SightCity Podcast (DE)

Der deutschsprachige Teil unseres zweisprachigen Messe-Podcasts mit Fachvorträgen, Interviews und Innovationen für mehr Inklusion.

SightCity Forum 2026:Wissenschaft und Forschung gut erklärt: Die Podcasts von Retina plus

07.10.2026 24 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Thomas Duda von Retina plus e. V. stellt die Podcasts Retina View und Retina Innovation vor. In Retina View erklären Forschende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Arbeit zur Netzhaut in verständlicher Sprache. Duda zeigt, warum Podcasts für Menschen mit Sehverlust ein gutes Medium sind und wie der Verein Wissenschaft und Betroffene zusammenbringt. Ein Forumsbeitrag von der SightCity 2026.


**Wissenschaft und Forschung gut erklärt**
Forumsbeitrag | SightCity 2026 | aufgezeichnet am 29. Mai 2026

Mit: Thomas Duda, Retina plus e. V.

Begrüßung und Überblick (00:00:00)
Thomas Duda stellt sich vor: kein Forscher, kein Wissenschaftler, aber jemand, der das eine oder andere gut erklären kann.

Retina plus: Wer wir sind (00:02:11)
Retina plus ist ein junger, gemeinnütziger Verein aus Fachleuten, Menschen mit Sehbehinderung und Angehörigen. Das Motto: „Wichtig. Positiv sehen.“

Kommunikationskanäle und Podcasts (00:03:16)
Der Verein informiert über Newsletter, LinkedIn und die eigene Homepage. Kernstücke sind die beiden Podcasts, abrufbar auf den üblichen Plattformen und auf YouTube.

Warum Podcast als Medium? (00:04:53)
- Überall und jederzeit verfügbar
- Gut bedienbar für Menschen mit Sehverlust
- Wiederholbar: stoppen, zurückspringen, noch einmal hören
- Konzentration auf den Ton, ohne visuelle Ablenkung
- Shownotes mit Links zu Studien und Ansprechpersonen

Retina View: Themen, Zielgruppe und Arbeitsweise (00:08:01)
Jede Folge behandelt ein Thema aus der Netzhautforschung, erklärt von den Forschenden selbst. Der Podcast richtet sich an Betroffene, Angehörige und Menschen aus Wissenschaft und Gesundheitswesen. Bisherige Themen: bionisches Sehen, Sehzellen aus dem Labor, künstliche Intelligenz, Transplantation, Immunologie im Auge, Implantation, molekulare Techniken und das Port Delivery System bei feuchter AMD. Themenwünsche nimmt die Redaktion per E-Mail entgegen.

Motivation: Brücken zwischen Forschung und Betroffenen (00:14:50)
Retina View will Forschenden eine Stimme geben und Forschung transparenter machen. Der Podcast konzentriert sich auf Deutschland, Österreich und die Schweiz und spricht direkt mit den Studienleitungen.

Zwei Podcasts: Retina View und Retina Innovation (00:16:50)
Retina View blickt drei bis fünf Jahre in die Zukunft und bewertet Ansätze bewusst nicht. Retina Innovation stellt vor, was heute schon verfügbar ist, etwa eine digitale Zweitmeinung. Der Dreiklang: Diagnose, Therapie, Heilung.

Gäste, Zahlen und Fakten (00:19:55)
Duda nennt Gäste aus Ophthalmologie und Biologie und beschreibt, wie die Redaktion Themen findet. Nach seinen Angaben hat Retina View über 40 Ausgaben und rund 500 Abrufe pro Folge; neue Folgen erscheinen am letzten Freitag des Monats.

Weitere Informationen und das vollständige Transkript: https://sightcity.net/f033004


Über die SightCity
Die SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net

SightCity Kontakt (Allgemein)
E-Mail: info@sightcity.net
Website: https://www.sightcity.net
Social Media: Facebook, Instagram, YouTube, Threads, TikTok, WhatsApp 

Transkript

Herzlich willkommen zum Mitschnitt des Forums vom 28.05.: „Wissenschaft und Forschung gut erklärt“. Referent: Thomas Duda. Viel Spaß mit dem Vortrag! Herzlich willkommen an diesem frühen Freitagnachmittag, fast zum Ende der SightCity 2026, zu dem Vortrag „Wissenschaft und Forschung gut erklärt“. Ich wurde schon vorhin vorgestellt, mein Name ist Thomas Duda, und ich bin kein Forscher, ich bin kein Wissenschaftler, aber vielleicht in der Lage, das eine oder andere gut zu erklären. Was haben wir heute in der nächsten halben Stunde vorgesehen? Zum einen möchte ich Ihnen erst mal einen kurzen Überblick geben von dem, was Retina plus macht, wer sind wir. Dann gehe ich direkt über zu den Kommunikationskanälen. Das ist aber nur die Einführung dazu, wo ich eigentlich hinmöchte, nämlich zu unseren Podcasts. Ich werde Ihnen kurz erklären, warum wir Podcasts als Medium für geeignet halten, und möchte dann global erst mal auf die Themen zu sprechen kommen, die wir behandeln in unserem Podcast Retina View. Das ist im Prinzip der Podcast, der sich in den letzten Jahren auch sehr behaupten konnte. Ich will auch sagen, an wen wir das Ganze adressieren. Ich liste ein paar Themen auf, die wir schon behandelt haben. Das sind aber Evergreens, das heißt, sie werden auch wiederkommen, und es ist nur eine Auswahl von bestimmten Themen. Ich habe eine Liste dabei von den Gästen, die wir bis jetzt hatten, das ist quasi das Who's who der deutschen Ophthalmologie und Biologie. Und zum Schluss hab ich noch eine kurze Folie dabei mit ein paar Zahlen, mit ein paar Fakten. Und wenn dann noch etwas Zeit bleibt, dann steh ich natürlich gerne für Fragen und Antworten bereit. Retina plus – war jetzt gerade schon gesagt worden – ist ein sehr junger Verein. Wir sind gemeinnützig, wir bestehen aus entsprechenden Fachexperten und natürlich Menschen mit einer Sehbehinderung, aber auch natürlich deren Angehörigen, und es sind auch Personen mit dabei aus dem Bereich der Gesundheitsbranche und weit darüber hinaus. Unser Motto ist: „Wichtig. Positiv sehen.“ Dafür steht das Plus. Und wir wollen mit unserer Arbeit und natürlich auch mit unseren Podcasts neue Perspektiven schaffen. Neue Perspektiven schaffen heißt nicht, dass man bei uns Mitglied werden muss, das ist gar nicht unser Ziel. Aber wir wollen im Prinzip dort in nächster Zukunft auch unsere Netzwerke weiter ausbauen und unsere Kompetenzen weiter stärken. Ja, das hat ja geklappt, gut. Meine Frau hilft mir beim Weiterblättern. Gut. Welche Kommunikationskanäle nutzen wir? Wir haben natürlich Newsletter. Newsletter ist schon mal allseits bekannt, das ist klar, wo wir regelmäßig zu bestimmten Themen berichten und kommunizieren. Aber was wir natürlich auch haben: Wir sind erreichbar über LinkedIn. LinkedIn hat mittlerweile eine sehr hohe Reichweite, daher nutzen wir eben LinkedIn. Wer bei LinkedIn ist, der möge uns bitte folgen. Wer noch nicht bei LinkedIn ist, möge sich bitte anmelden und uns dann folgen. Und dann haben wir natürlich unsere eigene Homepage. Aber eigentlich eines der Herzstücke sozusagen, der Kernstücke, sind die beiden Podcasts Retina View und Retina Innovation. Die beiden Podcasts unterscheiden sich etwas, ich komm nachher noch drauf zurück, worin sie sich unterscheiden. Aber das Wichtige ist für Sie, die hier zuhören: Sie sind über die üblichen Kanäle abrufbar, das heißt also über Apple Podcasts, über Deezer, über Amazon, über Google, podcast.de, Spotify et cetera. Und natürlich haben wir auch einen eigenen YouTube-Kanal, der auch transkribiert ist. Auch hier können Sie unseren Podcast hören. Und natürlich – ich werd nicht müde, es zu betonen – auch über unsere eigene Homepage, retina-plus.de, da sind die Podcasts natürlich auch verfügbar. Also gerne mal auf unserer Homepage vorbeischauen. Warum haben wir Podcast als Medium gewählt? Hintergrund ist: Wir haben uns Gedanken gemacht: Wie können wir am besten, wie können wir am zielgerichtetsten auch kommunizieren? Und Podcast ist in der Mitte der Gesellschaft bereits seit längerer Zeit angekommen. Podcast hat eine relativ hohe Seriosität, und unser Podcast Retina View gehört mit Sicherheit zu einem der seriösesten in diesem Bereich. Wir wissen, dass Podcast heute auf den verschiedenen Plattformen gut bedienbar ist. Gerade für Menschen, die von einem Sehverlust betroffen sind, ist es einfach, dort zu navigieren, egal, welche Plattform man verwendet. Der Vorteil ist natürlich auch die hohe Flexibilität, das heißt also, Podcasts sind überall verfügbar, egal, wo Sie sich befinden. Also lokal und zeitlich unabhängig können Sie die Podcasts anhören und runterladen. Podcasts sind aber auch reproduzierbar, das heißt, Sie können Podcasts relativ häufig sich anhören, Sie können unterwegs stoppen, sich Passagen noch mal anhören. Das ist auch hier ganz wichtig und auch für Wiederholungs- und Lernzwecke ganz wichtig, damit das Gesagte eben auch hängen bleibt. Podcasts sind heute auch referenzierbar, das heißt also, häufig hört man, insbesondere in den Nachrichten, dass beispielsweise ein Minister ABC oder ein Experte irgendeine wichtige Aussage getroffen hat, und dann verweist man häufig auf den entsprechenden Podcast, wo diese Aussage getroffen wurde. Und wir sind bei Retina View auch ganz, ja, zuversichtlich, dass wir vielleicht auch demnächst mal dort in einer der Nachrichten erwähnt werden, wenn es zum Durchbruch bei einer Studie kommt. Wir nutzen Transkriptionen, das hab ich auch schon erwähnt gehabt, in den Podcasts, also die kleinen Abschnitte sozusagen, wo Sie dann eben zu bestimmten Themen hinspringen können. Podcasts sind natürlich für Menschen, die von einer Sehbeeinträchtigung betroffen sind, auch sehr wichtig, und zwar deswegen, weil man sich auf den Ton allein beziehen kann. Das heißt also, man wird nicht abgelenkt von visuellen Effekten. Wir haben natürlich bei jedem Podcast auch die sogenannten Shownotes, das heißt also zusätzliche Informationen, die dort zu einer Serie, zu einer bestimmten Folge gegeben werden, wo etwas im Podcast genannt worden ist, aber dann in den Shownotes findet man den Link beispielsweise zu einer Studie oder zu dem entsprechenden Studienleiter, vielleicht 'ne Telefonnummer, auf jeden Fall noch mal ganz wertvolle Informationen. Also Sie sehen, Podcast ist eigentlich das Mittel, um Informationen weiterzugeben, auch aufgrund der hohen Authentizität. Und das ist bei uns, insbesondere bei Retina View, gewährleistet. Und um welche Themen kümmern wir uns bei Retina View? Also jede Folge behandelt ein Thema aus der Netzhautforschung. Und hier ist es so, dass wir insbesondere die Biologie der Netzhaut betrachten, oder es könnte eine innovative Technologie sein oder eben auch eine entsprechende klinische Studie. Wir sprechen mit den Menschen, mit den Forschenden. Es könnten junge Forschende sein, die gerade im Bereich ihrer Promotion sind oder auch ein Stückchen weiter, es können aber auch entsprechende Fachexperten sein, es können natürlich auch etablierte Professoren sein. Also insofern, wir haben hier quasi die, die wir hier anzapfen, also die Personen wirklich, die in den Laboren arbeiten, die vielleicht einen Studienantrag geschrieben haben. Die kriegen wir vors Mikrofon, damit sie uns erklären können, was der Hintergrund ihrer Studie gerade ist und wo sie stehen und wie sie einzuordnen ist. Wichtig ist für uns aber auch, dass wir die Motivation der Forschenden erfahren. Wir wissen alle: Die Grundlagenforschung ist ein Ultramarathon. Es geht ja auch häufig mal seitwärts, es geht auch mal zurück, und dafür braucht man sehr, sehr viel Geduld und Ausdauer. Und ja, wir wissen auch alle, dass Forschung im Bereich der Ophthalmologie, im Bereich der Biologie eine Nische ist. Und wir sind nicht die Krebsforschung, die alle kennen, sondern wir sind nur ein Teilbereich. Und trotzdem gibt es sehr, sehr viele Forscher, die begeistert sind, und diesen Funken der Begeisterung, den hört man auch in den Podcasts eben durch die Frage nach der entsprechenden Motivation. Und das ist eben auch wichtig, weil wir wollen mit diesen Podcasts eben zeigen, wir wollen Hoffnung geben. Wir wollen keine falschen Erwartungen wecken oder keine falschen Versprechen geben, aber wir wollen zeigen oder Perspektiven aufweisen – das hatte ich vorhin schon mal gesagt gehabt –, dass relativ viel hier passiert. Und wie gesagt, wenn Sie keinen Zugang haben zu Apple Podcasts oder den üblichen Plattformen: Auch über YouTube ist unser Podcast barrierefrei, inklusiv und eben transkribiert dann eben abzurufen. Ja, an wen wenden wir uns? Das heißt also: Wer sind die Zuhörenden? Die Zuhörenden sind natürlich die betroffenen Personen, das sind wir von Retina plus beispielsweise, aber auch weit darüber hinaus. Es sind die Angehörigen, das sind die Partner, das sind vielleicht auch die Geschwister, die wollen wir hier gezielt ansprechen, und natürlich auch Menschen in der Wissenschaft und Forschung, im gesamten Gesundheitsbereich. Das ist wichtig, dass eben auch, wenn jemand gerade noch im Studium ist und sagt: Na, ich weiß noch nicht genau, wohin ich tendiere, dann ist die Ophthalmologie oder auch die Biologie vielleicht eine Möglichkeit, dafür eben Neugierde zu wecken. Und das konnten wir auch schon in vielen Podcasts eben beweisen. Wie machen wir das, oder also: Wie mache ich das? Weil ich bin der Host des Podcasts Retina View. Ich versuche, durch geschicktes Nachfragen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu zu bringen, ihr Thema entsprechend vielleicht mit einfachen Worten zu erklären. Ich versuche, die Sachen einzuordnen. Ich stell mir das immer vor wie ein großes Bild. Das Bild ist erst mal leer, und ich versuche, diese Teilinformationen in die richtige Richtung zu schieben. Und wir besprechen am Anfang immer: Worum geht es eigentlich? Sprechen wir über altersbedingte Makula- degeneration, oder sprechen wir über Retinitis pigmentosa, damit wir quasi trichterförmig die Information entsprechend zuordnen können. Ja, wie gesagt, das obliegt dann meinem Geschick, dort der Person, die da auf der anderen Seite des Mikrofons ist, das Richtige zu entlocken, um dort Sachen verständlich und auch in Scheiben entsprechend darzustellen. Und wenn Sie hier mal von einer Studie gehört haben oder von einer Studie gelesen haben und sagen: Da möchte ich ganz gerne mal, dass wir da tiefer einsteigen, dann schreiben Sie uns einfach unter podcast@ retina-plus.de, und wir versuchen dann, die entsprechende Studienleitung ans Mikrofon zu bekommen. Mit welchen Themen haben wir uns schon in der Vergangenheit beschäftigt? Das ist nur eine Auswahl von Themen, und zwar Themen, die uns auch wieder begegnen werden, weil's Evergreens sind. Also das Thema bionisches Sehen fällt darunter, natürlich auch Sehzellen aus dem Labor. Wir haben künstliche Intelligenz, das ist eigentlich sehr spannend, das Thema, weil sich das durch alle Forschungsbereiche durchzieht. Die Medizin ist da schon auf dem richtigen Weg, hat schon sehr viel gemacht, und das hilft sehr, um Diagnosen genauer zu bekommen, vielleicht optimierte Therapien bestimmen zu können. Und ich glaub, die Medizin weiß, dass sie da am Anfang steht, aber die ersten Schritte sind gemacht. Und das ist sehr spannend zu hören, weil jeder, den wir bis jetzt gefragt haben, der spricht von dem Thema KI, Digitalisierung, Automatisierung, Prozessierung von Daten et cetera. Natürlich haben wir auch das Thema Transplantation auch schon gehabt, Transplantation von Zellen, dann das Thema Immunologie im Auge, ein sehr spannender Podcast, über den man auch sehr viel lernen kann, dann natürlich das Thema Implantation. Molekulare Techniken haben wir sehr viele gehabt. Und natürlich auch das Thema PDS – keine politische Partei, sondern Port Delivery System, etwas, was Menschen mit einer feuchten AMD zugutekommen kann. Was war die Motivation für Retina View? Ich will noch ein paar Worte dazu verlieren. Und zwar: Wir wollen mit dem Podcast Brücken schlagen, und Brücken schlagen von der Wissenschaft zu den Betroffenen – und ich bin ja selbst Betroffener –, aber auch die Brücke wieder zurück. Das heißt, es ist keine Einbahnstraße dort. Durch Nachfragen versuch ich dann eben auch, entsprechende, ja, entsprechende Aussagen herauszukitzeln. Das ist mal das Wichtige, dass wir eben dort den Personen, die quasi eben normalerweise im Labor sind, die man nicht zu sehen bekommt, die vielleicht nicht immer öffentlichkeitswirksam sind, dass wir denen eine Stimme geben. Wir wollen aber auch zeigen: Forschung passiert, und zwar – sie ist nicht immer transparent, und wir versuchen, das mit dem Podcast transparenter zu machen. Es passiert sehr viel. Wir konzentrieren uns mit dem Podcast auf die DACH-Region, also Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und wenn Sie sich nachher die Personen anschauen, mit denen wir schon Interviews geführt haben, dann sehen Sie auch, dass wir im Prinzip Deutschland von Norden bis Süden, von Westen bis Osten komplett abdecken und natürlich auch die Fachexperten in der Schweiz und in Österreich nicht außen vor lassen. Das ist uns wichtig, dass wir hier quasi mit den Primärquellen sprechen. Das heißt also, wir sprechen nicht über Studien, sondern wir sprechen wirklich – also natürlich sprechen wir über Studien, aber wir sprechen nicht so, dass wir eine Drittquelle nutzen, sondern wir sprechen direkt mit den Studienleitungen und mit den Personen, die die Studien durchführen, mit den Personen, die den Antrag geschrieben haben für eine Studie, und teilweise auch mit dem Team, das dahintersteht. Und dann hab ich ja gesagt, wir haben zwei Podcasts, nämlich den bereits seit längerer Zeit etablierten Podcast Retina View und den Podcast Retina Innovation. Sie fragen sich zu Recht: Warum zwei, wo ist der Unterschied? Bei dem Thema Retina View, da blicken wir in die Zukunft, manchmal drei, manchmal fünf Jahre in die Weite hinein, quasi wie mit einem Hubble-Teleskop, wo wir versuchen, etwas festzustellen, was in Zukunft kommen könnte. Und das ist wichtig. Wir wollen uns um Themen kümmern, um zukünftige Medikationen oder neue molekulare Ansätze. Bionisches Sehen spielt hier immer eine wichtige Rolle. Wir wollen bewusst nicht Sachen bewerten, das können wir auch nicht. Wir wollen aktiv zuhören, wir wollen aktiv nachfragen. Teilweise ist es auch so, dass wir Themen einfach nebeneinander stehen lassen, die zum selben Thema sind. Das heißt also: Zu einem bestimmten Problem gibt es ja nicht nur einen Ansatz, wie man es lösen kann, es gibt vielleicht mehrere Ansätze, wie man etwas machen kann. Und deshalb lassen wir das bewusst nebeneinander stehen, und es obliegt dann Ihnen, zum Augenarzt Ihres Vertrauens zu gehen und zu sagen: Ich habe über die Studie A gehört, und dann gibt's noch Studie B, was ist besser für mich geeignet? Und Sie können da natürlich gerne auf unseren Podcast referenzieren. Alles erfolgt immer vor dem Hintergrund einer optimaleren oder besseren, schnelleren, effizienteren Diagnose, dann einer zielgerichteten Therapie, und am Horizont steht natürlich immer das Thema Heilung. Ja, und der neue Podcast, in Anführungsstrichen, Retina Innovation: Ja, da haben wir uns eigentlich thematisch nicht eingeschränkt, sondern es sind einfach Themen, die heute schon verfügbar sind, die aber auch nicht so transparent sind, und wir wollen sie aber transparent machen. Und damit Sie wissen, wovon ich spreche, will ich ein Beispiel nennen. Wenn Sie eine Diagnose bekommen von Ihrem Augenarzt und Sie sagen: Dazu hätte ich gerne 'ne Zweitmeinung, zu dieser Diagnose – natürlich vertrauen Sie Ihrem Augenarzt, aber 'ne Zweitmeinung ist meistens ganz gut –, dann empfehle ich hier den Podcast mit Professor Kirchhof, da geht's um eine digitale Zweitmeinung, sehr empfehlenswert, sehr hörenswert. Und das war eins meiner Beispiele für Retina Innovation. Wir versuchen wirklich, hier das Feld weit aufzumachen und, das, was ich am Anfang schon sagte, neue Perspektiven auch zu schaffen für Sie als Betroffene und natürlich auch für uns, immer, wie gesagt, mit dem Dreiklang Diagnose, Therapie und Heilung. So, jetzt kommen wir zu den Gästen, die wir schon hatten. Und das sind sogar zwei Seiten, aber ich will nur ein paar Namen einfach hier mal hervorheben. Es sind die Fat Cats, die ich hier nenne, und zwar natürlich Professor Holz aus Bonn, wir haben Professor Spitzer aus Hamburg, wir haben Professorin Nicole Eter aus Münster, Professor Ueffing beispielsweise und Professor Langmann, Professor Busskamp und viele, viele, viele andere, auch Professorin Alexa Klettner, das war eines der letzten Interviews, die wir geführt haben. Also würd ich sagen, die ja, die High Society der Ophthalmologie und der Biologie, das Who's who. Und wir kriegen sie alle. Ja, aber wie kriegen wir sie? Das ist natürlich 'ne gute Frage. Wir haben natürlich ein bisschen einen Rekrutierungsprozess sozusagen. Wir schauen natürlich, welche Studien gerade veröffentlicht werden, vielleicht auch veröffentlicht wurden. Besser ist natürlich, dass wir schon vorher da sind, vor der Studienveröffentlichung, das kam auch schon mal vor. Also insofern, das ist eine Quelle, die wir nutzen. Wir haben aber auch mittlerweile ein sehr starkes Netzwerk, das wir dort nutzen können, und Retina plus verfügt über einen eigenen wissenschaftlich- medizinischen Beirat, der uns natürlich auch entsprechende Impulse hier gibt. Und was ich Ihnen auch noch berichten kann: Mittlerweile sagen Forschende schon selbst: Wenn wir eine neue Erkenntnis haben, können wir zu euch in den Podcast kommen? Wir würden das ganz gerne mal vorstellen. Und zwar: Wir sind hier wirklich mit einem Vertrauenssiegel mittlerweile auch schon belegt worden, was sehr gut ist. Das unterstützt noch mal das hohe Renommee quasi, und wir sind in der Community mittlerweile gut bekannt, weil seriös. Und daher hat Retina View hier, würd ich sagen, mittlerweile einen sehr guten Stand. Die letzte Folie, die ich habe, ist das Thema Zahlen, Daten, Fakten. Wir haben pro Ausstrahlung eines Podcasts ungefähr 500 Abrufe, also 500 Abonnenten. Das ist noch steigerungsfähig, aber wir sind ja in einem Nischenbereich. Und wenn ich hoffentlich am Montag wieder reinschaue, dann sind's wahrscheinlich deutlich mehr, weil jeder jetzt begeistert ist und auch noch weiter abonnieren wird. Wir haben mittlerweile über 40, nur von Retina View, über 40 Ausgaben des Podcasts veröffentlicht. Es lohnt sich auch, da mal in die Geschichte hineinzuhören, was wir alles schon gemacht haben. Unser Podcast erscheint immer am Freitag, am letzten Freitag des Monats, und wenn ich auf den Kalender schaue: Das wär heute. Heute kommt also 'ne neue Ausgabe, also mal nachschauen, ob das eventuell schon in Ihrem Feed drin ist. Und wir haben natürlich auch Sonderausgaben zu bestimmten Themen. Wenn wir beispielsweise einen gewissen Ehrentag, einen Gedenktag haben oder eine neue Studie herauskommen sehen, dann machen wir natürlich auch Sonderfolgen. Das heißt also, wir haben mehr als zwölf Ausgaben im Jahr, wahrscheinlich so um die 15 herum. Und es lohnt sich auf jeden Fall zuzuhören, weil wir versuchen, wirklich Wissenschaft und Forschung gut zu erklären, transparent zu machen, und zum Nutzen aller. Herzlichen Dank! Wir hoffen, der Vortrag hat Ihnen gefallen. Mehr Informationen finden Sie unter sightcity.net/ F033004. Vielen Dank und bis zur nächsten SightCity!