuten-Takte
zum Beispiel bei der Patientenbehandlung in der Praxis
wir haben Zeitdruck im Sinne von
schnell agieren zu müssen
es muss ein Gespräch mit dem
Arzt geführt werden mit dem Pflegepersonal
gleichzeitig muss der Patient versorgt werden es sind
enge Takte Termine
um Fristen zu wahren
und als letzte Herausforderung
gleichzeitig muss kommuniziert werden
das heißt unser Teilnehmer
muss im Kontakt sein mit dem Patienten
muss im Kontakt sein mit Ärzten
kann sein er muss plötzlich
in eine andere Position gehen weil da ein
Patient durchläuft er muss Platz machen
und muss sich trotzdem noch
zurechtfinden
wo ist er jetzt wo befindet er sich jetzt hier in diesem Gang
also das sind
mannigfaltige Herausforderungen die sich in Bezug
auf Mobilität in diesen
Einrichtungen ergeben
das heißt Anforderungen an das Mobilitätstraining
was das leisten muss
wir müssen Strategien
liefern zur Raumerkundung wir müssen Strategien liefern
wie sich die einzelne Person
diese Zusammenhänge für sich herstellen kann und
wenn dann eine Vorstellung für die Räume für die
Wege vorhanden ist
müssen wir Sicherheit schaffen ja es muss
praktisch für den Teilnehmer für den Auszubildenden
für den Berufstätigen bekannt sein
wie er sich praktisch
in dieser Einrichtung
verhalten kann wie er Wege zurücklegen kann
um dann wieder
den anderen Aufgaben gerecht zu werden ja aus Zeitgründen
lassen wir jetzt das Interview mit dem hochgradig seh-
behinderten Teilnehmer weg
und kommen zum Fazit
das heißt
Orientierungs- und Mobilitätstraining spielt eine große Rolle
ist Voraussetzung
für eine erfolgreiche Ausbildung für die Berufsausübung
damit die praktisch gut gewährleistet werden kann sie dient
zur Förderung von Selbstvertrauen und Eigenständigkeit
sie stärkt einen selber
und sie verbessert die berufliche Handlungskompetenz
ja so dass wir einfach den Aufgaben die im Beruf
gegeben sind nachkommen können und auch
ein breites Spektrum anbieten können
praktisch wenn wir uns irgendwo bewerben sagen können wir
können sowohl dieser Behandlung in der Situation in diesen
räumlichen
Gegebenheiten aber auch im jeweiligen Klinikalltag
gerecht werden
ja jetzt würde ich Ihnen noch
Gelegenheit bieten Fragen zu stellen
gibt es von Ihrer Seite noch Fragen
hallo
sind im Internet noch irgendwelche Fragen aufgetaucht keine
gut dann bedanke ich mich bei Ihnen
für Ihre Aufmerksamkeit
und wünsche Ihnen
hier noch eine schöne interessante Zeit und Tage
mehr Informationen finden Sie unter sightcity.net/F031006
vielen Dank und bis zur nächsten SightCity tschüss