SightCity Podcast (DE)

Der deutschsprachige Teil unseres zweisprachigen Messe-Podcasts mit Fachvorträgen, Interviews und Innovationen für mehr Inklusion.

SightCity Forum 2026: „Netzwerk berufliche Teilhabe – arbeitsmarktnah und innovativ", drei Vorträge in einem Mitschnitt

28.08.2026 76 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Drei Vorträge aus dem Block „Netzwerk berufliche Teilhabe" auf der SightCity 2026: Zwei Fachleute aus der beruflichen Rehabilitation diskutieren, ob KI die Grundkompetenzen blinder Anwenderinnen und Anwender überflüssig macht – ihre Antwort fällt deutlich aus. Rainer Brell vom BFW Würzburg zeigt ein NVDA-Add-on, das unzugängliche Programmoberflächen von einer KI beschreiben lässt. Und Jürgen Fischer vom BFW Mainz erklärt, warum Orientierungs- und Mobilitätstraining für blinde Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten über den Praktikumserfolg entscheidet. Aufgezeichnet am 27. Mai 2026. 

Vortrag 1: Von Screenreadern zu smarter Unterstützung (00:00:30)
Ein Jahr nach ihrem Vortrag zur digitalen Barrierefreiheit stellen sich die beiden Referenten die Anschlussfrage: Hat KI das Thema erledigt? Vorgestellt wird zunächst, was die einjährige Grundreha überhaupt vermittelt: Brailleschrift, Screenreader-Bedienung (in dem Fall JAWS), Zehnfingerschreiben, Office-Anwendungen, LPF (lebenspraktische Fähigkeiten), Orientierung und Mobilität sowie berufliche Schlüsselqualifikationen. Zielgruppe sind Berufstätige, die nach Erkrankung oder Unfall zurückkehren, sowie Menschen vor einer Umschulung.
KI als Querschnittsthema in der Grundreha (00:07:15)
Offiziell steht KI in Lehrplan und Verfahrensanweisung noch gar nicht – genutzt wird sie trotzdem, von Ausbildenden wie Teilnehmenden, jeder nach eigenem Ermessen. Die Kernfrage: Inselthema oder Querschnittsthema? Die Grundreha ist bereits vollgepackt, und bis Teilnehmende überhaupt eine gewisse Souveränität in den Grundkompetenzen haben, vergehen drei bis sechs Monate.
Wichtige Unterscheidung im Vortrag: KI auf dem Handy als privates Entertainment einerseits – KI als Werkzeug im Job andererseits. Im Beruf geht es um Datenverarbeitung, nicht um Wetterabfragen. Und: Auch die KI-Oberfläche selbst muss barrierefrei sein, sonst nützt das beste Modell nichts.
Ein eigenes Kapitel ist der Datenschutz. Das BFW Halle hat dafür eine KI-Richtlinie für die ganze Firma. Im Unterricht werden zwar keine sensiblen Daten verarbeitet – aber niemand kontrolliert, was Teilnehmende privat hochladen.
Vier Themenfelder: Prompting, Quellen, Datenschutz, Fehlertoleranz (00:15:55)
  • Prompting – Je besser die KI mit Informationen gefüttert wird, desto besser das Ergebnis. Konkreter Tipp: der KI eine Rolle geben und sie ausdrücklich auffordern, kritisch zu sein. Sonst geht sie einem „um den Bart" und führt in eine Sackgasse.
  • Quellenprüfung – Auch blinde KI-Nutzende müssen Quellen nachverfolgen und prüfen können: Gibt es das überhaupt, oder ist es aus der Luft gegriffen?
  • Datenschutz – Nicht nur die Frage, welche Personendaten man hochlädt, sondern auch: Wo läuft die KI, in welchem Land steht der Server?
  • Fehlertoleranz – Einschätzen können, ob das Ergebnis plausibel ist, und ein Gespür dafür entwickeln, wann die KI anfängt zu spinnen.
Fazit der beiden: An der Notwendigkeit von Tastatur-, PC- und Screenreader-Beherrschung hat sich nichts geändert – die Anforderungen an die Grundkompetenzen steigen eher.

Praxisbeispiele: Barrierefreies Dokument und Bewerbungstraining (00:23:43)
Das erste Beispiel ist ein Eigentor mit Lerneffekt: Ein KI-Modell erzeugte aus einem nicht barrierefreien PDF ein optisch perfektes Dokument mit Überschriften – nur enthielt es beim Prüfen mit JAWS keine einzige echte Überschriftenformatierung. Erst nach einem präzisen Prompt (Überschriftenformatierung, beschriftete Tabellenkopfzeilen, definierte Listen, ARIA-Labels) kam ein wirklich screenreaderfreundliches Dokument heraus. Ohne Grundkompetenz wäre der Fehler unbemerkt geblieben.
Das zweite Beispiel: Bewerbungstraining mit KI. Wer nur „ich habe mich als Sachbearbeiter beworben" eingibt, bekommt beliebige Fragen. Erst mit dem Link zur Stellenausschreibung und geschwärzten Lebenslaufdaten wird das Training realistisch. Der zweite Referent berichtet von einem Übungsgespräch mit Gemini in der Rolle einer Arbeitgeberin im öffentlichen Dienst – auf die Vorgabe „sei streng" hin bis zu Notfall- und Recovery-Szenarien, mit anschließendem Feedback: fachlich gut, aber zu ausweichend bei konkreten Beispielen.
Empfohlene Werkzeuge aus dem Vortrag: Notebook LM von Google für quellenbasiertes Arbeiten (mit Quellenangabe und Sprung ins Dokument), Moodle in Verbindung mit KI für die Kurserstellung – wobei ausdrücklich nur eigene, verlässliche Quellen hochgeladen werden, sonst kommen etwa Tastenkombinationen für englische Tastatur-Layouts zurück.
Wünsche zum Abschluss: KI als Querschnittsthema fest in den Reha-Verlauf einbauen, Ausbilderinnen und Ausbilder schulen – und Arbeitgeber sollten den Datenschutz nicht als pauschales Ausschlusskriterium vorwegschieben, denn es gibt DSGVO-konforme und offline laufende Modelle. Ausblick: KI-Agenten, die Aufgaben selbstständig im Namen der Nutzenden erledigen.

Vortrag 2: KI als Taststock der digitalen Welt (00:39:30)
Rainer Brell betreut am BFW Würzburg das Projekt NVDA nachhaltig. Er stellt das kostenlose Add-on KI-Assistent Pro vor, das man über den NVDA-Store installiert und mit einem KI-Dienst verbindet (im Beispiel Gemini per API-Schlüssel).
Kurzer Marktüberblick: Gemini von Alphabet/Google, Claude von Anthropic, Copilot von Microsoft, Grok – alles US-Anbieter; in Europa Mistral aus Frankreich als derzeit DSGVO-konforme Option.
[Demo] Gezeigt wird die Praxissoftware THEORG für Physiotherapie-Praxen und Masseure – in Deutschland weit verbreitet, für Screenreader aber praktisch unzugänglich: Tab und Shift-Tab bewegen nichts, die Anmeldemaske meldet nur „Eingabefeld leer". Das Add-on macht ein Foto eines Bildschirmausschnitts, schickt es an die KI und lässt sich zurückbeschreiben, was dort zu sehen ist – inklusive Hinweisen auf unterlegte Buchstaben als Shortcuts und darauf, was in welches Feld gehört. Die Live-Demo scheitert an der Internetverbindung, der Ablauf wird deshalb verbal erläutert.
Wichtige Einordnung des Referenten: Das ist ein Workaround, um über eine Barriere hinwegzukommen – kein Weg, dauerhaft mit einem Programm zu arbeiten. Dafür ist die KI nicht geeignet und sollte nicht zum Einsatz kommen.
Zweites Beispiel: die Beschreibung eines YouTube-Musikvideos von Udo Lindenberg, Szene für Szene, mit der Möglichkeit von Folgefragen (bis hin zum Automodell und dessen PS-Zahl). Übertragen auf den Arbeitskontext: Erklärvideos, Imagefilme, E-Learning-Inhalte. Weitere Funktionen des Add-ons: Spracheingabe zu Text, Transkription von Audio-Mitschnitten (etwa Meetings), Übersetzung, Bilderkennung und die Erklärung von PDF-Dokumenten – im Beispiel ein Organigramm der Stadt Würzburg, dessen Zuordnungen die KI sauber auflöste.
Vertiefung: Podcast NVDA HAWAI („Hilfsbereite Anwender werden andere intensiv informieren") – dort ist das Add-on ausführlich in zwei Stunden vorgestellt, mit Links in den Shownotes.

Vortrag 3: Orientierungs- und Mobilitätstraining (00:55:32)
Jürgen Fischer ist seit gut 30 Jahren Lehrkraft am BFW Mainz, wo behinderte und nicht behinderte Menschen seit über 60 Jahren gemeinsam Ausbildungen im Gesundheitsbereich absolvieren, und führt Orientierungs- und Mobilitätstrainings durch.
Drei Fachbegriffe erklärt er vorab: Leitlinie (tastbare Bodenstrukturen, auch eine Hauswand oder eine Bordsteinkante), markante Stelle (Litfaßsäule, Brunnen, Ampel mit Signalton) und innere Landkarte (mentales Bild einer räumlichen Situation).
Im Interview berichtet ein blinder Auszubildender in der Physiotherapie: Mobilitätstraining gab es zu Beginn der Ausbildung und noch einmal vor dem Praktikum. Entscheidend für ihn ist die mentale Karte im Kopf – dadurch konnte er sich sicherer und selbstständiger bewegen und musste im Praktikum nicht damit beschäftigt sein, wo er hinmuss. Er nutzt eine Mischung aus Leitlinien, Gehör und taktiler Wahrnehmung über Füße und Langstock. Sein Fazit: Ohne Mobilitätstraining wäre es nicht gelaufen – im Praktikum bekam er schon in den ersten Tagen viel Lob für seine Orientierung.

Herausforderungen in Kliniken und Praxen – und Fazit (01:07:59)
Was den Klinikalltag für blinde Therapeutinnen und Therapeuten schwierig macht:
  • Komplexe Raumstrukturen – gewachsene Bauten mit uneinheitlichen Anbauten, die Physiotherapie oft im Keller mit ganz anders gestalteten Gängen
  • Wechselnde Einsatzorte – Chirurgie, Orthopädie, Gynäkologie, Ambulanz, wechselnde Behandlungskabinen und Patientenzimmer
  • Menschen unterwegs – Personal und Patienten, wobei die Rücksichtnahme beim Therapeuten liegt, nicht bei den Patienten
  • Bewegte Gegenstände – Visitenwagen, Hygienewagen, Lagerungsmaterial, Rollatoren stehen jeden Tag woanders
  • Geräuschkulisse – Störgeräusche machen die akustische Orientierung unzuverlässig
  • Zeitdruck – Zwanzig-Minuten-Takte, Gespräche mit Arzt und Pflegepersonal, gleichzeitige Patientenversorgung
  • Gleichzeitige Kommunikation – im Kontakt bleiben, Platz machen und sich trotzdem weiter orientieren
Daraus folgen die Anforderungen an das Mobilitätstraining: Strategien zur Raumerkundung liefern, den Aufbau der inneren Vorstellung unterstützen und Sicherheit für die konkreten Wege schaffen. Fazit: Orientierungs- und Mobilitätstraining ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung und Berufsausübung, fördert Selbstvertrauen und Eigenständigkeit und verbessert die berufliche Handlungskompetenz.

Kontakt und Links

Über die SightCity
Die SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net

SightCity Kontakt (Allgemein)
E-Mail: info@sightcity.net
Website: https://www.sightcity.net
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Transkript

Mitschnitt des SightCity Forums vom 27.05.2026 hierbei handelt es sich um drei Vorträge aus dem Block Netzwerk berufliche Teilhabe arbeitsmarktnah und innovativ zum Titel der einzelnen Vorträge hören Sie immer eine Zwischenansage Thema: Von Screenreadern zu smarter Unterstützung was kann KI wirklich leisten und wo braucht es weiterhin Grundkompetenzen Referent Frank Tebe viel Spaß mit dem Vortrag hallo hallo Frank wir unterhalten uns jetzt oh das ist n bisschen ja ja genau ein Jahr ist es her da haben wir fast an der gleichen Stelle fast zur gleichen Zeit hier gesessen allerdings am Freitag war das glaube ich hatten auch schon nen netten Vortrag über viel Technik über sehr viel Technik halt und irgendwie fragen wir uns heute noch ist der Vortrag vom letzten Jahr eigentlich hinfällig weil das Thema KI ist ja in aller Munde letztes Jahr haben wir noch uns die Frage gestellt digitale Barrierefreiheit alles ganz einfach da haben wir versucht ja diese Frage zu beantworten anhand von ein paar Beispielen und heute stehen wir hier von Screenreadern zu smarter Unterstützung heißt es so schön war jemand von euch letztes Jahr bei unserem Vortrag zufällig dabei wo es in Barrierefreiheit ging wahrscheinlich nicht Barrierefreiheit ist ja eine echte Herausforderung da ging es also um digitale Barrierefreiheit ja und der letzte Vortrag alles ganz einfach als Fragezeichen war natürlich so n bisschen ironisch gemeint und wir haben damals gezeigt so einfach ist es eigentlich nicht ja und jetzt hat uns das Jahr fast so überholt ja und jetzt merken wir auf einmal Mensch KI macht das jetzt eigentlich dieses ganze Thema digitale Barrierefreiheit überflüssig muss ich jetzt auf einmal mich da überhaupt nicht mehr drum kümmern brauch ich vielleicht nicht mal mehr einen Screenreader bedienen können und ja wie ist das mit der KI also die KI war im letzten Jahr also bei mir so weit weg also mir gings eigentlich darum so n bisschen die Strukturen die Grundkompetenzen zu vermitteln damit wir überhaupt digitale Barrierefreiheit gewährleisten können darum ging es ja so und heute kann man sich fragen hat sich das erledigt löst die KI das alles von allein und die Frage stellen wir uns heute eigentlich genau und kleiner Spoiler mit der Barrierefreiheit da kann die KI schon helfen aber es geht ja auch um die Grundkompetenzen und dann sind wir ja ganz schnell bei dem Thema Grundrehabilitation sagt Ihnen sicher was und du machst so was für das Berufsförderungswerk Düren was läuft in der Grundreha ab damit wir uns erst mal bringen uns mal auf den gleichen Stand und dann gucken wir in Richtung KI also das Ziel ist ja die Selbstständigkeit in in der Ausbildung im Beruf und im Alltag letztendlich also für Blinde und hochgradig Sehbehinderte Menschen halt und unsere Zielgruppe sind natürlich berufstätige die nach Erkrankung oder Unfall in ihrem Beruf zurückkehren wollen so wie Menschen vor einer vor einer Umschulung halt und welche Inhalte vermitteln wir da na das ist natürlich Brailleschrift die Screenreader-Bedienung also eigentlich explizit JAWS jetzt in diesem Falle Zehnfingerschreiben das Office Programm die ganzen Anwendungen die eigentlich im alltäglichen Workflow im Job uns da begegnen was haben wir noch mehr LPF natürlich lebenspraktische Fertigkeiten und Fähigkeiten Orientierung und Mobilität und auch der Ausbau beruflicher schlüsselqualifikationen so das ist bei uns das Thema oder sind die Themen in der Grundreha das hört sich aber nach ner Menge an also die dauert wie lange ein Jahr ein Jahr ja so ist das bei uns auch und ich denke mal ich ich guck jetzt mal in in Richtung Jürgen so ist das sicher auch in in Würzburg ja dass die Grundreha ein Jahr dauert ist vollgestopft mit mit viel Stoff und vielen Dingen die man da lernen muss und ich hab bei uns in Halle tatsächlich auch manchmal die Erfahrung gemacht dass Leute gerade so in den 1. zwei, drei Monaten auch ein bisschen Angst haben Mensch ich schaffe das jetzt ja auch nicht mir läuft die Zeit davon ich krieg das ja auch nicht mehr hin wenn ich mir jetzt vorstelle dass wir da jetzt noch mit KI reinhauen ist das nicht noch was zusätzliches schafft ihr das mit im Unterricht wie knuspert ihr das da es ist ja im Lehrplan oder in der in der verfahrensanweisung oder in der in der verlaufsbeschreibung ist es ja noch gar nicht vorgesehen letztendlich aber trotzdem ist KI mittlerweile alltäglich und Sehende nutzen es als Tool als Werkzeug letztendlich und warum sollen seheingeschränkte oder blinde Menschen das nicht auch nutzen können halt aber es bedarf ja auch einer gewissen Technik halt genauso wie ich lernen muss mit dem Screen mit dem umzugehen muss ich auch lernen mit der KI umzugehen letztendlich also ich kann ja nicht sagen bitte KI löst mir das Problem jetzt mal hier und mach mir das Dokument barrierefrei sondern die KI will auch schon explizit wissen ja was sie zu tun hat und dann bring ich ja nachher noch ein, zwei Beispiele an in den Vorführeffekt hatten wir eine Vorbereitung unseres Gespräch auf unser Gespräch hier und deswegen stellt sich die Frage bedarf es eigentlich noch der Grundkompetenzen oder können wir der KI einfach sagen lösen wir das Problem mach es barrierefrei als solches und wenn wir immer sagen die KI ja das hört sich so an als ob das sozusagen eine Sache ist die man jetzt bedienen lernen muss so wie ein Word oder sowas ja dabei ist das ja und das wissen glaub ich die meisten hier ne ganz ganz vielschichtige vielfältige Sache und da muss man ja auch mal sagen und dann sind wir schon wieder bei dem Thema Barrierefreiheit auch der Oberfläche also ich muss ja auch die KI erst mal barrierefrei die muss mir barrierefrei angeboten werden damit ich sie überhaupt bedienen kann ja das heißt also auch da muss man ja sicher auswählen in der Grundrehabilitation auch als Ausbilder was mach ich da wo welche KI benutze ich wie bediene ich die und so weiter und so fort also ich kann mir vorstellen dass das schon auf der einen Seite n n zusätzlicher Stoff ist den ich vermittle ja aber vielleicht Holt man ja auch wieder so n bisschen Zeit rein weil die KI da ist ja das das I steht ja für Intelligenz und wie ist das Mikro ich weiß nicht hört ihr mich ja gut ich hör mich ja so immer mal so abgehakt irgendwie wenn ihr mich hört dann ist das in Ordnung ja ja ja also die diese Oberflächen sind auch nicht so einfach also ich kann mir vorstellen die muss man auch trainieren ja dann im in der Grundreha zum Beispiel ja ja immer die grundsätzliche Frage stellt sich ja wie wie behandeln wir das Thema behandeln wir das als Inselthema und ne als richtiges eigenständiges Fach oder als Querschnittsthema das heißt als zum Beispiel jetzt in der Grundreha als Lernbegleitung die KI als Lernbegleitung so da könnte man natürlich sich jetzt fragen jetzt noch mehr Stoff halt ne also weil die Grundreha ist schon ziemlich vollgepackt auch wenn wir 12 Monate Zeit haben ne bevor überhaupt die Grundreha greift vergehen drei bis sechs Monate bis der Teilnehmende ne gewisse Souveränität im Umgang der Grundkompetenzen überhaupt gewonnen hat so und da kann man sich die Frage stellen packen wir das jetzt noch extra mit rein ne auch wenn es n Querschnittsthema ist aber das der Stoff wird ja immer immer umfangreicher das heißt die Grundreha wird ja immer vollgepackter was fällt denn jetzt da hinten rüber und die Frage haben wir uns ja gestellt und das versuchen wir jetzt hier auch bisschen zu erläutern vielleicht muss man da auch noch mal unterscheiden zwischen KI die wir zum Beispiel aufm Handy nutzen ja also zum Beispiel sagt es keinem weiter wenn ich Auto fahre und müde bin dann mache ich manchmal Gemini an und sage der das Handy liegt auf dem Beifahrersitz das läuft alles mit Freisprech also ich bin immer im juristisch sicheren Bereich aber ich sage zu Gemini sowas wie ach ich fahr grad mit dem Auto und ich bin müde ich ich brauch jetzt irgendeinen zum quatschen und dann können können wir da ein Gespräch führen wir können vielleicht kann ich da fragen ich möchte zur SightCity erzähl mir doch mal welche Stände da für mich alles interessant sein könnten ich arbeite im Berufsförderungswerk dann würde die mir das die ganze Zeit erzählen und ich könnte mir das vielleicht merken oder nicht und das ist so mehr so schnodderig auf der privaten Ebene die Berufsförderungswerk machen auch berufliche Rehabilitation und das ist jetzt mal ne andere Nummer ja mir nützt es jetzt überhaupt nichts wenn ich als Teilnehmer oder rehabilitantin oder rehabilitant bei uns sage ja ich kann ja mit Gemini mir das Wetter vorhersagen lassen oder irgendwas ich muss es ja am Ende im Job nutzen und das ist ja eigentlich das was dann auch die Leute bei uns mit erlernen müssen und die müssen da eben die vor und Nachteile und eben auch die die Skills und die und die Wege wie wie komm ich zum Ergebnis was nützt im Job hab ich immer sowas wie Daten die ich hin und her schieben muss ich muss was in der Datenbank machen muss Daten auswerten et cetera und ich ich glaube so geht ja ja sicher auch in der Grundreha ran das da quatschen ja nicht alle durcheinander mit ihrem Handy wenn KI dann nicht als als Entertainment sondern wirklich als Tool als Hilfsmittel genau letztendlich ich mein worum geht es in dem Job so was was hab ich zu tun das heißt ich muss ich meine was macht JAWS JAWS liest Informationen aus so ich bekomme sie ich meine dafür muss natürlich auch ne gewisse Voraussetzung da sein dass JAWS oder der Screenreader allgemein dass ich mich da gut durch navigieren kann dass ich ne Struktur habe das is ja genau das Ding weil und der Sehende sieht ein gut strukturiertes Dokument mit Überschriften die groß sind die einen gewissen Absatzabstand haben und so weiter mit Aufzählung und Listen das is ja ne visuelle Struktur die haben wir Blinden ja eben nicht das heißt wir müssen ja gucken dass wir dass wir diese Struktur uns visualisieren obwohl wir sie nicht sehen halt und darauf kommt's ja an und das war ja das Thema im letzten Jahr diese unsichtbare Struktur die wir durch den Screenreader ja letztendlich klarmachen können halt so und die KI hilft uns ja diese Informationen auszulesen zusammenzufassen so aber dann geht's ja im Job auch weiter ich muss ja nicht nur Informationen auslesen ich muss sie auch verarbeiten können das heißt ich muss Daten verarbeiten ne wenn wir schon von EDV arbeiten oder Workflow sprechen das heißt elektronische Datenverarbeitung und nicht nur die Information aufnehmen so und da wie kann denn da die KI als Hilfsmittel zum tragen kommen diese Frage stellen wir uns ja genau und ihr nutzt das als Lernbegleitung sag ich jetzt mal wir offiziell nutzen wir das noch gar nicht im Moment nutze ich als Ausbilder das ja weil es mir hilft halt ne wenn es darum geht zum Beispiel Dokumente barrierefrei aufzuarbeiten also wir setzen es zum Beispiel ein da ich auch als Vermittlungsfachkraft unterwegs bin und wir trainieren natürlich auch wenn wir in der Bewerbungsphase sind wenn's darum geht n Vorstellungsgespräch zu führen ich hab Teilnehmer die haben seit 30 Jahren kein Vorstellungsgespräch mehr geführt so das üben wir natürlich aber die wollen sich auch gerne zu Hause vorbereiten und haben zum Beispiel auch ein Vorstellungsgespräch mittels ChatGPT Gemini und Co geübt so ne und hat auch gleich n Feedback bekommen wohlgemerkt ne also da setzen wir es ein und das ist ja auch das Thema heute dass wir es offiziell auch einsetzen dass wir das auch wirklich zum Thema machen im Moment nutzt jeder das als Tool nach seinem Ermessen und das ist glaube ich ganz wichtig und das hat vor und Nachteile also ich glaube wir müssen alle wir sind alle in so ner Situation wir müssen auch n bisschen spielen dürfen damit wir müssen das alle erstmal kennenlernen wir müssen uns daran gewöhnen und auch der der Ausbilder die Ausbilderin die wir stehen ja alle vor von neuen Herausforderungen da auf der anderen Seite ist das natürlich auch nicht ganz ungefährlich muss man auch klipp und klar sagen wir haben BFW Halle wir haben zum Beispiel ne tatsächlich eine KI-Richtlinie für die ganze Firma da gibt es natürlich im Unterricht schon besondere Situation dass man sagt okay im Unterricht da werden in der Regel keine sensiblen Daten also keine Daten die datenschutzrelevant sind verarbeitet aber wenn ich jetzt das natürlich mit Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mache wer sagt denn mir also dass die das nicht einfach von sich aus machen und Sachen hochladen in die KI wo wir sagen würd ich lieber nicht machen das heißt also bei der KI wir spielen ja aber ab einem bestimmten Punkt sage ich muss man sich auch über die gefahren bewusst sein man muss also wissen und auch auseinanderhalten was macht Copilot was machen meinetwegen ich weiß ihr nutzt Moodle auch mit in in Verbindung mit KI ja was machen die Sprachassistenten und so weiter also und wie bewege ich mich so dass ich auch rechtssicher bin nicht dass ich auf einmal sage ich sitz hier in der Klasse mit Lieschen Müller Fritzchen Schulze und Peter Schnickenfittich wir alle sind blind und wir machen hier ne berufliche Reha schwupp bin ich schon mit einem Bein na ja ich will jetzt nicht sagen im Knast aber auf jeden Fall in der in der datenschutzfalle ja das heißt also an der Stelle Obacht man muss aber die Technik auch irgendwann halbwegs beherrschen und entsprechend auch kanalisieren ja ja die KI als als Querschnittsthema in der beruflichen Reha ja du sagst immer die ist schon da die KI ihr müsst sie nur noch nutzen oder sowas in der Art ja und dann fragt man sich wie binde ich die KI auch wirklich strukturell ins Konzept ein letztendlich ne und was passiert wenn wirs nicht tun so ne ich mein die KI ist ja bereits da ja das heißt immer schön KI KI letztendlich sind es die wir nutzen das sind Sprachmodelle also die Large Language Models so ne und wenn die sich da ihre Antworten zurecht bastelt aus irgendwelchen Tokens und und aus dem Kontext heraus das klappt ja alles wunderbar und erkennt auch Text in in einem Dokument wo gar kein Text enthalten ist sondern nur Bilder teilweise oder in der Regel auch besser als irgendwelche OCR-Anwendungen sag ich mal die nur zeilenweise irgendwie die Texterkennung haben fasst die KI sämtliche Informationen zusammen und zwar nach meinem nach meinem Bedürfnis also ich sage fasse mir dies und jenes zusammen ne und da muss man sich jetzt mal die Frage stellen ja die KI ist bereits da teilnehme teilnehmende nutzen sie ja auch aber auf privater Ebene die holen sich dann den eigenen Account ne und versuchen damit zu üben und wenn es dann heißt es ja ich habe hier mal ein Bewerbungsschreiben aufgesetzt hab ich mit KI gemacht so dann Kam da natürlich dann ne Bewerbung raus die eigentlich am Job-Ziel vorbeigeschossen ist weil er auch dementsprechend nicht die entsprechenden Informationen der KI mitgeteilt hat um ne wirklich auf die Stellenausschreibung wirklich konzipierte Bewerbung auszugeben halt ja und da gibt es im Prinzip vier große Themenfelder auf die man achten muss ja und die wir natürlich auch in der Grundrehabilitation vermitteln und wo wir auch unsere Leute da sensibilisieren das 1. und das habt ihr sicher auch schon mal gehört dieses Wort ist glaub ich auch neu mehr oder weniger eingezogen mit der KI das Prompting also einen Prompt schreiben das heißt also je besser ihr die KI mit Informationen füttert je besser ihr ihr sagt was ihr von ihr erwartet desto besser ist auch das Ergebnis das ist der 1. ganz wichtige Punkt den man immer beachten muss also ihr müsst auch die KI zum Beispiel in in eine Rolle versetzen das kann man im prompt machen also sowas wie zum Beispiel dass man ihr auch sagt sei kritisch ansonsten sagt ihr immer ah eine sehr gute Idee und wird euch immer um den Bart gehen und ihr habt das Gefühl ihr macht alles richtig aber das führt euch unter Umständen auch in ne Sackgasse und da muss man eben der KI sagen sei kritisch sei ausführlich begib dich in die Rolle einer Agentur eines Arbeitgebers eines weiß nicht was das ist das Erste das Prompting ja die zweite Geschichte ist die Quellenprüfung es gibt ganz verschiedene KI Produkte und die geben euch die hauen euch irgendwas raus und wenn ihr das weiter verarbeiten wollt müsst ihr auf jeden Fall ja wissen wo kommt das eigentlich her das heißt auch der blinde KI Benutzer muss irgendwo in der Lage sein ne Quelle nachzuverfolgen zu prüfen und zu gucken gibt's das überhaupt oder ist das einfach aus der Luft gegriffen ja der dritte Punkt den hatte ich schon erwähnt eigentlich das ist der Datenschutz das ist das was dann auch am Ende justiziabel sein kann wenn man da grobe Fehler macht und das ist wirklich nicht wie soll ich sagen ja das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen also Datenschutz gerade hier in Europa und bei uns ganz wichtig und damit meine ich jetzt gar nicht nur dass ich nicht irgendwelche Personen Daten hochlade da ist schon die Frage wo wird denn die KI wo wo läuft denn die auf welchem in welchem Server wo steht der Server in welchem Land ja und wenn ich ebend als Firma irgendwo was mache dann möchte ich unter Umständen nicht dass meine Daten in USA verarbeitet werden sondern ebend irgendwo in Europa das ist Datenschutz und als letzter auf der vierte große Punkt auf den man dann auch achten muss ist ebend auch einzuschätzen ist das was die KI da jetzt sagt auch plausibel also die Fehlertoleranz ich darf ihr also nicht alles abnehmen ich darf nicht glauben bloß weil da ja künstliche Intelligenz dran steht dann weiß die alles und ich nehm das alles so unkontrolliert hin das heißt also auch da muss man lernen auch als Teilnehmerin oder Teilnehmer bei uns und bei euch sicher auch wie kann ich wie wie merke ich oder wie entwickle ich auch ein Gespür dafür wann die KI anfängt zu spinnen die vier Dinge sind alle für sich so vier große Parts ja also da schließt sich der Kreis auch wieder ne wie kann ich denn die Fehlertoleranz da auch minimieren letztendlich so da sind wir ja wieder beim Prompting wenn ich der KI nicht explizit sage wenn du dir nicht sicher bist dann gib auch kein Ergebnis aus dann sag's mir lieber anstatt hier so rumzuraten und aus dem Content aus irgendwelchen Token mir dann eine Antwort zu geben und deswegen wie wichtig es ist mit diesem Tool umzugehen halt ne ich mein auch die Eingabe wie bei Google früher wie war es wenn ich n vernünftiges Suchergebnis haben will ja dann heißt es ne such mir bitte keine Ahnung ein Pizzaladen in Hamburg so dann hab ich erstmal irgendwie gefühlt 10.000 Ergebnisse halt wenn ich aber sagen will ne such mir bitte ein Pizzaladen in unmittelbarer Nähe von mit dem und dem Angebot und haben die zufällig auch noch n Lieferdienst dann hab ich doch viel eher das Ergebnis als wenn ich sage ich durchwühle erstmal 10.000 Ergebnisse so das ist ein ein spannendes Thema weil auch die klassische Google Suche will gelernt sein ne viele kennen die Google Suchparameter als Beispiel gar nicht das heißt ich möchte jetzt verschiedene Produkte haben schließe aber die und die Marke aus das kann man ja mit den Suchparametern machen ne oder such nur auf dieser einen Webseite mir das und das raus so das wissen die wenigsten halt und genauso muss ich ja mit der KI auch umgehen weil sie mir ja auch Ergebnisse ausspuckt das hat aber auch eine gewisse Anforderung an die Ausbilderinnen ja auf jeden Fall ich meine man muss mal eins sagen die Grundreha das ist eh schon kein leichtes Ding ja also die Ausbilder es gibt auch keinen Ausbilder der sich nicht mit JAWS auskennt und Grundreha macht insofern wenn jemand gibt es nein bei uns nicht okay bei uns natürlich auch nicht ja ja ich bringe mich ja jetzt nicht aus dem Konzept bei uns sind alle Top nein natürlich es ist sie wissen selber wenn jemand neu anfängt zum Beispiel ne Ausbilderin die braucht schon ne Weile um um sich da einzufuchsen aber bei der KI ist es das gleiche ja alleine die paar Sachen die wir jetzt gesagt haben wenn ich das alles noch umsetze in in Verbindung mit dem Screenreader immer nachher vielleicht auch noch n bisschen was das ist schon eine Hausnummer und da müssen natürlich unsere Ausbilderinnen sich auch dolle vorbereiten deshalb ist das schon ein dickes Brett was man da bohrt ja ja und das heißt auch die Ausbildenden ja die müssen sich da mit dem Thema beschäftigen halt so und dann stellt man sich ja die Frage so wie ist es denn jetzt mit den Grundkompetenzen bestellt so brauch ich sie alle noch die ich in der Grundreha vermittelt bekomme sind sie eigentlich in der in der ganzen Fülle noch notwendig um mittels KI meine Ergebnisse zu bekommen und na ja das ist ja vorhin hab ich ja schon mal so bisschen angedeutet es gibt n Unterschied zwischen privat privater Nutzung und professioneller Nutzung ja und und da muss man einfach so sagen wenn ich jetzt und das mach ich ja im Berufsalltag natürlich muss ich meinen Screenreader beherrschen um eine Applikation zum Beispiel zu bedienen natürlich muss ich den Screenreader beherrschen um auch eine KI- Applikation zu bedienen natürlich muss ich das alles beherrschen um zum Beispiel Daten in eine KI reinzuladen und das Ergebnis auch wieder abzuholen und die Daten dann weiter zu verarbeiten die KI ist eigentlich aus meiner Sicht nur wie so ein vielleicht wie so n wie so wie so eine Assistenzkraft die was entgegennimmt verarbeitet und mir in einer schöneren Form wiedergibt aber ich komm nicht umhin das dann selber zu verinnerlichen zu lesen und weiter zu verarbeiten das heißt also eigentlich hat sich aus meiner Sicht an der Notwendigkeit der Grundkompetenzen sprich Tastaturbeherrschung PC-Beherrschung Screenreader-Beherrschung oder von mir aus auch Großbildausgabe Sprachausgabe und solche Dinge hat sich eigentlich überhaupt nicht geändert vielleicht ist es sogar eher so dass die Anforderung noch gestiegen ist so sehe ich das nämlich also die Anforderungen an den Grundkompetenzen die wir in der Grundreha vermittelt bekommen die werden steigen ja und nicht wie es heißt ja die KI das hört man ja oft von Teilnehmenden oh die KI löst das für mich ich hab das mit KI gemacht und dieses und jenes so das Ergebnis ist auch dann da es sind Informationen da aber sie sind halt nicht professionell halt und deswegen glaub ich auch gerade um die KI zu bedienen und um auch das Ergebnis zu überprüfen letztendlich da bedarf es ja auch an gewissen Kompetenzen halt hast du da Fallbeispiele mal so was bei euch oder was du vielleicht auch selber schon erlebt hast wir sind ja nicht ganz unvorbereitet hier reingegangen so und dann hab ich ja hab ich dir voller Stolz ein KI-Modell vorgestellt oh ich habe ein Modell gefunden da lädst du einfach jetzt n nicht barrierefreies Dokument hoch also keine keine Überschriften nichts reiner Text war sogar noch als Bild im PDF und hochgeladen und dann hat er mir was Schönes ausgegeben unser Gesprächsleitfaden wunderbar mit Überschriften alles und dann habe ich dir doch voller hab ich dir doch erzählt oh guck mal hier der schmeißt mir alles barriere- oder screenreaderfreundlich aus sagen wir es mal so vorsichtig ich habe mich noch nichts zu sagen getraut bitte ja okay ich habe mich da nichts zu sagen getraut weil weil es nicht screenreaderfreundlich war es war es war wunderbar visuell mit Überschriften alles oh ne sah auch eigentlich nach Überschriftenformatierung aus also nach einer schönen Absatzformatierung und dann gehe ich da mit JAWS drüber und merke hm keine Überschriften im Dokument vorhanden ja warum denn nicht ja weil ich weil ich der KI nicht gesagt habe bitte gib mir ein screenreaderfreundliches Dokument mit einer sauberen Überschriftenformatierung bitte beschrifte mir die Tabellenkopfzeilen bitte mach eine schöne Aufzählung am besten noch mit ner definierten Liste die noch einen Namen hat mit ARIA-Labels und und und so erst dann hat sie mir ein screenreaderfreundliches Dokument zum Download angeboten und das passte dann halt auch also selbst ich der sich mit diversen Modellen beschäftigt ne die mir die Arbeit erleichtern sollen damit ich screenreaderfreundliche Dokumente auch weitergeben und weiterleiten kann habe einen Fehler gemacht indem ich der KI nicht sauber gesagt habe mach das mal bitte also das war der der Vorführeffekt der hängt mir heute noch hinterher und du hättest es nicht rausgekriegt wenn du nicht den Screenreader bedienen könntest könntest oder beziehungsweise wenn du nicht wüsstest auf was kommt's bei barrierefreien Dokumenten an also die Grundkompetenz sozusagen die du natürlich hast hat dir an und für sich an der Stelle geholfen um zu merken oh da stimmt noch was nicht ganz genau ganz genau und darum bedarf es eben weiterhin an diesen Grundkompetenzen und ich glaube sogar noch ein bisschen mehr als sonst du hattest vorhin noch so ein Beispiel erwähnt das würde mich noch mal genauer interessieren und zwar das mit dem Vorstellungsgespräch kannst du dann noch sagen wie ihr das einbaut weil das ist ich muss mal sagen im Berufsbildungswerk ne das ist immer ein Thema Vorstellungsgespräch Bewerbungstraining das ist das A und O und da nutzen wir da freue ich mich über jede Hilfe sage ich jetzt mal die wir kriegen können die wir bekommen können und wenn du das mit KI machst da bin ich jetzt gespannt ja was braucht die KI um mich vernünftig ausfragen zu können so das heißt die KI stellt mir ja fragen wie beim Vorstellungsgespräch ich bin auch bei diversen Vorstellungsgesprächen dabei weil immer Fragen zu irgendwelchen Hilfsmittel aufkommen und so weiter und dann kennt man halt auch die Fragen und was braucht die KI so und dann kommen dann Teilnehmer an die dann privat mit ihrem privaten Account oh ich hab hier mich schon vorbereitet auf das Vorstellungsgespräch dann hab ich gefragt ja welche Informationen hast du ihr denn gegeben so damit sie auch genau ne speziell auf die Stellenausschreibung spezifische Fragen stellen kann so ich hab gesagt ich hab mich als Sachbearbeiter beworben so da und da mehr nicht was für Fragen könnten da auf mich zukommen also so weit hergeholt irgendwie und ich muss sie füttern das heißt ich habe hier erst mal die Webseite mit meiner Stellenausschreibung die ist ja öffentlich hab ihr den Link gegeben so guck dir mal bitte die Stellenausschreibung an ja KI ne und meiner Freundin ChatGPT sage mal meine Freundin ChatGPT aber die hab ich mittlerweile abgesägt weil ich einen neuen Freund gefunden habe und und dann hat sie sich erstmal die Stellenausschreibung angeguckt so so dann braucht natürlich die KI auch die Lebenslaufdaten von dem Bewerber so ich habe Mittel und Wege mit Acrobat Pro das auch zu schwärzen dass die Informationen auch für die aus dem Dokument raus sind aber der Teilnehmer nicht wenn er dann n wortdokument hat dann möge er seinen Namen bitte daraus löschen und dann hab ich nur die Lebenslaufdaten letztendlich auch die mit hochgeladen da könnt ich ja jetzt mein der KI Fragen kennen Sie Max Mustermann wahrscheinlich kommt er da die ganzen Teilnehmer ja wahrscheinlich übrigens das mit den Bewerbungen du hattest mir das ja schon im Vorfeld gesagt ich hab das mal selbst probiert auch mit eurem Auto Sie können es sich vorstellen Langeweile meine Freundin heißt Gemini und ich hab die dann gefragt und und hab zu der gesagt pass auf du bist eine Arbeitgeberin Arbeitgeberin im öffentlichen Dienst und ihr schreibt eine IT- Stelle aus ich komme selber ursprünglich aus der IT und und dann hab ich gesagt und sei streng mit mir im Bewerbungsgespräch und dann hat die losgelegt und hat mit mir Bewerbungsgespräch geführt das ging richtig ans Eingemachte das ging soweit dass die von mir so sagen wir mal Notfall-Szenarien solche Recovery-Szenarien abgefragt hat was stellen sie sich vor die Server fallen aus was würden Sie tun und so ja und irgendwann hat die dann gesagt wie haben sie dann früher reagiert da in so ner Situation und da hab ich und ich hatte dann langsam die Lust verloren weil die hat mich genervt muss ich ehrlich sagen die hat immer wieder gefragt ich ich habe eben gesagt sie soll streng sein sie war sehr streng so und dann habe ich irgendwann gesagt na ja das wie wie ich das früher gemacht habe das kann ich jetzt natürlich nicht sagen das steht ja auch unter Datenschutz da kann ich keine andere Firma verraten na gut und da hat sie sich dann irgendwann zufrieden gegeben wir haben uns dann getrennt ja virtuell und danach bin ich noch mal rein sage da jetzt will ich auch mal ein Feedback haben ja wie war ich denn und da hat die dann gesagt also fachlich war ich also ganz gut erstmal oh ein Glück ja und aber ich bin zu sehr ausgewichen ich hätte doch ein paar ein paar konkrete Dinge von der vorherigen Firma bei so Problemlösung hätte ich doch mehr bringen müssen und das fand ich dann schon ziemlich Heavy von so ner von so einer ich sage jetzt wirklich mal so einer blöden KI dass sie das so dahin kriegt ja ja es ist aber es ist trotzdem das ist erstaunlich was dabei rumkommt und wie einen das doch triggert auch letztendlich genau so und ja aber es hilft es hilft weil sie sie sie legt das alles offen so und sagt hier erstmal was Phase ist da ist man zwar erst mal geplättet aber als Ausbilder würde ich's wahrscheinlich genauso machen ja so aber da kommen wir ja zu dem Thema zurück so das ist ja dann ne Lernbegleitung wenn wir die KI als Thema als Querschnittsthema noch irgendwo mit einbauen dann muss ja irgendwas hinten rüberfallen haben wir aber festgestellt dass wir an den Grundkompetenzen aber nicht rumschrauben sollten ne und aber es hilft auch den ausbildenden aber es nimmt Arbeit ab ich muss zwar weiter immer Skills mir aneignen um die KI dementsprechend zu füttern aber so lernt der Teilnehmende selbst den Umgang mit der KI sag ich mal und als Lernbegleitung also als Querschnittsthema muss das da unbedingt mit rein wir sind ja so n kleines bisschen mit also eigentlich nicht ein kleines bisschen aber schon mit Zeitverzug angetreten ja und ich möchte auch nicht zu sehr unsere Nachfolgenden frustrieren lass uns mal so ein Fazit ziehen auch wenn wir eigentlich noch n bisschen mehr Zeit hätten ich will vorher noch kurz eins sagen wir hatten ja gesagt Quellen beurteilen und und und solche Dinge dass das eines der hauptsächlichen Sachen sind da will ich ein Produkt mal erwähnen zum Beispiel Notebook LM von Google ja es hat fast jeder einen Google-Account das kostet erst mal nichts und mit Notebook LM kann ich eben zum Beispiel ganz gezielt Dokumente ja ich sag jetzt mal hochladen ich sage mal ein extremes Beispiel ich mach auch so Videobearbeitung das mache ich mit Da Vinci Resolve ich weiß nicht ob das einer kennt und da gibt es bestimmt ich ich denke mal so um die 6.000 Seiten Beschreibung alles in Englisch so ein bisschen Englisch kann ich auch aber in der 6.000 Seiten da verläuft man sich da lad ich die da einfach hoch ich kann dann in Notebook LM ne deutsche Frage stellen und krieg ne deutsche Antwort mit ner konkreten Quellenangabe wenn ich dann nur mit der Maus drüber gehe dann springt er mir sofort in das Dokument da bin ich natürlich wieder dann im englischen aber das versteh ich dann schon soweit und damit ist man also mit solchen Modellen da kann man wirklich sehr sehr eingrenzen wie weit die Suche geht ja wenn ich jetzt in ChatGPT einfach sagen wir mal der Sache freien Lauf lasse ja dann ist es natürlich bisschen schwieriger aber da kann ich auch Dokumente hochladen muss ich mal dazu sagen ja aber da ist Notebook LM und ich finde auch diesen gesamten Google- Kosmos sage ich jetzt mal an der Stelle mit Gemini Notebook LM und Nano Banana sagt Ihnen vielleicht auch was das funktioniert an für sich ganz gut aber und die andere Seite ist ich hab's noch nicht mit blinden probiert muss ich ehrlich sagen Notebook LM die Oberfläche sieht ziemlich die hat also mehrere Bereiche und so weiter ist eines der Dinge die ich sicher jetzt in den nächsten Wochen mal probieren werde also kann ich nur empfehlen ne wir haben ja auch Moodle ist ja bei uns auch ein Thema ist auch schon am Start sage ich mal wenigstens was das Arbeitsmaterial betrifft und auch dort so so wie bau ich die Kurse auf dann hab ich auch dementsprechend meine Quellen hochgeladen weil ich genau wusste weil ich genau wusste das sind verlässliche Quellen denn wenn ich die Quellen einfach in den Orbit schicke bei einem KI-Modell dann schmeißt er mir auf einmal Tastenkombinationen raus die auf ein englisches Tastatur-Layout sich berufen und das ist natürlich auch wieder fatal so die ersten Erfahrungswerte die ich gemacht habe ah ich muss ja auch sagen ich möchte das gerne mit einer ja in der deutschen Sprache und mit dem deutschen Tastatur- Layout möchte ich gern die Tastenkombinationen haben also diese Erfahrungswerte hab ich dann auch gesammelt halt ne und hab meine eigenen Quellen hochgeladen ich mein wir haben ja auch unsere Fachliteratur unsere eigene und hab hab die hochgeladen und hab mir wunderbar formulierte Kurse da rausgegeben halt und auch noch formatiert wie ich es haben möchte ne ich geb die mir also ich lasse die immer als HTML-Code ausgeben weil ich da die Moodle-Kurse nicht mit dem Texteditor fülle sondern rein im HTML-Code weil ich dann viel besser die Formatierung auch erkennen kann und da kommt ne saubere Struktur raus wenn ich ihr sage wie sich die Struktur zu bauen hat ausschließlich basierend auf den Quellen die sie von mir bekommen hat wenn du dir jetzt was wünschen dürftest so zum Abschluss also ich meine jetzt nicht den Weltfrieden den wünschen wir uns alle aber ich meine jetzt so als persönliche Geschichte so für im im Reha in der Reha Praxis ja es gilt einiges anzupassen Grundkompetenzen sollten auf gar keinen Fall hinten rüberfallen aber man sollte schon ja ich würde mir wünschen dass wir das schon in den Verlauf so schnell wie möglich mit einbauen halt ne also das sollte unbedingt als Querschnittsthema schon mit eingebaut werden es sollten zwingend sollten die Ausbilder auch geschult werden das würde ich mir wünschen dass das noch mehr angeschoben wird ich würde mir ich weiß es ist kein Wunschkonzert aber dann lass mich noch einen Wunsch äußern dass auch die Arbeitgeber sich diesem Thema widmen und nicht immer das Thema Datenschutz vorweg schieben sondern es gibt Modelle die sind DSGVO-konform wenn sie offline laufen und es gibt ja mittlerweile auch Portale das fand ich ganz spannend was du mir gezeigt hast mit so n Art Provider KI-Provider oder wie man das nennt ist es ja glaub ich ja sowas in der Art ne die einen dabei helfen wirklich n Workflow mit Hilfe der KI zu verwirklichen die der Sehende später sowieso nutzt warum sollen denn wir sie auch nicht nutzen dürfen so das wäre mein Wunsch dass wir schon dieses Thema als weiteres Hilfsmittel unbedingt in den Verlauf mit reinbringen sowohl für Teilnehmer als auch für ausbildende ja und auch für mich ich sehe das so ähnlich wir brauchen auf jeden Fall alle diese diese diese Skills diese diese Dinge die wir in der Grundreha erlernen mehr denn je um genau diese Sachen die wir jetzt besprochen haben um auch davon zu profitieren und ich bin ja auch bei uns verantwortlich für das Reha-Management und bin eben sehr nah dran an diesen Dingen am Arbeitgeber an der Vermittlung und so weiter und ich bin davon überzeugt und ja also hundertprozentig davon überzeugt dass diese dass die Kenntnis über KI die sichere Beherrschung von solchen Workflows von solchen Tools und so weiter einem Arbeitnehmer oder einer Arbeitnehmerin also riesen Vorteile bringt also auch im Bewerbungsprozess also ich glaube wenn man grade wenn man auch als blinder Mensch sich bewirbt und zeigt im Bewerbungsprozess hier ich kenne mich damit aus ich kenne ich kenne komplexe Tools ich kann damit schnell und sicher umgehen ja dann ist das was wo wo unsere Leute dann auch wieder die Nase vorn haben können denn im Moment ist es so zumindest im Osten der Bundesrepublik aber ich glaube so groß ist der Unterschied nicht dass die beschäftigungsquote ja im behindertenbereich immer noch etwas geringer ist als im nicht behindertenbereich ja und ja das kann man damit da kann man vielleicht n Stückchen Land wieder gut machen ja wenn wenn das Thema KI also richtig schön implementiert wird in diversen oder in vielen Workflows die Sehenden nutzen es warum wir nicht auch das heißt wir nutzen alle das gleiche Tool letztendlich und brauchen nicht speziell noch mal extra neue Hilfsmittel klar wir sind hier auf der größten Hilfsmittelmesse Europas es bedarf immer noch einiger Hilfsmitteltechnologien aber wenn wir vom Thema KI sprechen dann benutzt zukünftig der Blinde das gleiche Tool oder die gleichen Werkzeuge wie die Sehenden so und das ist doch das was wir eigentlich wollen die nächste Herausforderung aber da das machen wir dann im in der nächsten Messe nein das war Spaß mal sehen was das nächste Mal läuft aber die nächste Herausforderung ist tatsächlich auch mit KI Agenten was zu machen ich will es einfach nur mal da so reinhauen dieses das wird kommen alles was wir jetzt machen besprochen haben sind eigentlich relativ einfache Prozesse wir geben also eine Aufgabe kriegen eine Antwort verarbeiten die ein Agent ist praktisch wie ein Mitarbeiter im Hintergrund der dann sogar Dinge in meinem Namen unter Umständen macht der schickt Mails raus der löscht Mails der ordnet mir meinen ungeordneten Schreibtisch der natürlich virtuell auf meinem in meinem Rechner sich befindet und dann wird's natürlich extrem spannend und da finde ich ist das so wie wir jetzt herangehen dieser Einstieg wenn man den von Anfang an mitmacht dann da hat man glaub ich auch ganz gute Karten dann die Agenten zu verstehen denn eins muss man sagen man muss da mitgehen also man muss das auch langsam erlernen verstehen um dann eben immer den nächsten Schritt zu machen ja von daher braucht es noch Grundkompetenzen genau genau KI als Taststock der digitalen Welt Referent Rainer Brell viel Spaß mit dem Vortrag okay noch mal mein Name Rainer Brell vom BFW Würzburg ich betreue dort das Projekt NVDA nachhaltig und ich will nachdem ich jetzt auch online bin ein bisschen Butter bei die Fische tun und auch mal zeigen wie KI in einem Screenreader einem weiterhelfen kann im beruflichen und im privaten Bereich da wurde ja eben schon viel gesagt und das möcht ich n bisschen mit mit Fleisch füllen und ein paar Beispiele deswegen brauchte ich auch ne Internetverbindung denn die KIs die brauchen noch ne Internetverbindung obwohl es auch nicht mehr ganz stimmt es gibt auch also mittlerweile Modelle die man auf den Computer laden kann diese LLMs diese großen Sprachmodelle die kann man schon auch auf einen Computer laden sind dann allerdings nicht ganz so leistungsfähig und brauchen auch ne relativ starke Hardware das ist so ne ganz gute ganz guter Plan B ja gut ich habe hier ein Add- on eine Erweiterung für NVDA die Erweiterung heißt KI-Assistent Pro die kann man sich vom NVDA-Store runterladen von einem Marktplatz installieren kostet nichts das einzige ist man muss die KI verbinden mit einem Dienst ich habe hier verbunden mein hier ist meine Anbindung mit Gemini da geht man einmal auf die Seite von Gemini holt sich da so einen Schlüssel den trägt man dann in diese Erweiterung ein und ist dann verbunden und kann dann seine seine Tokens sein Verbrauch dort entsprechend abarbeiten Frank wurde mal kurz gefragt wie geht Gemini und Screenreader also mit NVDA kann man gut die ganzen Seiten von Gemini benutzen ob das jetzt Notebook LM ist was ich übrigens auch sehr empfehle und sehr gerne auch benutz aber auch andere Seiten wie Claude oder ChatGPT Copilot und so weiter das ist eigentlich in der Regel ganz gut zu bedienen mit Screenreadern aber heute ist mein Thema ein Add-on eine Erweiterung zu zeigen wie das wirklich funktioniert und da möchte ich eine Anwendung aufrufen die nennt man THEORG THEORG ist eine Anwendung für Physiotherapie-Praxen Masseure also für diesen medizinischen Bereich wird sehr gerne in Deutschland benutzt und diese Anwendung ist allerdings extremst barrierearm um nicht zu sagen sehr schlecht zugänglich und ich möchte einfach mal heute zeigen was die KI leisten kann damit man ein paar Hürden ein paar Barrieren umgehen kann also Gemini ist eine KI von der Firma Alphabet beziehungsweise Google also die Google KI kann man ganz kurz sagen genau und dann gibt es Claude von Anthropic und entsprechend Copilot von Microsoft und viele andere wie Grok und so weiter übrigens alles englische Firmen in Deutschland oder in Europa gibt es Mistral aus Frankreich das ist momentan die KI in Europa die DSGVO-konform ist sich hoffentlich in den nächsten Jahren noch mehr mausern wird damit wir auch in Europa da besser aufgestellt sind gut ich rufe jetzt mal auf danke so ich geh jetzt mal auf den Desktop so THEORG Therapie Organisation Startmenü THEORG gut jetzt hab ich die Applikation aufgerufen und wenn ich jetzt mit dem Cursor runtergehe ja mit Tab oder mit Shift-Tab da tut sich rein gar nichts ich kann mit dem Bildschirm erkunden aber auch da kann ich aus Erfahrung schon vorwegnehmen man wird nicht alles sehen diese Applikation dieses Programm ist wirklich nicht sehr gut screenreaderfreundlich gemacht und jetzt kommt eine Funktion die ich jetzt mal auslöse zum Fokus bewegen Startmenü THEORG Desktop Fenster zum Fokus Startmenü THEORG Fenster so ich drücke jetzt eine Taste scanne KI-Assistent-Pro-Dialogfeld HTTP-Error 404 das auch noch okay Schalter Alt plus O okay dann gibt's hier Internetprobleme dann muss ich das und leider verbal machen stark was wäre passiert wenn ich gutes Internet hier gehabt hätte diese Erweiterung macht ein Foto von einem Teilbereich des Bildschirms dieses Foto wird dann geschickt an die KI die KI antwortet und analysiert und was dort zu sehen ist aber das ganze auch so dass ein blinder Anwender das gut versteht wir hatten es hin von Prompt Engineering also von guten Prompts und es ist nicht nur so dass dieses Bild an die KI geschickt wird sondern auch mit den Informationen bereitet das Ganze so auf dass es für einen blinden gut verständlich ist wie gesagt wie der Bildschirm aufgebaut ist und ich hätte jetzt hören sollen was alles zu sehen ist aber nicht nur das sondern es hätte mir auch gesagt das sind große Buttons und diese Buttons da ist ein Buchstabe unterlegt und ja dieser Buchstabe ist wahrscheinlich ein Shortcut und wenn ich T drück kann ich das Programm öffnen und auch die ganzen anderen Buchstaben würden mir dann erzählt werden ja und entsprechend könnte ich mir dann dieses erste Menü hier ganz gut erarbeiten und schon mal weitermachen ohne dem würde ich jetzt aufhören und müsste sagen ne hier geht's nicht weiter hier ist eine Barriere die kann ich eigentlich überhaupt nicht umgehen und weil sie einfach so stark ist und ich drücke jetzt mal ein T weil das hätte mir auch die KI jetzt gesagt ja und dann sollte das Programm ne Startmenü genau T okay Schalter Startmenü THEORG 16 Punkt 8 und Eingabefeld leer so jetzt komm ich auf die nächste Barriere ja ich geh mal mit Tabulator durch da habe ich Eingabefeld leer Eingabefeld geschützt leer Eingabefeld geschützt leer okay anmelden Schalter anmelden Eingabefeld leer und wieder Eingabefeld leer ich weiß ich kann was eingeben das sagt mir der Screenreader aber er sagt mir nicht was ich eingeben kann und hier kann ich das auch noch mal probieren mal schauen ob es jetzt geht oder ob ich es auch nur verbal machen muss seitenweises verschieben wird nicht unterstützt zum Fokus bewegen THEORG 16 Punkt 28 HP Content Eingabefeld leer probieren wir das noch mal scanne KI-Assistent-Pro-Dialog THEORG 16 Punkt 8 also ist heute nicht der technische Tag und hier würde mir jetzt auch gesagt werden was ich am Bildschirm sehe von der KI und und dann kann ich fragen was kann ich jetzt in diesem einen aktuellen Eingabefeld eingeben und die KI würde mir sagen ja hier kannst du Benutzername beziehungsweise Login Name eingeben und wenn ich entsprechend weitergehe dann ja dann Eingabefeld geschützt leer bei dem geschützten Eingabefeld könnt ich auch wieder Fragen und dann würde mir die KI sagen ja und dass hier das Passwort einzugeben ist da kann mir die KI wirklich gut helfen um solche Barrieren zu umschiffen und aber man muss eindeutig sagen das ist jetzt nichts für ne dauerhafte Arbeit das ist nur ein Workaround um um einen Schritt weiterzukommen aber nicht um mit einem Programm dauerhaft zu interagieren und dauerhaft mit einem Programm zu arbeiten das ist absolut nicht der richtige Weg dafür ist die KI in diesem Fall nicht geeignet und sollte auch nicht zum Einsatz kommen danke ja aber man kann sich dann über kleine Barrieren mit diesem Trick auf jeden Fall helfen gut ich schließe das mal hier ja Schalter Alt plus J nein ja Startmenü THEORG Desktop Liste na gut dann würde ich jetzt mal was Schönes noch zeigen weil ich auch nicht so viel Zeit habe die Auswahl Datei exportieren KI-Kompass Element Ansicht Komet 13 von 19 okay schauen wir mal ob da was zu hören ist youtube.com vollständig ständig die Brille zu wechseln das müssen sie das hier probieren so YouTube geht Seite wird geladen Udo Lindenberg vollständig geladen genau anklickbar hören wir uns mal kurz ein Musikvideo an von Udo Lindenberg der jetzt 80 geworden ist und und so weiter ja also ein klassisches Musikvideo ja wo gesungen wird aber wo auch ein Video im Hintergrund läuft und das will ich jetzt auch mal analysieren lassen Eigenschaften auch hier und scanne KI-Assistent-Pro-Dialog hallo YouTube dann mal gucken ob das klappt KI-Assistent-Pro-Dialogfeld also KI- Kompass gut hier könnte ich jetzt auch dieses Video analysieren lassen von der künstlichen Intelligenz und die würde mir dann das komplette Video beschreiben was passiert am Anfang das ganze schaut dann Udo Lindenberg Udo Lindenberg Schieberegler für Suche KI-Kompass Text Punkt txt Visual Studio ja KI-Antwort also ich hab das schon mal vorbereitet für den Plan B falls die KI nicht funktioniert ich lasse mal den Text ein bisschen anlesen das was die KI geantwortet hätte KI-Antwort visuelle Beschreibung das Video beginnt in der Abenddämmerung vor einem imposanten klassizistischen Gebäude das an ein Gerichtsgebäude erinnert ein schwarzer Porsche fährt vor und ein älterer Mann in einem komplett schwarzen Anzug mit Hut und dunkler Sonnenbrille steigt aus beim öffnen der Wagentür leuchtet der Schriftzug No Panik auf dem Türschweller auf er wird sofort von einer Traube von Fotografen und Reportern mit Kameras und Mikrofonen und so weiter und sofort das ganze Video wird also erklärt und in diesem KI-Assistent Pro Tool könnte ich jetzt auch Folgefragen stellen mich hat natürlich als jemand der mal Auto gefahren ist interessiert was ist das für ein Porsche dann hat er mir auch erklärt dass das ein Porsche 911 GT irgendwas ist habe ich gefragt wie viel PS der hat und so weiter all das ist mir dann von der KI als Folgefragen wunderbar erklärt worden ja jetzt mag sich der eine oder andere fragen warum jetzt ein YouTube-Video was bringt das im arbeitskontext das kann natürlich auch ein Erklärvideo von der Firma sein ein Imagefilm oder irgendwas im E-Learning-Bereich was jetzt nur visuell dargestellt ist das könnte man natürlich auch alles hochladen und sich beschreiben lassen also das ist auch n gutes Beispiel dafür was für faszinierende Dinge heute eine KI erledigen kann es gibt noch ganz viele Möglichkeiten mit diesem Add-on man kann was ins Mikrofon sprechen und das in Text ausgeben lassen man kann ein Video oder auch ein Bild Audio Mitschnitt der KI geben und bekommt dann eine Transkription zurück also einen Text das ist ganz gut wenn man Meetings hat und nicht unbedingt gerne Protokoll schreibt dann kann man sich das gut damit erschließen man kann sich Texte übersetzen lassen in alle möglichen Sprachen das ist auch mit eingebaut oder auch Bilder erkennen lassen und Dokumente PDF Dokumente sich erklären lassen ich hatte bei einem Vortrag mal ein na ein Organigramm von der Stadt Würzburg der KI gegeben das ist immer so n bisschen ne Herausforderung auch wenn das Dokument barrierefrei ist kann man oft gar nicht erkennen welche Posten zu welcher Stelle zu gehören und das hat die KI wunderbar zugeordnet ich konnt dann sagen derjenige ist in der Firma für das und das zuständig das war eigentlich auch ne ganz tolle Sache um zu zeigen was die KI so alles rausholen kann aus Dokumenten wenn man mit ihr gut spricht das ist ja Frank schon zu Wort gekommen man muss einfach gucken dass man immer gute Prompts gute Fragen stellt dann bekommt man in der Regel auch gute Antworten und ich kann auch nur immer wieder unterstreichen man muss die Kompetenz selber haben und das was die KI ausspuckt auch kontrollieren zu können das kann ich nur unterstreichen das ist hier schon mal gesagt worden das ist absolut wichtig und natürlich auch diese ganze DSGVO-Konformität ist absolut wichtig wir haben im BFW Würzburg auch entsprechende Vorgaben was wir rausgeben dürfen wie wir es verwenden dürfen das ist auch wichtig ich bin zwar eher ein etwas entspannter Typ bei diesen Dingen aber solang das ganze nach Amerika geht und die ganzen KIs so ein gutes Gedächtnis haben sollte man sich wirklich Gedanken machen was man da weitergibt ja weil die Technik hier nicht so hundertprozentig funktioniert würde ich an dieser Stelle auch weil wir auch zeitlich nicht so gut aufgestellt sind heute an dieser Stelle stoppen Fragen kann ich gerne beantworten falls noch welche sind ich kann vielleicht im Vorfeld sagen ich habe dieses Add-on schon mal vorgestellt in einem Podcast ich habe auch einen Podcast für dieses Projekt NVDA nachhaltig das nennt sich NVDA HAWAI Hilfsbereite Anwender werden andere intensiv informieren ja da wird das Ganze noch mal ausführlich vorgestellt da funktioniert auch die Technik da kann man sich das gut anhören das dauert allerdings 2 Stunden ja da sieht man auch mal wie umfangreich dieses Add-on ist und NVDA HAWAI einfach eingeben bei Google und genau die vier Buchstaben und HAWAI genau einfach eingeben sind ja schon vier Folgen drin kann man viel über Screenreader bitte HAWAI NVDA also die vier Buchstaben NVDA und HAWAI danke dann ne das nicht das Add-on sondern ein Podcast darüber wie das Add-on funktioniert und da sind aber auch Links drin in den Show Notes also in den begleitenden Informationen zu dem Podcast wo man sich das dann runterladen kann und wie das funktioniert Thema: Orientierungs und Mobilitätstraining für den Praxisalltag von Physiotherapeuten und Masseuren und medizinischen Bademeistern Referent Jürgen Fischer viel Spaß mit dem Vortrag ich begrüße sie recht herzlich zum Vortrag Orientierungs und Mobilitätstraining für den Praxisalltag von Physiotherapeuten und Masseuren und medizinischen Bademeistern mein Name ist Jürgen Fischer ich bin am BFW Mainz tätig bin dort Lehrkraft schon seit gut 30 Jahren und führe auch Orientierungs- und Mobilitätstrainings durch das BFW Mainz gibt es schon über 60 Jahre hier können behinderte Menschen und nicht behinderte Menschen gemeinsam integrativ das ist unser grundsätzlicher Ansatz gemeinsame Ausbildungen im Gesundheitsbereich machen bei der PowerPoint die ich hier jetzt im Hintergrund laufen lasse habe ich immer die männliche Form gewählt weil ich denke es ist mit dem Screenreader dann einfach besser zugänglich ich bitte wirklich dass alle Personen sich ausdrücklich angesprochen fühlen ja ich gebe zunächst einen Überblick über das was in den nächsten 20 Minuten hier erwartet ich werde beginnen mit einem Interview mit einem Teilnehmer der uns bei uns die Ausbildung zum Physiotherapeuten macht der ist blind wir werden gemeinsam die Kernaussagen zusammenfassen von diesem Interview dann schauen wir uns an welche Herausforderungen sich stellen in Kliniken und Praxen bezüglich der Mobilität schauen was das schauen was das letztendlich für Anforderungen an das Mobilitätstraining selber bedeutet wenn wir zeitlich gut hinkommen werden wir noch ein Interview von einem Teilnehmer uns anhören der hochgradig sehbehindert ist der dann auch über seine Erfahrung im Mobilitätstraining berichten wird wir ziehen ein Fazit und am Ende ist Gelegenheit auch für die Teilnehmer die online dabei sind Fragen zu stellen wenn im Publikum hier Fragen vorhanden sind können sie gerne sich melden und jederzeit nachfragen jo das erste Interview mit dem Teilnehmer der blind ist teilt sich in verschiedene Fragestellungen auf und zwar zum einen welche Mobilitätstrainings finden überhaupt während der Ausbildung statt und dann was ist die Zielsetzung für den Teilnehmer bei Mobilitätstraining dann was ist wichtig bei der Durchführung welche Strategien werden von der jeweiligen Person eingesetzt was ist da sinnvoll und wir ziehen dann noch ein Fazit ich würde jetzt bitten dass das erste Interview bitte startet ja dann sag ich grad noch was dazu bei den Strategien werde ich Fachbegriffe verwenden ich denke die meisten Anwesenden kennen diese Fachbegriffe und zwar die den Fachbegriff Leitlinie hierbei handelt es sich um tastbare Bodenstrukturen die kennen Sie hier zum Beispiel auf der SightCity und warten Sie da einen kleinen Moment hallo [Fehlstart der Interview-Einspielung] kurz ja gut also wir haben den Begriff Leitlinie das sind tastbare Bodenstrukturen die Sie hier zum Beispiel auch auf der SightCity sehen die in den Bodenbelag eingelassen sind die sind über den Lang- stock oder auch über die Füße oder über den Kontrast wahrnehmbar Leitlinie beim Mobilitätstraining verwenden wir aber auch zum Beispiel eine Hauswand oder einen Übergang von einem Gehweg zu einer Rasenfläche oder eine Bordsteinkante dann bei diesem Thema Strategien wird der Begriff markante Stelle benannt werden das sind letztendlich gut erkennbare Orientierungspunkte die können unterschiedliche Sinne ansprechen das kann eine Litfaßsäule sein die taktil erfahrbar ist das kann aber auch ein Brunnen sein der sowohl taktil als auch akustisch wahrnehmbar ist oder eine Ampelanlage die mit einem Signalton versehen ist dann kommt als dritter Fachbegriff die innere Landkarte hier geht es um eine mentale Vorstellung ein mentales Bild von einer Umgebung von der räumlichen Situation und jetzt hören wir uns gemeinsam das erste Interview an mit einem Teilnehmer der vollblind ist hallo Herr Hatschi ja ich freue mich dass Sie heute bei mir sind und dass Sie bereit sind mit mir ein bisschen über ihre Erfahrungen im Mobilitätstraining zu sprechen die machen ja seit gut anderthalb Jahren hier am BFW Mainz die Ausbildung zum Physiotherapeuten und sind selber vollblind und mit praktisch mit Langstock unterwegs und ja vielleicht können Sie mir gerade oder uns ein bisschen schildern in welchem Rahmen Sie bisher hier innerhalb der Ausbildung Mobilitätstraining erhalten haben ja erst mal hallo ich habe vor anderthalb Jahren mit dieser Ausbildung angefangen ich kam hier an ich habe Mobilitätstraining bekommen am Anfang weil ich mich hier gar nicht auskannte in dieser Einrichtung ja ich kann mich daran erinnern Herr Fischer Sie haben mir damals alles erklärt genau also die Einrichtung genauer gezeigt und dann habe ich noch mal ein Mobilitätstraining bekommen bevor ich ins Praktikum gegangen bin genau also ja am Anfang und dann vor dem Praktikum ja welche Bedeutung welche Zielsetzung hatte denn für Sie jeweils dieses Mobilitätstraining warum haben Sie das Mobilitätstraining für sich gebraucht es war wirklich sehr wichtig am Anfang als ich hier ankam wusste ich nicht ganz genau wo wie es hier aufgebaut ist wie es aussieht das ist sehr wichtig dass ich eine Vorstellung und Orientierung habe von einer Einrichtung generell da da konnte ich mich auch besser sicherer und selbstständiger bewegen also in der Einrichtung und für Praktikum war das noch wichtiger weil ich kam da an und man muss ja auch Arbeit liefern und da war ich ja nicht damit beschäftigt okay wo soll ich hin ich wusste ganz genau okay ich muss dahin ich muss dahin ich hatte sozusagen alles im Kopf was ist bei Ihnen bei der Durchführung eines Mobilitätstrainings wichtig so dass Sie einen hohen Nutzen davon tragen bei mir ist es sehr wichtig dass ich sozusagen eine mentale Karte im Kopf habe dass ich einen Plan habe im Kopf dass ich weiß zum Beispiel wie die Einrichtung aufgebaut ist oder in der Klinik da wo ich Praktikum gemacht habe damit ich dann noch ganz genau weiß wie was aufgebaut ist dadurch kann ich mich sicherer selbstständiger und besser bewegen beim Mobilitätstraining nutzen Sie eher Leitlinien markante Stellen oder arbeiten Sie eher über innere Landkarten oder ist es eine Mischung die Sie vielleicht auch verändern wie würden Sie das für sich beschreiben ja das ist tatsächlich so eine Mischung aus beiden es kommt stark darauf an wo ich mich befinde manchmal brauche ich Leitlinien manchmal konzentriere ich mich also verlasse ich mich nur auf Geräusche manchmal taktil und zwar über die Füße auch natürlich auch mit dem Stock aber ich versuche alles zu benutzen was ich habe ja genau das ist so eine Mischung wenn Sie jetzt im Nachhinein auf die Mobilitätstrainings bisher zurückblicken die Sie hier am BFW erhalten haben waren die für Sie von Nutzen auf jeden Fall also zum Beispiel wie gesagt am Anfang wusste ich gar nicht wohin mit mir und danach wusste ich ganz genau okay es ist so aufgebaut ich hatte einen Plan im Kopf im Praktikum genauso direkt schon am ersten zweiten Tag kam ich sehr gut zurecht ich habe tatsächlich auch sehr viel Lob von Mitarbeitern dort bekommen dass ich mich schon sehr gut orientieren kann und das liegt ja daran dass ich dieses Mobilitätstraining bekommen habe also ohne das ohne Mobilitätstraining wäre es ja nicht gelaufen dann bedanke ich mich sehr auch für Ihre positive Rückmeldung und wünsche Ihnen noch alles Gute für Ihre weitere Ausbildung danke tschüss ja ich werde im Folgenden die Inhalte noch mal kurz zusammenfassen ja dann kommen wir jetzt zur Zusammenfassung von dem Interview die erste Frage ja in welchem Rahmen sind Mobilitätstrainings durchgeführt worden das heißt zu Beginn der Ausbildung praktisch um die Einrichtung des Berufsförderungswerks Mainz kennenzulernen und eine Vorstellung zu haben wie ist das Gebäude das Gelände aufgebaut und dann im Vorfeld von der Praxis die Auszubildenden haben bei uns vier Praktika wenn sie den Physiotherapeuten machen und in diesem Vorfeld fahre ich dann immer mit den Teilnehmern raus und führe praktisches Mobilitätstraining durch das kann in Kliniken kann aber auch in Physiotherapie-Praxen sein ja Zielsetzung für den Teilnehmer war vom Mobilitätstraining er wollte einen Überblick über die jeweilige Einrichtung bekommen er wollte sich dort besser bewegen können ja er wollte Sicherheit für die jeweiligen Wege bekommen er wollte Selbstständigkeit erhalten beibehalten und er wollte sich durch sichere Bewegungsmöglichkeiten einfach besser konzentrieren können auf die Arbeit bei der Durchführung war für Herrn Hatschi wichtig den Aufbau der Einrichtung kennenzulernen und eine mentale Karte für sich zu erwerben ja dass er ein inneres Bild von dieser Einrichtung in der er dann tätig ist erhält und Strategien er hat letztendlich gesagt dass er eine Vielfalt der Methoden also sowohl mit Leitlinien als auch mit unterschiedlichen Sinnen dass es sehr individuell ist und angepasst an die jeweilige Einrichtung passiert und dass er mit verschiedenen Sinnen arbeitet Fazit für ihn war es ist Voraussetzung für eine gelungene Mobilität in der jeweiligen Einrichtung und es hat bei ihm zu vermehrter Wertschätzung Anerkennung für das wie er die Wege zurücklegt wie er sich in dieser Einrichtung bewegt ja das war praktisch das Interview mit Herrn Hatschi wir schauen uns jetzt an welche speziellen Herausforderungen in Kliniken und Praxen denn vorhanden sind das ist ja genau das was sowohl im Praktikum als auch nachher im Berufsalltag auf die Auszubildenden zukommt wir haben es zum einen mit komplexen Raumstrukturen zu tun wenn wir Kliniken anschauen sind die oftmals so aufgebaut dass es einen ursprünglichen Bau gibt und dann wird irgendwann noch mal was drangebaut und noch mal was drangebaut das heißt die räumlichen Strukturen zeichnen sich nicht durch Einheitlichkeit aus sondern sind sehr unterschiedlich je nachdem welche Abteilung welcher Bauabschnitt in dem man sich letztendlich befindet die Physiotherapieabteilung ist oftmals im Keller unten da sind die Gänge wiederum anders gestaltet also es sind sehr unterschiedliche räumliche Strukturen die auf einen Physiotherapeuten zukommen können gefordert sind oftmals wechselnde Einsatzorte schon im Praktikum sollen die an einer Stelle zum Beispiel in einer Klinik sowohl auf der Chirurgie tätig sein als auch Erfahrung in der Orthopädie bekommen sind vielleicht noch auf der Gynäkologie haben in der Ambulanz unten mit ambulanten Patienten zu tun nicht immer in derselben Behandlungskabine unterschiedliche Behandlungsräume Patientenzimmer also hier sind sehr vielfältige Einsatzorte vorhanden es sind Menschen unterwegs das heißt es ist Personal unterwegs Ärztinnen Pflegepersonal sonstige Mitarbeiter aber auch Patienten und Patienten bedeutet in diesem Zusammenhang das können Patienten sein mit Einschränkungen das sind kranke Menschen die eventuell eine Geheinschränkung haben mit Gehhilfen Rollator unterwegs sind die vielleicht eine Höreinschränkung haben eine Seheinschränkung haben und darauf muss natürlich der Praktikant der blinde Praktikant Rücksicht nehmen es ist nicht so dass die Patienten auf ihn Rücksicht nehmen sondern umgekehrt er als Therapeut ist gefordert und muss auf diese Patienten Rücksicht nehmen er ist konfrontiert mit bewegten Gegenständen bewegte Gegenstände meint in diesem Zusammenhang dass Gegenstände an unterschiedlichen Stellen stehen können der Visitenwagen zum Beispiel auf Station steht einmal vor dem einen Zimmer und dann wieder vor einem anderen Zimmer je nachdem wo die Visite gerade stattfindet es gibt Hygiene- wagen die stehen dann vor einem Patientenzimmer wo vielleicht gerade ein infektiöser Patient liegt aber auch das kann sich verändern Therapiematerial befindet sich nicht immer an der an derselben Stelle das kann Lagerungsmaterial sein das kann ein Rollator sein also das sind sehr große Herausforderungen für einen Menschen mit Sehbeeinträchtigung Geräuschkulisse Sie haben es in der Klinik in Praxen mit Geräuschen zu tun da unterhalten sich Menschen der Arzt führt ein Gespräch mit einem Patienten mit dem Pflegepersonal und das heißt unser Teilnehmer kann sich nicht so ohne Weiteres auf sein akustisches Wahrnehmen verlassen es sind Störgeräusche vorhanden er muss also auch über seine sonstigen Strategien Möglichkeiten haben sich zurechtzufinden ganz klassisch bekanntlich ist Zeitdruck der im Klinikalltag in der Physiotherapie-Praxis eine große Rolle spielt wir haben Zwanzig-Minuten-Takte zum Beispiel bei der Patientenbehandlung in der Praxis wir haben Zeitdruck im Sinne von schnell agieren zu müssen es muss ein Gespräch mit dem Arzt geführt werden mit dem Pflegepersonal gleichzeitig muss der Patient versorgt werden es sind enge Takte Termine um Fristen zu wahren und als letzte Herausforderung gleichzeitig muss kommuniziert werden das heißt unser Teilnehmer muss im Kontakt sein mit dem Patienten muss im Kontakt sein mit Ärzten kann sein er muss plötzlich in eine andere Position gehen weil da ein Patient durchläuft er muss Platz machen und muss sich trotzdem noch zurechtfinden wo ist er jetzt wo befindet er sich jetzt hier in diesem Gang also das sind mannigfaltige Herausforderungen die sich in Bezug auf Mobilität in diesen Einrichtungen ergeben das heißt Anforderungen an das Mobilitätstraining was das leisten muss wir müssen Strategien liefern zur Raumerkundung wir müssen Strategien liefern wie sich die einzelne Person diese Zusammenhänge für sich herstellen kann und wenn dann eine Vorstellung für die Räume für die Wege vorhanden ist müssen wir Sicherheit schaffen ja es muss praktisch für den Teilnehmer für den Auszubildenden für den Berufstätigen bekannt sein wie er sich praktisch in dieser Einrichtung verhalten kann wie er Wege zurücklegen kann um dann wieder den anderen Aufgaben gerecht zu werden ja aus Zeitgründen lassen wir jetzt das Interview mit dem hochgradig seh- behinderten Teilnehmer weg und kommen zum Fazit das heißt Orientierungs- und Mobilitätstraining spielt eine große Rolle ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung für die Berufsausübung damit die praktisch gut gewährleistet werden kann sie dient zur Förderung von Selbstvertrauen und Eigenständigkeit sie stärkt einen selber und sie verbessert die berufliche Handlungskompetenz ja so dass wir einfach den Aufgaben die im Beruf gegeben sind nachkommen können und auch ein breites Spektrum anbieten können praktisch wenn wir uns irgendwo bewerben sagen können wir können sowohl dieser Behandlung in der Situation in diesen räumlichen Gegebenheiten aber auch im jeweiligen Klinikalltag gerecht werden ja jetzt würde ich Ihnen noch Gelegenheit bieten Fragen zu stellen gibt es von Ihrer Seite noch Fragen hallo sind im Internet noch irgendwelche Fragen aufgetaucht keine gut dann bedanke ich mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen hier noch eine schöne interessante Zeit und Tage mehr Informationen finden Sie unter sightcity.net/F031006 vielen Dank und bis zur nächsten SightCity tschüss